Auch in Koblenz fiel die Mauer

5686415Donnerstag, 9. November 1989, früher Abend – die Zentralredaktion unserer Zeitung leert sich. Den ganzen Tag über haben zwei Dutzend Redakteure für die überregionalen Seiten des Blattes gearbeitet, jetzt geht einer nach dem anderen. Sie übertragen die Zeitung der Obhut von zwei Spätdienstlern, die bis Mitternacht bleiben: Ein erfahrener Sportkollege wird das Achtelfinale im DFB-Pokal ins Blatt heben – und ein junger Kollege aus der Politik soll Aktuelles aus dem In- und Ausland in die laufende Produktion einspeisen.

Dieser junge Kollege war ich –  nicht mehr völlig grün hinter den Ohren, aber ohne jede Ahnung, dass mir an diesem Abend die heißeste berufliche Nacht meines journalistischen Lebens bevorsteht. Anders als in den Wochen zuvor nämlich ist das Dauerthema „DDR“ am  9. November nicht ergiebig. Die SED steckt zwar weiter in der Krise, die friedliche Revolution in der DDR gärt – Neuigkeiten von Relevanz aus Ost-Berlin aber gibt es den ganzen Tag nicht. Deshalb entscheidet Chefredakteur Hans Peter Sommer am Nachmittag: Der Besuch von Kanzler Kohl im neuen demokratischen Polen prägt die Titelseite.

Auf dieser Basis betexten wir unsere erste Seite, direkt unter dem Seitenknick  steht ein Platzhalter für den Fußball, darunter wird der Schwebezustand in der DDR in 26 Zeilchen thematisiert. Unsere Kollegen in der Technik montieren Textfahnen und Bilder gemäß unserer Seitenplanung zusammen – der Andruck der ersten unserer vielen Lokalausgabe naht.

Günter Schabowski kurz vor der historischen Pressekonferenz. Foto: dpa

Günter Schabowski kurz vor der historischen Pressekonferenz. Foto: dpa

Derweil füllt sich in Ost-Berlin der Saal des Internationalen Pressezentrums: Günter Schabowski hat seinen ersten Auftritt als neuer „Sekretär des ZK der SED für Informationswesen“ – live im Fernsehen und Radio der DDR übertragen. Um 18.53 Uhr fragt ihn Riccardo Ehrmann von der italienischen Nachrichtenagentur Ansa nach dem Stand eines neuen Reisegesetzes. Und das ist kein Detail: 120.000 DDR-Bürger sind bereits in den Westen geflohen, in der Bundesrepublik quellen 140 Notaufnahmelager über, das Volk der DDR will Reisefreiheit von der DDR. Schabowski antwortet acht Minuten lang, verwirrend, mit vielen Ähs. Der Informierende ist schlecht informiert: Honecker-Nachfolger Egon Krenz hat ihm am Nachmittag während noch laufender Debatte des Zentralkomitees ein Exemplar des Entwurfs eines Ministerratsbeschlusses für eine neue Reiseregelung zur Verkündung in die Hand gedrückt – obwohl sie noch gar nicht verabschiedet ist und erst am nächsten Tag bekannt werden soll.

Dieses Papier hat es in sich: Zwei Spitzenbeamte des Innenministeriums und zwei Stasi-Oberste haben an diesem Tag eine Beschlussvorlage für Ministerrat und Politbüro formuliert, in der es eigentlich nur darum gehen sollte, DDR-Bürgern, die das Land für immer verlassen wollten, eine Ausreise direkt in die Bundesrepublik und nach West-Berlin zu ermöglichen. Das Quartett hielt es aber für geboten, den nur für „Republikflüchtlinge“ gedachten Vorschlag zu erweitern – durch einen Passus, der auch für Auslandsreisen von Bürgern gedacht war, die die DDR nicht generell verlassen wollten.

Dieser Absatz nimmt, wahrscheinlich gegen die Erwartung seiner Autoren, an diesem 9. November alle Hürden der Politbürokratie der DDR. Mehr noch: Auf Geheiß von Krenz, der die Tragweite dieser Worte wohl nicht gesehen hat, wird er am Abend von Schabowski verlesen: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.“ Prompt folgt die Nachfrage: „Wann tritt das in Kraft?“ Das Politbüro-Mitglied stottert: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort … unverzüglich!“ – „Auch nach West-Berlin?“ „Ja, auch nach Berlin-West.“

Schabowski löst damit ungewollt eine Entwicklung von historischen Dimensionen aus. Ab 19.03 Uhr verbreiten die Nachrichtenagenturen im Westen die unglaubliche Botschaft. Der Trend der Eilmeldungen, die damit auch in Koblenz im Fernschreibraum aus den Druckern rattern, ist zunächst irritierend uneinheitlich: Reuters und dpa stellen die Ausreise-Passagen des ZK-Beschlusses in den Vordergrund, AP ist kühner und benutzt als erste Agentur das Wort „Grenzöffnung“. Ein Bote bringt die anfangs nur sehr kurzen Texte eilig zum Tisch des Spätredakteurs, beide beugen sich darüber – und reiben sich die Augen. Um 19.41 Uhr meldet dann auch dpa: „Die DDR-Grenze zur Bundesrepublik und nach West-Berlin ist offen.“

Jetzt ist klar: Unsere Titelseite kann nicht wie geplant in Druck gehen – sie muss umgebaut werden. Doch das ist nicht eben einfach: Berlin ist weit, die Informationslage nicht eindeutig, noch um 21.45 Uhr meint das „heute journal“, dass die neue Regelung nur für Ausreisewillige gilt. Was tut man da – alleine, den Andruck im Nacken? Einen Chef anrufen? „Mehr wird der auch nicht wissen“ sagt mir mein Bauch. Ich rufe stattdessen in unserer Technik an: „Ich mach die Eins noch mal neu, wartet mit dieser Seite, so lange ihr könnt. In Ost-Berlin passiert grad was!“ Dann atme ich durch – und lese in den einlaufenden Textdokumentationen unserer Agenturen nach, was Schabowski genau gesagt hat. Der Kern ist zweifelsfrei: DDR-Bürger sollen ab sofort in den Westen ausreisen können. Und wenn sie es können, werden sie es auch tun – es sei denn, die Staatsgewalt hindert sie daran.

Die erste Variante der Titelseite, die so aber nicht bleiben sollte...

Die erste Variante der Titelseite, die so aber nicht bleiben sollte...

Genau das hängt derweil in Ost-Berlin in der Luft: Am Grenzübergang Bornholmer Straße stauen sich die Trabants und Wartburgs bald einen Kilometer lang, Tausende DDR-Bürger drängen an Mauer. „Wir wollen rüber“, ruft die Menge – „Kommen Sie morgen wieder“, mauern die mit der neuen Beschluss-Lage allein gelassenen Grenzpolizisten. Zweiter Anruf von mir in der Technik: „Wie viele Minuten könnt Ihr noch warten? In Ost-Berlin fällt gerade die Mauer!“ Der Faktor flucht – zieht aber mit: Alle anderen Seiten gehen schon an die Druckmaschinen, für die neue Titelseite bündelt die Technik ihre Kräfte. Ich hacke meinen Text, so schnell es geht, in ein grün schimmerndes „Datensichtgerät“ der Marke Siemens, wage die Überschrift: „Deutsch-deutsche Grenze für alle DDR-Bürger offen“, zitiere schon im zweiten Absatz als Beleg dafür den zentralen Passus der neuen Regelung. Die Sensation in Ost-Berlin wird nun Aufmacher, Kohls Besuch bei Walesa schrumpft auf zwei Spalten und wandert an die Seite, auf den vormaligen kleinen Platz der DDR am Fuß der Eins rutscht die Billigung der Rentenreform durch den Bundestag.

Ich gebe den Text zur Belichtung frei und hetze durch das nächtliche Verlagsgebäude, rüber in den Nachbarbau von Setzerei und Druckerei. Dort quillt schon die Textfahne aus dem Belichter, ein flinker Metteur setzt den komplexen Ringtausch auf der Titelseite um – der Nachricht wegen von einen halben Dutzend Kollegen umringt. Wie immer sind alle Textkolonnen, auf der Rückseite für die Montage mit Wachs präpariert, etwas zu lang – gekürzt wird vom Metteur virtuos per Messer, stets nach kurzem Blickkontakt mit dem Redakteur. Jedes Nicken befördert einen Satz auf den Fußboden. „Fertig!“ Der Chef des Metteurs entreißt ihm die Seite für die Repro, Minuten später können die Druckmaschinen anlaufen.

Zurück an den Schreibtisch, ran an immer neue Agenturmeldungen: Mussten die anfangs arg knappen Informationen für die Andruckvariante noch mit Reaktionen von Kohl, Seiters und Lambsdorff angereichert werden, kommt jetzt spannender Stoff in Fülle direkt aus Berlin: Ab 21.50 Uhr lassen die DDR-Grenzer erste Mitbürger, die besonders laut die Ausreise fordern, einzeln in den Westen. Und mit Beginn um 22.42 Uhr versetzen die „Tagesthemen“ der ARD der Mauer den wahrscheinlich entscheidenden Stoß. Hanns Joachim Friedrichs verkündet: „Die DDR hat mitgeteilt, dass ihre Grenzen ab sofort für jeden geöffnet sind. Der Reiseverkehr in Richtung Westen ist frei. Die Tore in der Mauer stehen weit offen.“ Warum 22.42 Uhr und nicht 22.30 Uhr? Zu allem Überfluss ist das Spiel von Kaiserslautern gegen Köln im DFB-Pokal in die Verlängerung gegangen. Lautern gewinnt 2:1. Auch das muss für die nächst erreichbaren Ausgaben mit, wieder beginnt bei schon lange laufenden Druckmaschinen ein hektischer Wettlauf gegen die Zeit, diesmal für den Sportkollegen.

Die Bilder des Westfernsehens mobilisieren in Ost-Berlin weitere tausende Bürger. An der Bornholmer Straße werden die Rufe drängender: „Tor auf, Tor auf!“ Um 23.25 Uhr geben die Grenzer dem Druck nach – und öffnen die Schlagbäume. Tausende Ost-Berliner fluten, ungläubig und selig, ohne Grenzkontrollen nach West-Berlin, kurz nach Mitternacht sind alle sieben Grenzübergangsstellen in Berlin offen, und auch einige Lücken an der innerdeutschen Grenze tun sich auf. Die Sensation ist perfekt. Unsere klobigen Bildfunkgeräte spucken die ersten Fotos vom Mauerfall aus. Sie riechen chemisch – und duften doch wunderbar nach Freiheit.

Ein Drucker im schwarzfleckigen Blaumann bringt mir erste Exemplare der eben geänderten Zeitung zur Durchsicht. Puh, trotz der Hektik keine Fehler drin. Etwas anderes aber stört: Mir kommt die brandaktuelle Titelseite angesichts der Ereignisse in Berlin schon wieder überholt vor. Die Mauer fällt – und wir quetschen das auf drei Spalten ein? Geht gar nicht. Auch jetzt verliere ich lieber keine Zeit mit einem Anruf einer höheren Ebene, sondern baue unsere Eins noch mal um – jetzt radikal: Ich ziehe den Fall der Mauer nun über die ganze Breite unserer Titelseite, und formuliere nicht eben die gelungenste, aber die fetteste Überschrift meiner gesamten Laufbahn: „Die deutsch-deutsche Grenze ist offen“. Fünfspaltig. So breit und so klotzig wie möglich. Das Bild von Kohl und Walesa fliegt kurzerhand von der Seite, ihr Treffen sackt klein in den Seitenkeller. Stattdessen illustriert ein Bild vom Trubel an der Mauer die historische Nacht. Und weil so viel schöner Stoff aus den Tickern perlt, lasse ich den Aufmacher – heute undenkbar – einfach auf die zweite Seite umlaufen.

Das ist sie: Nach endlosen Aktualisierungen stand das Blatt. Mit der fettesten Überschrift meiner Laufbahn.

Das ist sie: Nach endlosen Aktualisierungen stand das Blatt. Mit der fettesten Überschrift meiner Laufbahn.

Wieder zieht die Technik mit, wieder werden alle Reserven ausgereizt: „Was? Neues Bild? Geht nicht mehr. Ach, geben Sie her…“ Auch Faktoren, Metteure, Reprofotografen, Plattenfertiger und Drucker spüren: In Berlin wird Geschichte geschrieben. Und wir bei der Zeitung in Koblenz dürfen etwas daran mitschreiben. Für über 700.000 Leser im weiten RZ-Land.

Sehr spät am Abend, als die Aktualisierungsschlacht schon fast geschlagen ist, klingelt das Telefon auf meinem Schreibtisch. Ein leicht nervöser Vorgesetzter fragt aus dem Feierabend: „Haben wir das mit der Mauer auch richtig drin? Soll ich helfen kommen?“ Muss er nicht.

Die Chefreporterin unserer Zeitung aber setzt sich ins Auto – um nach Berlin zu starten. Um am Tag danach live dabei zu sein. Einfach so, ohne Order. Weil es in Ausnahmelagen nicht immer etwas bringt, auf Befehle zu warten. An einem Schlagbaum nicht, und auch bei einer Zeitung nicht.

Quellen: Reaktivierte eigene Erinnerungen plus Redaktionsarchiv der Rhein-Zeitung – verwoben mit der atemberaubend guten Titelstory des „Spiegel“ vom 2. November 2009 („Der Irrtum, der zur Einheit führte“)

Christian Lindner

34 Gedanken zu „Auch in Koblenz fiel die Mauer

  1. Aplysia california

    Habe das Thema seit cirka zwei Wochen im Kopf gehabt, Verschüttetes bei Autofahrten Co. freigelegt, die verschiedenen Titelseiten-Varianten von damals im Archiv begutachtet, Texte von uns damals rings um den Mauerfall gelesen – dann kommt doch erstaunlich viel wieder. Und auch das Schreiben heute selbst – immer wieder faszinierend – hob Erinnerungen. Der aktuelle “Spiegel” war dann zudem ein guter Spiegel dessen, was bei uns Zeitungsredaktionen ankam.

    Hätten Sie geantwortet, dass Sie seinerzeit ein Tagebuch o.ä. geführt haben, wäre mir das als eine sinnvolle Antwort erschienen und die Details Ihres Beitrags wären glaubhafter.

    Da aber das Gedächtnis beim Menschen sehr selektiv funktioniert und zudem (für vermeintlicher Erinnerungen auch noch Jahre im Nachhinein) äußerst beeinflussbar ist, lässt das doch Zweifel aufkommen. Schließlich ist das Gehirn sowieso ständig damit beschäftigt, Erlebnisse zu verformen oder Erinnerungen zu anzupassen, um alles in die bewusst erlebte Realität einzupassen.

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  2. Christian Lindner

    Lieber Kollege Arenz,

    das ist ja schön, wie sich auf diesem digitalen Weg ur-analoge Kreise schließen. Ohne Sie und Ihre Kollegen wäre es (auch und gerade) an diesem Abend nicht gegangen. Ich hab damals deutlich gespürt: Ihr alle in der Technik habt rausgeholt, was ging. Und dann geht halt immer noch etwas mehr. Das hat unglaublich Spaß gemacht.

    Danke noch mal – nach 20 Jahren.

    Ihr Christian Lindner

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  3. Helmut Arenz

    Da kommt wieder Nostalgie pur auf. Herr Lindner, ich hatte diesen Abend schon fast vergessen. Deshalb freue ich mich auch, damals dabei gewesen zu sein. Ich war nämlich der Metteur mit dem flinken Messer wie sie es in ihrem Blog beschreiben. Eines aber werden wir nie mehr erfahren: „Was stand auf den Schnipseln, die auf dem Boden landeten und am nächsten Morgen mühselig von den Putzfrauen abgekratzt wurden?“.

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  6. Stefanie Ehl

    @Ralph Adameit:

    haben Sie schon mal als Journalist für verschiedene Medien gearbeitet? Denn dann wüssten Sie, wie schnell man dort arbeitet und welcher Trend es bei Printmedien, Onlineredaktionen und auch Rundfunkanstalten (WDR, RTL, HR etc.) gibt.

    Der Blog zeigte auf, dass man heutzutage blitzschnell reagieren muss, eben wie Herr Lindner es damals gemacht hat. In Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen fällen. Journalisten leben unter immensem Zeitdruck, müssen urteilen, ob sie den Scoop ihres Lebens landen oder einen Bauchklatscher – nur das weiß man vorher nicht, sondern verlässt sich oftmals intuitiv.

    Der Tag des Mauerfalls war eben ein solches Ereignis, das zunächst keiner glauben konnte. 1989 steckte das Internet noch in den Kinderschuhen, Meldungen gab es meist nur von den Nachrichtenagenturen DPA und Reuters (letztgenannte hat übrigens ebenfalls eigene Videojournalisten aufgebaut).

    Wenn ich mir überlege, wie mutig man sein musste, im Spätdienst noch die kompletten Seiten umzubauen, den Druckschluss im Nacken – und die Ungewissheit, ob die Schlagzeilen, die man gerade baut, so auch zutreffend sind. Die Ereignisse, die sich überschlagen. Ein Teil der Geschichte zu sein. Das ist das Spannende! Hätte Herr Lindner hier mit seiner mutigen Entscheidung einen Fehler gemacht, hätte er sich den Rüffel seines Lebens anhören können! Eine sooo riesige Titelgeschichte mit dieser Überschrift begleitet einen Journalisten ein Leben lang – auch wenn die Zeitung morgen schon alt ist.

    Ich finde die Geschichte richtig gut geschrieben!

    Im Übrigen: Woraus interpretieren Sie, dass ich das Material an die BILD verkauft habe? Sie sollten schon genauer lesen!! Das Material zur Sichtung zu geben, bedeutet nicht, dass ich es dort auch vermarkte (UrhR). Konkurrenz belebt das Geschäft…

    Was mir viel mehr Freude bereitete, war die Tatsache, dass ich schneller als die BILD war, die ihr Interview erst 2! Tage später in der BamS drin hatten und an dem Abend, als ich das Exclusiv-Interview hatte, noch die alte Pressemitteilung im Ticker… Da rotierten einige Redakteure…

    Fazit: Es geht im o. g. Artikel darum, blitzschnell Entscheidungen zu treffen, z. B. die Fahrt der Redakteurin Ursula Samary, die sich noch in der Nacht einfach ins Auto setzte und zur Grenze fuhr – um die ersten Bilder, Emotionen und Eindrücke direkt vor Ort einzufangen. Hätte Sie noch das O.K. abgewartet, wäre sie nicht so schnell vor Ort gewesen. Erfolgreiche Menschen handeln und treffen Entscheidungen, statt abzuwarten.

    Und darum geht es: Die Zukunft der Medien mitzugestalten. In einer Welt, die sich immer schneller ändert, sind Informationen immens wichtig. Für Unternehmen sind sie der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Nicht die Größe einer Firma ist entscheidend, sondern der Informationsvorsprung und die Flexibilität.

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Ich arbeite gerne. Rasend schnell. Einfach gut.

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  7. Edward Quinto

    One Berlin, One Germany, One Europe, One World

    My recollection of the late summer of 1988 was one of endless wonders for at a young age I made my very first trip to a great foreign country. I visited a country in Europe that left a lasting legacy in me and for which I came to know quite fondly as my second home. It all began with a very memorable letter of acceptance informing me of my participation in the 2nd International Training Program in Biotechnology (ITP). The letter came from GBF, Germany’s National Research Center for Biotechnology. GBF and the state of Lower Saxony funded generously my trip and stay in Germany. It brought me to the charming cities of Braunschweig, where GBF is located, as well as to Hannover, and Berlin. I consider this unforgettable six-week sojourn in Germany as the best thing that ever happened to me. Reminiscing on my arrival in Braunschweig, brings back fond memories of a cool beautiful sunny Sunday morning and a venerable city crisscrossed by clean streets of cobbled stone though almost devoid of people and vehicles. Since I come from a densely populated city like Manila, the difference for me becomes starkly conspicuous. Attendance in the trade fair known as Biotechnica 88 in Hannover and the cultural trip to Berlin was part of the ITP training course. The training course enriched me not only scientifically but culturally as well. It gave me a deep and profound standpoint as to Germany’s identity, culture, and role in the modern world. History tells us that it was just in the last century that Germany went through periods of revolutions, redemption, and resurrection. The mighty German Empire ruled by Prussia disintegrated after the First World War. A fleeting bright moment followed the collapse of the empire with the birth of the “Weimar Republic”. This beautiful republic, bearing the promise of freedom, peace, and prosperity for all Germans and Europeans, unfortunately died in its infancy. What followed was the darkest and most chilling period in world history: the rise to power of Hiltler’s National Socialist Party. Because of the NAZI, Germany suffered widespread destruction and utter defeat in the Second World War that left the whole of Europe in shamble. Though it seemed that everything was lost, Germany made acts of contrition and contrite reparation for his mortal misgivings. Soon the “Heart of Europe” underwent an immensely remarkable transformation marked by sincere reconciliation and rapid socio-economic development. Germany literally became the engine of peace and prosperity for Western Europe. In just a few years, the Fatherland rebuilds himself from the smoldering cauldron of the last world war to rise meteorically into today’s proud global economic power as a free, united, and flourishing German nation. Germany’s city of the world Berlin, once separated into two rival ways of life, has assumed a truly cosmopolitan personality breathing a sophisticated culture and a cheerful urbanity uniquely its own. When Pres. John F. Kennedy bravely visited Berlin and spoke the famous words “Ich bin ein Berliner”, a city instantly captured the hearts and minds of people all over the world. Suddenly everyone was a Berliner who knew fully well to which side of the divided city he belongs. It highlighted the great divide of “Us against Them”; of a world partitioned by the “iron curtain” living precariously on détente. When I visited Berlin for the first time in 1988 as part of my ITP course, I cannot help but ponder and marvel at the character of an occupied city; a city torn between west and east, democracy and communism, freedom and tyranny, heaven and hell. A city sanctified by the Nordic gods with beauty, power, and nobility. I experienced what it was like to cross into East Germany and to enter into West Berlin. As I toured the city striding along the wide sidewalks of the famous KuDam and visiting the partly destroyed Kaiser Wilhelm Memorial Church, I saw American, British, French and Russian soldiers and an imposing wall dividing the city. This wall of shame stood arrogantly between the famed “Gate of Brandenburg” and me. All I can do was to stare at the Brandenburg Gate protruding behind the wall from my place of security within West Berlin. In 1990, I made my second trip to Germany to attend Biotechnica 90. Funding for this trip came through the kindness of the Carl Duisberg Gesellschaft (CDG). After attending Biotechnica 90, I went to straight to Berlin on my own initiative for it was something that I would not miss for the world. Something wonderful has happened in Berlin and I simply had to be a part of it. It was an afternoon of warm sunny blue skies when I arrived in Berlin and made a bee-line to the Brandenburg Gate. This time something remarkably wonderful was readily apparent unlike my previous visit in 1988. From afar, lo and behold, I saw the gate standing majestically free! The wall of shame that put us asunder in 1988, was nowhere to be found. I was able to enter without hindrance through the monumental colonnades bearing aloft the victorious chariot of Aurora, the goddess of dawn. Indeed, a new age of peace and prosperity has dawned on Germany and the world in 1989. As I gazed around me, I went through the gate slowly with much trepidation but with overwhelming sentiments of joy and thanksgiving. So thankful, that the mighty “Westerly Winds of Freedom” knocked down decisively like tumbling dominoes the Wall of Berlin followed by the Iron Curtain of Eastern Europe and finally the fortress of the powerful Union of Soviet Socialist Republic (USSR). What was once thought to be impossible, the unification of two German nations divided by conflicting global powers, happened overnight so miraculously without the loss of life? Not since the fall of the walls of Jericho has another wall in history received the ire of the free world to be torn down as the Berlin Wall. “Mr. Gorbachev tear down this wall” were the words of Pres. Ronald Reagan that reverberated like the loud trumpet sounds of Joshua’s army that soon brought down the Berlin Wall. In its wake, not only was a nation unified but a continent as well. Demarcation of East and West in Europe became a thing of the past and for the rest of the world as well. I strode happily behind the Brandenburg Gate all the way through the famous and spacious boulevard called “Unter den Linden Strasse” extending into the very heart of East Berlin. My triumphant march, full of fervor, took me all the way to the imposing monumental bronze statue of Emperor Frederick the Great. I was in East Berlin till evening as I enjoyed and treasured every moment of that historical day in September of 1990 as a year had not even passed since the dreaded wall still stood and divided the city. Indeed, it was fortunate for me to have the rare chance of being in divided Berlin in 1988 and in unified Berlin in 1990, the years between the historical events of 1989. If Tony Bennet left his heart in San Francisco, in Berlin I left not only my heart but my soul as well. I will never forget my Berlin experiences of 1988 and 1990 for it was indeed so great to be young then in Germany and to be caught up in a turning point in world history. Let us also not forget the major role played by our beloved Pope John Paul II in ending communism that actually started in his home country of Poland. In closing, on the occasion of the 20 years of anniversary of the Fall of the Berlin Wall, I am one with the free world in celebrating an event marking the birth of a new world of peace and prosperity.

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  9. Matthias

    Nett. Aber wenn es denn so war, hätten nicht die verantwortlichen Politik-Redakteure am nächsten Tag gefeuert werden müssen? Wer nicht um 20.08 Uhr in seinem Auto gesessen hat und in die Redaktion gerast ist, hat ja wohl seinen Job verfehlt… Einen „Jungeredakteur“ die Zeitung in so einer Nacht alleine umbauen zu lassen, ist jedenfalls verantwortungslos. Auch wenn es hier ja nochmal gut gegangen zu sein scheint…

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  11. Ralph Adameit

    @Stefanie Ehl: mal abgesehen davon, dass Ihr Kommentar eigentlich schon ein eigener Blogeintrag ist – was soll uns diese ausführliche Schilderung sagen? Wie toll Sie damals waren und reagiert haben? Herzlichen Glückwunsch zu dieser eitlen Selbstdarstellung. Kapier ich nicht, wie man so stolz sein kann, an BILD was verkauft zu haben…

    @Christian Lindner: Klasse Text – zumal ich nur aus Erzählungen von Kollegen weiß, wie ungleich schwieriger es damals gewesen sein muss, zu aktualisieren. Im heutigen Copy & Paste-Zeitalter und Bildschirmumbruch ist das ja kaum noch ein Problem.

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  12. Wolfgang

    Ich würde gerne den auf der Titelseite angekündigten Kommentar zur Maueröffnung lesen. Bitte nochmal veröffentlichen.

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  13. Paul Hahn

    Super geschrieben. Einer der besten Blog-Beiträge
    überhaupt. Gratulation zum Erlebten und der guten Erinnerung. Gänsehautfeeling.

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  14. Stefanie Ehl

    Der Bericht oben zeigt: Manchmal werden Journalisten urplötzlich selbst zu Zeitzeugen. Ereignisse, die sich überschlagen – und dann muss man ganz alleine blitzschnell eine Entscheidung treffen. Immer in der Ungewissheit, entweder den großen „Scoop!“ zu landen oder auf den Grasdackel der Woche reingefallen zu sein.

    Der Bericht erinnert mich an mein eigenes Erlebnis vor fast einem Jahr: Am 16.11.08 war ich Deutschlands schnellste Videojournalistin. Ich drehte an diesem Tag in Düsseldorf einen Bericht über den „Wirtschaftstag der Automobilzulieferer“. Die Opel-Krise war gerade das Hauptthema. Ich hatte, da ich über Kopfhörer mit meiner TV-Kamera drehe, um „Patzer“ zu vermeiden, natürlich das Handy den ganzen Tag ausgeschaltet. Den Wirbel um die Finanzhilfe des Landes NRW am späten Abend mit der schleunigst einberufenen Pressekonferenz hatte ich natürlich nicht mitbekommen. Kein Radio, keine Nachrichten.

    Nach Drehschluss in der Staatskanzlei packte ich meine Ausrüstung zusammen. Es war 19:45 Uhr. Die Kamera trug ich unter meinem Arm. Unten standen bereits Gäste für einen Empfang. Ich ging die Treppe runter und lief direkt einem persönlichen Referenten des Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers über den Weg. Der sah meine Kamera und erklärte; „Oh, sie sind die erste vom Fernsehen. Ihre Kollegen von RTL, ZDF und WDR kommen auch gleich. Der Ministerpräsident steht für das Interview zur Verfügung.“ Schwupps, stand ich plötzlich im Raum vor dem Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und sollte die Fragen stellen. Vor mir führten die Kollegen des WDR-Radioprogrammes ihr Interview zu der geplanten Finanzhilfe des Landes NRW für Opel.

    In dem Moment dachte ich nur: „Himmel, um was geht es hier?“ Ich hatte von der Nachricht des Abends, die wie eine Bombe einschlug und die diese schleunigst einberufene Pressekonferenz mit Sondersendungen nach sich zog, ja nichts mitbekommen. Egal – als Journalist muss man blitzschnell sein und reagieren. In wenigen Sekunden erfassen, um was es geht. Also fragte ich einfach nach den Staatshilfen und wie das Land sicherstellen will, dass diese Finanzspritzen nicht bei GM landen…

    Ich stellte meine Kamera auf, stellte den Ton ein, richtete das Licht – und stellte meine o. g. Fragen. Rüttgers antwortete souverän. Dann drehte ich noch die Zwischenbilder. Schon sprang die Türe auf, die Kollegen von RTL und ZDF kamen im Laufschritt mit Kamera und Mikro. „Mensch, das geht heute noch auf Sendung. Die Chefredakteure planen Sondersendungen“. RTL brauchte den Bericht für das Nachtjournal, das ZDF für die nächtliche Nachrichtensendung. Der WDR (3er-Fernsehteam) kam rein. „Wir werden den O-Ton direkt vom Ü-Wagen senden. Um 23:05 Uhr wird es eine Sondersendung geben“. Kaum ausgesprochen, bimmelte schon das Handy der WDR-Redakteurin. „Habt ihr alles drauf? Ab runter zum Ü-Wagen und sofort schneiden“ tönte es vom CvD.

    Urplötzlich war mir bewusst, dass ich hier mittendrin war und so aktuell an dieser Story war wie sonst kein anderer. Ich ging runter. Dort standen 2! Ü-Wagen des WDR mit Cuttern und der riesigen Sat-Schüssel oben, von denen aus die Beiträge direkt eingespeist werden können.

    Ich schob meine Kamera ins Auto. Auf dem Weg nach Hause hörte ich die 20 Uhr-Nachrichten. Einslive berichtete als erster Radiosender von dieser Sensationsmeldung mit dem Hinweis auf die Sondersendung im WDR. Ich konnte es immer noch nicht fassen, was ich da hörte. Diese gigantischen Summen rund um Opel. Ich rief meinen Freund zu Hause an: „Ich bin unterwegs. Habe mich gerade noch mit Rüttgers getroffen“. Er lachte noch und dachte, ich veräppel ihn.

    Zuhause spielte ich meinem Freund das Band vor mit dem Interview. Die Lage für Opel ist sehr ernst. Ich schaute im Newsticker der BILD nach. Dort stand noch die alte Pressemitteilung. Ich rief in der BILD-Redaktion an, spielte denen das Band vor. Sofort wurde ich durchgestellt zum BILD-Chef der Videoredaktion. Der BILD-Chefredakteur Kai Dieckmann setzt auf Videojournalisten und baute daher seine Videoredaktion auf BILD.de aus. Um eben noch schneller als sein Printmedium zu sein. Die staunten nicht schlecht, als sie das Material sahen.

    Ich sage es ja immer wieder: Die besten Geschichten schreibt das Leben immer noch selbst…

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  15. PS

    Sehr schöner Text – ließ mich an meinen 9. November 1989 denken. Der verlief ganz anders, aber die Anspannung und das Bewußtsein, einen historischen Moment erleben zu dürfen, werde ich nie vergessen….

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  16. Ali

    Spannend geschrieben, dass muss ich schon sagen. Wäre ich Sie gewesen, hätte ich mich vermutlich übergeben – oder ich wäre ganz kühn gewesen. Titel: „Eiforbibbsch! De Mauer is uff!“ 😀 Danach hätte ich sicherheitshalber nach einem neuen Job gesucht, falls der Chef das nicht so lustig gefunden hätte. *ggg*

    Antworten
  17. Sebastian Driemer

    Habe mit Interesse Ihren Text gelesen und das Gefühl gehabt, dabei gewesen zu sein. Danke. Auch wenn ich das Zeitungswesen erst eine halbe Generation später kennen gelernt habe.
    Für mich ist vieles von damals neu, aber mir laufen beim Komplex „Wiedervereinigung“ dennoch Schauer über den Rücken.

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  18. Udo Kampschulte

    Hallo Herr Lindner, habe Sie damals in Montabaur kennen und schätzen gelernt. Super Text!
    Liebe Grüße aus Düsseldorf
    Udo Kampschulte
    (Sprecher NRW DB AG)

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  19. C.Mayer

    Eine tolle Story, schön mal so hinter die Kulissen zu schauen. Gut ist auch immer zu sehen, dass außergewöhnliche Ereignisse auch außergewöhnliches Handeln erfordern. Die Ostberliner Zeitungen haben die Maueröffnung übrigens verschlafen, weil die Genossen der Abt. Propaganda schon Feierabend hatten. Aber ein paar Wochen später war auch in Ostberlin Pressefreiheit eingezogen. (Faksimile der Seite von damals wäre schön)

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  20. Christian Lindner

    @Stefan: Habe den Text von unterwegs eingestellt. Ein lieber Kollege in der Redaktion pflegt gleich Optik(en) ein.

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  21. Isabell Prophet

    Die beiden Seiten würde ich auch sehr gerne sehen.

    Um so eine Nacht sind Sie ja nur zu beneiden. Konnten Sie danach schlafen?
    Für junge Wesen wie mich ist es irgendwie unvorstellbar, dass es auch vor Quark und Co. schon tagesaktuelle Zeitungen gab.

    vg

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  22. Udo Herkenroth

    Lesenswert. Gänsehaut. Heute so frisch wie damals. Wir haben mit Tränen in den Augen vor dem Fernseher gesessen. Es gibt historische Momente, die man nie vergisst. Dieser steht ganz oben auf der Liste.

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  23. Stefan

    Super geschildert – auch wenn ich wegen der Länge nicht alles im Detail gelesen habe.

    Was ich (noch) nicht gefunden habe: die entsprechende(n) Seite(n) von damals!

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  24. Tobi

    Wow, richtig toll geschrieben. Gänsehaut meinerseits, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht existierte, bzw im Bauch meiner Mutter lebte. Toll! ..und vor allem toll für Sie persönlich, dass Sie diesen Abend bei der RZ geprägt haben.

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  25. Jörg Zimmer

    Die (gedruckte) Titelseite vom 09.11.89 würde ich gern noch mal sehen – vielleicht als RZ-Sonderseite am 09.11.09?
    Ich glaube, wir können uns garnicht oft genug vor Augen halten (lassen), was an diesem Tag passiert ist.

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  27. Peter Taubald

    Schönes Stück (Zeitungs-)Zeitgeschichte. Ich saß einfach nur fassungslos vor dem Fernseher, konnte nicht glauben, was dort passiert.

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  28. Christian Lindner

    Habe das Thema seit cirka zwei Wochen im Kopf gehabt, Verschüttetes bei Autofahrten & Co. freigelegt, die verschiedenen Titelseiten-Varianten von damals im Archiv begutachtet, Texte von uns damals rings um den Mauerfall gelesen – dann kommt doch erstaunlich viel wieder. Und auch das Schreiben heute selbst – immer wieder faszinierend – hob Erinnerungen. Der aktuelle „Spiegel“ war dann zudem ein guter Spiegel dessen, was bei uns Zeitungsredaktionen ankam.

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