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Die Bewerberin, die sich ausspioniert sah

10. Oktober, 2012 von Christian Lindner

Chefredaktionen von Tageszeitungen erreichen fast täglich Bewerbungen für Volontariate. Das ist auch bei der Rhein-Zeitung nicht anders. Gleichwohl freue ich mich als Chefredakteur über solche Anfragen immer. Anfragen per Mail ohne Adresse und ohne weitere Angaben aber sind nicht der richtige Weg zur Ausbildung. Und bisweilen sogar eine Falltür in die sumpfige Grube der Missverständnisse. Oder auch ein Beleg für den Verfall von Umgangsformen im Netz? Ein skurriler Fall aus dem Alltag eines Chefredakteurs.

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Hochachtung, Paul Schwan

22. August, 2012 von Christian Lindner

1968 wurde er Ortsbürgermeister von Alsdorf – 2012, 44 Jahre später, ist er es immer noch: Paul Schwan – einer der Helden unseres kommunalen Alltages, über die viel zu wenig gesprochen wird.

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Ein Brief ist ein Brief und kein Nachteil

10. Juli, 2012 von Christian Lindner

Ein “älterer Rentner” hat sich bei mir dafür entschuldigt, dass er mir sein Anliegen per handgeschriebenem Brief übermittelt. In Wahrheit hat der alte Herr damit das Kommunikationsmittels genutzt, was bei mir die größte Beachtung findet.

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Die populärsten Instagramer aus D, A, CH

29. Dezember, 2011 von Christian Lindner

Die iPhone-App Instagram ist ein wunderbares Instrument zum raschen Bearbeiten und Hochladen von Fotos – und nicht minder zum schnellen Betrachten wunderbarer Fotos aus der ganzen Welt. Instagram ist aber auch unübersichtlich. Wem soll man nach dem Anmelden bloß folgen? In der Liste der 50 populärsten Instagramer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird jeder Fotofreund garantiert fündig. Die Rhein-Zeitung hat sie recherchiert – und veröffentlicht sie hier.

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Fünf Tage Recherche für einen Text

30. August, 2011 von Christian Lindner

Qualitätsjournalismus ist eine Sache von FAZ, Stern & Co.? Und bei Regionalzeitungen wird nicht mehr recherchiert? Oft gehörte Urteile. Oder doch eher Vorurteile? Gedanken anlässlich einer dreiseitigen Reportage über einen Obdachlosen, die die Rhein-Zeitung am Wochenende 27./28. August 2011 veröffentlicht hat. Nach einer Recherche, wie sie intensiver nicht sein konnte: Ein junger Reporter unserer Redaktion lebte mit einem „Berber“ auf der Straße. Fünf volle Tage lang.

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Julia Klöckner und die Vergangenheit

03. Februar, 2011 von Christian Lindner

In der heutigen Medienwelt ist beim Texten eines Parteislogans nicht nur die Wahl der richtigen Worte wichtig, sondern auch die mögliche Bildwirkung der Parole. Die CDU Rheinland-Pfalz zeigt unfreiwillig, was passieren kann, wenn ein Slogan wie „Zukunft statt Vergangenheit“ optisch zerlegt werden kann. Er entfaltet damit eine ganz andere Wirkung als von der Partei gewünscht.

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Der Deutschlandfunk raubt uns das Gedicht

31. Dezember, 2010 von Christian Lindner

Lyrik hat es in Deutschland nicht eben leicht. Die Auflagenzahlen von Gedichtbänden sind meist niedrig, öffentlich wahrnehmbar ist Lyrik selten. Eine rühmliche Ausnahme war der Deutschlandfunk. Fünf Jahre bot er drei Mal täglich ein Gedicht in seinem Programm. Jetzt ist dafür auch beim DLF kein Platz mehr: Der Sender hat zur Jahreswende 2010/2011 seine Lyrik-Reihe eingestellt.

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2010 – das Jahr des Wandels bei der RZ

30. Dezember, 2010 von Christian Lindner

„Relaunch“ – das war das Wort des Jahres bei der Rhein-Zeitung intern. Wir haben unseren Zeitung und unseren Internet-Auftritt tiefgreifend umgestaltet. Einige Vergleichsbilder zeigen den Wandel.

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Drei Jahre Bachelor sind der ZU zuwenig

17. Dezember, 2010 von Christian Lindner

Seit der Bologna-Prozess auch in Deutschland greift, gilt als gesetzt: Das Bachelor-Studium dauert drei Jahre. Viele sind unglücklich damit. Eine private Hochschule – die Zeppelin Universität in Friedrichshafen – reißt die Drei-Jahres-Mauer nun ein: Sie führt in allen vier Studienprogrammen vierjährige Bachelorstudiengänge ein.

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Ein Tweet wie ein Leitartikel

09. September, 2010 von Christian Lindner

Es gibt sie immer noch – die Zeitgenossen, die glauben, in Twitter werde vor allem Belangloses verbreitet. Die Rhein-Zeitung sieht das anders – vielleicht deshalb, weil wir, anders als viele Web2.0-Kritiker, selbst  in Social Media unterwegs sind. Und dabei täglich viele Postings finden, vor denen auch und gerade wir Content-Profis den Hut ziehen.
Schon seit dem [...]

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Mein „Unternehmer des Jahres“

02. September, 2010 von Christian Lindner

Ich bin überzeugt: Jeder Firmengründer ist ein Gewinn für unser Land. Und wenn jemand in einer ganz besonderen Weise für seine Idee brennt, dann ist das einen Sondertitel wert: Ich nominiere hiermit meinen persönlichen “Unternehmer des Jahres”.

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Bloggen und volontieren

19. Juli, 2010 von Christian Lindner

„Blogs contra Journalismus“ oder „Journalisten vs. Blogger“ – wir bei der Rhein-Zeitung halten von diesen Frontstellungen gar nichts. Seitdem wir intensiv in und mit dem Web2.0 arbeiten, seitdem wir uns mit Bloggern aus dem RZ-Land beschäftigen, haben wir gelernt: Gute Blogger und gute Journalisten ergänzen sich perfekt. Und sind letztlich sogar Brüder im Geiste. Wir haben das jetzt mal konsequent zu Ende gedacht. Und reservieren 2011 zwei unserer begehrten Volontärsplätze für Blogger.

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Redaktionsmanager und ihre Spielräume

20. Juni, 2010 von Christian Lindner

„Wir haben zu wenig investigative Recherche“ – diese Klage ist auf Medienkongressen immer wieder zu hören, ist in Branchenblättern immer wieder zu lesen. „Die Verleger“ sind schuld daran, wird diesem Befund meist hinzugefügt, fast nie widersprochen. Doch sind in der Praxis dafür nicht eher „die Chefredakteure“ und andere Redaktionsmanager verantwortlich?

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Deutschlehrer, wir müssen reden

20. Mai, 2010 von Christian Lindner

Deutschlehrer, wir müssen reden. Abiturienten und Studenten, wir auch. Warum? Ihr Deutschlehrer entlasst zu viele Schulabsolventen ins Leben, die die deutsche Sprache nicht beherrschen. Und Ihr Abiturienten und Studenten, Ihr offenbart selbst in Situationen, die über Euren Lebensweg entscheiden, häufig eine inakzeptable Schlampigkeit, zu oft zudem auch eine frustrierende Verzagtheit. Ja, das sind zornige Gedanken eines Entscheiders, der schon zu viele Fehler in Bewerbungen ertragen musste. Aber lasst Sie an Euch ran. Und haltet mir etwas entgegen, was ich verstehe.

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Content-DNA, Akademiker-Futter, Springer-Labor

27. April, 2010 von Christian Lindner

Zeitungsmacher aus ganz Europa sind derzeit in Wien zusammen, um neue Trends auszuloten, die Konzepte ausgezeichneter Zeitungen kennenzulernen und über die Zukunft der Gattung zu orakeln. Meine Eindrücke vom Haupttag – der inhaltlich schwächer als im Vorjahr war, aber immer noch genug Denkstoff bot.

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CDU-Frühling

18. April, 2010 von Christian Lindner

Nach über zwei Jahrzehnten Lähmung durch Streit und Perspektivlosigkeit verspürt die CDU Rheinland-Pfalz plötzlich wieder Frühlingsgefühle. Sie versammelt sich hinter ihrer neuen Hoffnungsträgerin Julia Klöckner. Ihr Nominierungsparteitag in Bingen hat Klarheit geschaffen – für die junge Kandidatin, ihre problembeladene Partei, den glücklosen und bisweilen peinlichen CDU-Landesvorsitzenden Baldauf, die führungsschwache CDU-Fraktion, aber auch für die von Klöckner zeitweise geschockte SPD in Rheinland-Pfalz und den nun durch eine junge Frau herausgeforderten Amtsinhaber Kurt Beck.

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Helmut Kohl: Quecksilber und Blei

03. April, 2010 von Christian Lindner

80 Jahre Helmut Kohl – Anlass genug, über den Mann nachzudenken, der für eine ganze Generation – ob man es nun wollte oder nicht – der prägende deutsche Politiker war. Oft übersehen wird, dass der junge Kohl in Regierung wie CDU gleichsam Quecksilber war – später aber, zuvorderst in der Innenpolitik und in seiner Partei, deutlich eher Blei verkörperte. Anders aber auf internationaler Ebene und erst recht in den deutschen Schicksalsjahren 1989/1990: Damals gab er das Tempo vor, damals verblüffte er alle, die Kohl als Regieführer der Zeitlupe kannten – und verkannten.

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Neustart Nummer Sechs

21. Februar, 2010 von Christian Lindner

Die CDU Rheinland-Pfalz versucht, mal wieder, einen Neustart – den sechsten seit 1988. Erstmals setzt sie dabei auf eine Frau: Die junge Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner soll bei der Landtagswahl 2011 gegen SPD-Klassiker Kurt Beck antreten. Zumindest bei der Einigung ihres bislang eher für Zwietracht als für Union stehenden Landesverbandes hat die 37-Jährige beste Chancen.

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Tichy, Twitter und die Provinz

23. Januar, 2010 von Christian Lindner

Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, hat sich geärgert – weil sein ICE in Limburg (oder war’s Montabaur?) anhielt. Er hat per Twitter verbreitet, dass er das nicht gut fand. Das führte für einen Tag zu einer munteren, teils hitzigen Kontroverse zwischen dem medialen Metropoliten und der Provinz – ausgetragen via Web2.0. Der Zoff mündete aber auch in etwas Realem: Tichy und ich haben ein Streitgespräch über den Sinn und Unsinn regionaler ICE-Haltepunkte angebahnt – eingefädelt und besiegelt via Twitter. Geplanter Ort: Montabaur.

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Mit @Frauenfuss nach Analogien

13. Dezember, 2009 von Christian Lindner

Sie ist einer der populärsten Twitterer in Deutschland: Michaela von Aichberger alias @Frauenfuss – eine Künstlerin aus Erlangen, die in der Web2.0-Szene mit ihren aus der Ferne gezeichneten Portraits von Followern ebenso bekannt wie beliebt geworden ist. Und sie ist ein trefflicher Beleg dafür, dass Twittern Menschen nicht einsam macht, sondern einander näher bringt. Etwa bei den bereits kultig gewordenen Vernissagen von Frauenfuss.

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Von sechs Zeilen zum Dönhoff-Preis

06. Dezember, 2009 von Christian Lindner

Denise Bergfeld (29), Volontärin der Rhein-Zeitung, hat einen bedeutenden Journalistenpreis gewonnen: den Marion-Dönhoff-Förderpreis. Wir freuen uns sehr mit ihr über diese hohe Auszeichnung – auch deshalb, weil ihre preisgekrönte Reportage einem ungewöhnlichen Workshop zur Themenfindung im Rahmen unserer Lehrredaktion entsprang.

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Was Beck so twittern lässt

15. November, 2009 von Christian Lindner

„Beck twittert, und es ist kein Fake“ raunte es vor einigen Tagen im Web2.0. Das stimmt, und es stimmt doch nicht: Der SPD-Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz lässt nämlich meist (?) seine Landesgeschäftsstelle twittern. „Seine“ Kurzmeldungen vom Bundesparteitag der SPD in Dresden zeigen, wie dürr derartiges Funktionärstwittern ist. Julia Klöckner wird’s freuen.

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Auch in Koblenz fiel die Mauer

04. November, 2009 von Christian Lindner

Donnerstag, 9. November 1989 – scheinbar ein ganz normaler Tag im monatelangen Einheitsgewoge. Bis dann Günter Schabowski in Ost-Berlin einen Reise-Erlass vorlas, der noch gar nicht an die Öffentlichkeit sollte. Das bescherte den DDR-Bürgern die Reisefreiheit – und vielen Zeitungsredaktionen einen, sagen wir, herausfordernden Abend. Christian Lindner hatte damals Spätdienst, 30 Jahre jung und ganz allein in der Politik. Er erinnert sich daran, wie die Mauer auch in Koblenz fiel.

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„BEEF!“ fehlt noch der rechte Biss

18. Oktober, 2009 von Christian Lindner

Es gibt eine neue Zeitschrift für die Herren der Schöpfung: „BEEF!“ – ein Magazin „für Männer mit Geschmack“. Für Männer, die gerne kochen – aber zwischen all den Kochzeitschriften kein Heft fanden, das ihnen männlich genug war. Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr versucht jetzt, diese Lücke zu schließen. Doch stillt „BEEF!“ den Hunger von Kerlen, die gerne gemeinsam kochen? An ein paar wenigen Stellen durchaus überzeugend, auf den meisten Seiten aber leider nicht – meint unser Chefredakteur. Der regelmäßig mit Männern kocht.

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„Ich bin Presse“, „Maul zu“, „geh sterben“

19. August, 2009 von Christian Lindner

Auch das ist Web2.0: Ein gewisser Mark alias @JO31DH aus „Nettetal/Germany“ hat über den Großeinsatz der Polizei bei dem blutigen Familiendrama in Schwalmtal berichtet – indem er den örtlichen Polizeifunk abhörte und die Internas der um das Leben bedrohter Menschen ringenden Sicherheitskräfte im Minutentakt twitterte. Kaum wurde das bekannt, setzte eine heftige Debatte darüber im Netz ein. „Ich bin Presse“, bellte Mark seinen Kritikern entgegen. Und ganz unrecht hat der Amateurfunker nicht einmal: Jeder Internetnutzer kann heutzutage senden. Und sich wie Presse fühlen.

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Endlich bietet ein Wahlplakat mal mehr

11. August, 2009 von Christian Lindner

Wer im Büsten-Wahlplakat der Christdemokratin Vera Lengsfeld „Sexismus“ oder „Anmache“ erblickt, der sagt unfreiwillig mehr über sich selbst als über die Kandidatin oder über das Wesen der Politik: Da bricht Verklemmtheit hervor, da regiert Spießigkeit im scheinbar Alternativen und nicht wirklich Toleranten. Die wogende Empörung illustriert auch ungewollt, wie Deutschland immer noch ist: Humor liegt uns nicht, Bierernst und Sittenstrenge können wir immer noch besser.

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Verschwiegen schleicht sich die Krise

30. Juli, 2009 von Christian Lindner

Die Wirtschaftskrise schleicht sich, während Medien, Politik und Verbraucher die reale oder empfundene Krise noch schwarzmalend verlängern. Industrieunternehmen auch im RZ-Land freuen sich intern darüber, dass es wieder aufwärts geht, stellen sogar wieder Arbeitskräfte ein. Doch nicht alle Unternehmen mögen darüber sprechen. Nicht, weil sie den Aufschwung verbergen wollten: Es gibt Firmen, die sich generell bedeckt halten, in schlechten wie in guten Zeiten. Selber schuld – wenn dann die Krise scheinbar weiter grassiert. Und “die Medien” über “die Wirtschaft” immer “nur negativ” berichten.

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Sie sind an ihrer Fußgängerzone selber schuld

20. Juli, 2009 von Christian Lindner

Wachen wir auf. Bestellen wir nicht mehr einfach drauf los im Internet Tragen wir unser Geld wieder bewusst auch dorthin, wohin uns unsere Füße tragen, wenn wir mal gemütlich durch unser Städtchen bummeln wollen. Sonst gibt es diese Stadt in der Form, die wir lieben und erwarten, nicht mehr. Nicht irgendwann, sondern ziemlich bald.

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Traumzeugnisse für Köhler

11. Juli, 2009 von Christian Lindner

Horst Köhler scheint die personifizierte Erfüllung der Eidesformel für den Bundespräsidsenten, die Idealbesetzung für den Posten des Bundespräsidenten zu sein. Findet, empfindet unser Volk. Es ist also doch nicht alles schlecht. Noch nicht einmal in der Politik.

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Ja, ich bin Unterdrücker, bin Zensor

10. Juli, 2009 von Christian Lindner

Ja, ich bekenne mich dazu. Ich bin Journalist, ich mache und verantworte den Inhalt einer Zeitung – und bin damit (auch) ein Unterdrücker, ein Zensor. Und zwar aus Überzeugung. Und mit vollem Bewusstsein. Weil Giften keinem nützt. Aber vielem schadet.

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