Diese Wagners! Oder: Da ist er, der Kulturskandal

Wenn auf wenig im Kulturleben Verlass ist, so doch auf eines: Immer am letzten Juliwochenende beginnen die Wagner-Festspiele in Bayreuth. Und so sicher wie dieser Termin ist auch der Skandal, der die ältesten Opernfestspiele der Welt alljährlich begleitet. Musste Anfang der 50er zum Neustart der Festspiele nach der Naziherrschaft noch mit großen Schildern betont werden: „Hier gilt’s der Kunst!“, um von politischen Bekundungen abzuraten, stand später meist eben diese Kunst zur Diskussion. Zu „modern“, zu experimentell, zu langweilig, zu irgendwas. Seit vielen Jahren begleitet unser Kulturchef Claus Ambrosius das Geschehen, die Wagnerwonnen und den -wahnsinn auf dem Grünen Hügel. Als in dieser Woche der alljährliche Skandal – diesmal ein rauschender Abgang eines Dirigenten, der sich künstlerisch bevormundet fühlt – auf der Medienbühne erschien, waren wir natürlich aus erster Hand mit dabei. Und wir bleiben am Ball, denn: Bayreuth ist mehr als Oper und Wagner, Bayreuth ist Brennglas aktueller Entwicklungen in Deutschland. So lesen Sie heute auf der Kulturseite, warum der aktuelle „Parsifal“-Regisseur eben nicht auf plumpe Islamkritik setzen will, sondern alle Religionen im Blick hat. Mal schauen, ob er Ende Juli hält, was er verspricht.

Jochen Kampmann

Ein Gedanke zu „Diese Wagners! Oder: Da ist er, der Kulturskandal

  1. Kerstin Fritzsche

    Ehrlich gesagt ist das schon der zweite Skandal heuer, nachdem es dieses Jahre die Hochsicherheitsfestspiele werden und nicht klar ist, wer das eigentlich so gewollt und beauftragt hat, das aber leider mindestens einen sechsstelligen Betrag kostet. Und Beginn kann zwar das letzte Juli-Wochenende sein, es ist aber auf jeden Fall immer der 25. Juli. dieses Jahr ein Montag. LG aus der Festspielstadt, Kerstin Fritzsche

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