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	<description>Die Blogs der Rhein-Zeitung und ihrer Gäste</description>
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		<title>Geiselnahme im Palast &#8211; die Polizei schaut weg</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 09:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexei Makartsev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles im Fluss]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18766'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/4639009022_56b3f68117_b-300x225.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Jeder kennt die "King's Speech" - aber haben Sie schon von der "Queen's Speech" gehört? Sie ist gleichzeitig eine prunkvolle Show, eine antiquierte Tradition und das wichtigste Ereignis in der Arbeit des britischen Parlaments. Heute ist es wieder soweit: Es wird eine Geiselnahme geben, die Yeomen werden nach Fässern mit Sprengstoff im Westminster-Palast suchen, die Abgeordneten werden den Boten der Königin beleidigen und sich über den Staatsoberhaupt lustig machen. Wie immer hat Elizabeth II. nichts dagegen... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/4639009022_56b3f68117_b.jpg" rel="lightbox[18766]"><img class="alignnone size-medium wp-image-18769" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/4639009022_56b3f68117_b-300x225.jpg" alt="4639009022_56b3f68117_b" width="300" height="225" /></a></p>
<p><strong>Queen&#8217;s Speech im Westminster-Parlament. Foto: PA/Downing Street 10</strong></p>
<p>Jeder kennt die &#8220;King&#8217;s Speech&#8221; &#8211; aber haben Sie schon von der &#8220;Queen&#8217;s Speech&#8221; gehört? Sie ist gleichzeitig eine prunkvolle Show, eine antiquierte Tradition und das wichtigste regelmäßige Ereignis in der Arbeit des Westminster-Parlaments. Heute ist es wieder soweit: Die &#8220;diamantene Königin&#8221; wird in Kürze die britischen Parlamentarier zusammentrommeln, um ihnen zu verkünden, was sie zu tun haben. Nicht weil es Elizabeth II. selbst so will, sie ist in diesem Fall nur ein &#8220;Sprachrohr&#8221;des Premiers David Cameron und dessen konservativ-liberalen Koalition. Während ich gerade auf die Queen warte, die sich schön macht, will ich hier von einem meiner Lieblingsrituale in England erzählen.</p>
<p>Einmal im Jahr gibt es in London eine Geiselnahme, die den Scotland Yard völlig kalt lässt. Auch heute gab es keine Ausnahme von dieser Regel. Wie immer wurde ein Abgeordneter in den Morgenstunden entführt – ausgerechnet in den Buckingham-Palast. Gemäß einem alten Brauch muss eine „Geisel“ im Palast während der Thronrede der Queen festgehalten werden – für den unvorstellbaren Fall, dass die Monarchin selbst entführt wird. Sie ist voller skurriler Rituale, die Verkündung des Programms der Regierung durch die gekrönte Elisabeth II. mit roter Schleppe. So veraltet sie wirkt, die Briten haltern an ihrer Tradition fest, weil sie sich derer Wichtigkeit bewusst sind. Und natürlich weil sie Spaß daran haben.</p>
<p>Die seit 1536 gehaltene und in den letzten Jahrzehnten live übetragene <a href="http://www.parliament.uk/about/how/occasions/stateopening/">Thronrede</a> ist einer der politischen Höhepunkte jedes Jahres in Großbritannien. Der große Tag beginnt stets mit der Inspektion der Parlamentskeller durch die „Yeoman Warders of Her Majesty’s Royal Palace“. Die Männer in den rotgoldenen Paradeuniformen suchen formhalber nach Fässern mit Sprengstoff oder sonstigen bösen Überraschungen für die Queen. Dies ist Vorschrift seit dem missglückten Versuch des Katholiken Guy Fawkes, 1605 das Parlament samt des protestantischen Königs James I in die Luft zu jagen.</p>
<p>Unterdessen machen sich die Regalien der Macht, darunter die 1,3 Kilogramm schwere Krone mit dem 317-karätigen Diamanten „Cullinan II“, auf den Weg vom Tower ins Parlament. Sie fahren mit der Kusche in Begleitung der Kavallerie. Auch die Queen und Prinz Philip nehmen ein vier PS starkes Gefährt für die Spazierfahrt durch die Pall Mall und die Whitehall. Das Volk winkt, die Kapelle spielt die Staatshymne. Als die Monarchin das Parlament betritt, ballern die Kanonen los und die königliche Flagge wird über dem Victoria Tower gehisst. Wenig später schreitet die uniformierte Elisabeth II zu ihrem Thron im House of Lords. Auf ein Zeichen hin geht der <a href="http://www.parliament.uk/about/mps-and-lords/principal/black-rod/">Gentleman Usher of the Black Rod</a> zum Unterhaus am anderen Ende des Gebäudes, wo dem Boten der Queen die Türen vor der Nase zugeschlagen werden. Es ist ein symbolischer Akt, der unter anderem die hart erkämpfte politische Unabhängigkeit der „Gemeinen“ von dem Monarch unterstreicht. Die Queen selbst darf das House of Commons niemals betreten. Kein britischer Monarch hat es jemals getan seit 1642.</p>
<p>Mit todernster Miene klopft der Gesandte energisch dreimal bei den Commons an. Die Besucher des Parlaments können das abgewetzte Holz an jener Stelle bewundern, wo der schwarze Amtsstab seit Jahren die dicke Holztür trifft. Dann darf der Bote herein. Elizabeth II. „befehle“ allen, sofort in der Oberkammer zu erscheinen, sagt er mit einer Verbeugung. Aber niemand rennt los – es gehört zum Ritual, dass die Abgeordneten in aller Ruhe und mit gespielter Gleichgültigkeit zum Saal mit den roten Ledersitzen schlendern. Ebenso wichtig: Vorher muss immer ein Spaßvogel im Sitzungssaal eine (nicht allzu spitze) Bemerkung über die Einladung von Ihrer Majestät loswerden. Das wird die einzige Gelegenheit sein, bei der die britsichen Politiker öffentlich über die Queen lachen dürfen.</p>
<p>Die Lords dürfen der Queen im Sitzen zuhören. Dagegen werden die Regierungsmitglieder und alle anderen Politiker während der Thronrede respektvoll stehen. Vor allem der Premier dürfte den Text auswendig kennen, schließlich wurde das Manuskript in der Downing Street geschrieben. Ob Cameron gähnen wird? Die Monarchin verliest das Programm „ihrer Regierung“ monoton und ohne jegliche Gefühlsregung, um die eigene Neutralität zu betonen. Einen Beifall gibt es nicht. Die Rede endet immer mit den Worten: &#8220;&#8230;Sie werden noch von anderen Vorhaben hören&#8221;. Das gibt dem jeweiligen Premier die nötige Flexibilität, um bei Bedarf zusätzliche Gesetze im Parlament einzubringen.</p>
<p>Zum Schluss darf Elizabeth II. das wichtigste Dokument des Jahres nicht als Andenken behalten – mit einem Kniefall holt sich der Lord Chancellor von der Queen den Text zurück. Eine der spannendsten Fragen dieses Tages ist, ob der Regierungsbeamte im Rückwärtsgang mit Verbeugung vor dem Staatsoberhaupt die Treppe zum Thron herunterpurzeln wird oder nicht. Als Korrespondent wünsche ich mir heimlich jedes Jahr, dass es passiert &#8211; dies wäre der perfekte Schluss eines jeden Berichtes. Vielleicht werden wir ja heute etwas zu lachen haben&#8230;</p>
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		<title>Trailer des Tages: &#8220;50/50&#8243;</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 11:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18743'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/50750-211x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Eine Komödie über Krebs - Muss das sein? Muss nicht, kann aber. Heutzutage ist diese Krankheit so allgegenwärtig, dass sie schon lange in Filme Einzug erhalten hat. Überall taucht sie auf, als Zerreißprobe für Familien, als Erklärung für Lebensläufe, als Tränendrüsendrücker. Da finde ich es schon tröstlich, dass mit "50/50 - Freunde fürs (Über)Leben" jemand mal einen Film macht, bei dem die Krankheit mit Humor behandelt wird ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/50750-211x300.jpg" alt="50750" width="211" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18747" />
<p style="margin-bottom:12px"> Eine Komödie über Krebs &#8211; Warum nicht? Heutzutage ist diese Krankheit so allgegenwärtig, dass sie schon lange in Filme Einzug erhalten hat. Ich glaube fast, dass in jedem dritten Film, den ich mir anschaue, irgendjemand irgendeine Form von Krebs hat. Mütter, Väter, Kinder &#8211; immer wieder wird ihr Leiden in Filmen breitgetreten, werden Familien auf die Probe gestellt, werden Todesfälle und Lebensläufe erklärt. Fast möchte ich von einer Krebs-Plage in der Filmindustrie sprechen. Da finde ich es schon tröstlich, dass mit &#8220;50/50 &#8211; Freunde fürs (Über)Leben&#8221; jemand mal einen Film macht, bei dem die Krankheit mit Humor behandelt wird. Insbesondere, da der Drehbuchautor selbst mit Krebs zu kämpfen hatte, und einige der absurden Situationen im Film autobiografisch sind. So schlimm alles auch sein mag &#8211; manchmal ist Lachen eben doch die beste Medizin.</p>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Inhalt:</strong><br />
Arztbesuche werden gerne mal herausgeschoben. Doch irgendwann sind die Rückenschmerzen von Adam einfach zu lästig. Nach der Untersuchung erhält er eine unerwartete Diagnose: an seiner Wirbelsäule wächst ein riesiger Tumor. Bei der seltenen Krebsform, an der er leidet, stehen die Überlebenschancen bei 50/50. Plötzlich ist nichts mehr wie es vorher war, sein Leben besteht nun nicht aus hippen Partys und Cocktails schlürfen, sondern aus Wartezimmern, Arzt-Terminen und Chemo-Therapien. Seine glorreichen Zukunftspläne als Radioproduzent schrumpfen auf ein einziges Ziel: Überleben. Dabei sind ihm Familie und Freunde manchmal mehr Hindernis als Stütze und auch seine Therapeutin stellt sich als nervöser heraus als ihr Patient, denn Adam ist gerade erst mal ihr dritter Fall.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Bekannte Schauspieler:</strong><br />
- <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seth_Rogen">Seth Rogen </a>(Beim ersten Mal; Superbad; Green Hornet)<br />
- <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Gordon-Levitt">Joseph Gordon-Levitt</a> (Inception; (500) Days of Summer)<br />
- <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Kendrick">Anna Kendrick</a> (Twilight-Reihe; Up in the air)
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Filmseite</strong>: <a href="http://www.50-50-film.de/">www.50-50-film.de</a>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Filmstart in Deutschland:</strong> <em>3. Mai 2012</em><br />
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		<title>Noch viel weniger als &#8220;nicht alles&#8221; ist bei Instagram erwünscht</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 22:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18735'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/3b545d988c6f11e181bd12313817987b_7-150x150.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Einerseits darf man im Netz alles veröffentlichen, was gegen keine Gesetze verstößt. Andererseits darf man das in einer Art fremdem Hoheitsbereich nur insoweit, wie es dem Serverbetreiber behagt. Und so ist auch die Bilderplattform Instagram mit manchen Beschränkungen von gewisser Erstaunlichkeit versehen.
Wer bei Instagram Bilder veröffentlicht, darf schon per Gesetz nicht einfach alles veröffentlichen: kopierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18738" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/3b545d988c6f11e181bd12313817987b_7.jpg" rel="lightbox[18735]"><img class="size-thumbnail wp-image-18738" title="Mit einem Filter überarbeitetes Bild von der Loreley auf den Rhein: Instagram erlaubt allerlei Stichworte zu dieser Aufnahme wie #lorelei #rhein #rhine und #shockmypic. Andere Hashtags wie #iphone und #photography sind dagegen unerwünscht." src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/3b545d988c6f11e181bd12313817987b_7-150x150.jpg" alt="Mit einem Filter überarbeitetes Bild von der Loreley auf den Rhein: Instagram erlaubt allerlei Stichworte zu dieser Aufnahme wie #lorelei #rhein #rhine und #shockmypic. Andere Hashtags wie #iphone und #photography sind dagegen unerwünscht." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Mit einem Filter überarbeitetes Bild von der Loreley auf den Rhein: Instagram erlaubt allerlei Stichwörter zu dieser Aufnahme wie #lorelei #rhein, #rhine und #shockmypic. Andere Hashtags wie #iphone und #photography sind dagegen unerwünscht.</p></div>
<p>Einerseits darf man im Netz alles veröffentlichen, was gegen keine Gesetze verstößt. Andererseits darf man das in einer Art fremdem Hoheitsbereich nur insoweit, wie es dem Serverbetreiber behagt. Und so ist auch die Bilderplattform Instagram mit manchen Beschränkungen von gewisser Erstaunlichkeit versehen.</p>
<p><span id="more-18735"></span>Wer bei Instagram Bilder veröffentlicht, darf schon per Gesetz nicht einfach alles veröffentlichen: kopierte Aufnahmen anderer Fotografen beispielsweise (weil sie gegen Verwertungsrechte verstoßen dürften), Fotos von Leuten auf Privatveranstaltungen, die der Veröffentlichung nicht zustimmen (weil sie Persönlichkeitsrechte verletzen), Bilder mit Texten übler Nachrede, Holocaustleugnung.</p>
<p>So weit, so erprobt. Viele facebookerfahrenen Internetnutzer haben diese Dinge in den letzten Jahren ungefähr eine Zehntelsekunde nach dem Einstieg ins Facebook-Internet gelernt. Was man da frisch aus dem Handy auf irgendeiner Plattform ins Netz stellt, ist irgendwie zumindest Öffentlichkeit &#8211; und sobald auch nur einer der anfangs wenigen Leser mit dem Finger darauf zeigt, wird aus der Irgendwie-Öffentlichkeit eine Bild-Zeitung-Öffentlichkeit oder ein Shitstörmchen. Die vor ein paar Jahren berüchtigt gewordenen &#8220;Partyfotos bei Facebook&#8221; lebten denn auch nur einen Sommer oder zwei vor drei oder vier Jahren. Von immer mal wieder wenigen Unfällen abgesehen, sind diese Bilder heute aus einer anderen Zeit und tauchen nur noch dann auf, wenn jemand mit Interesse an der Öffentlichkeit bestimmter Bilder diese Aufnahmen verbreitet. Oder einen Artikel über die Millionen Personalchefs vorhat, die angeblich zunächst das Facebookprofil ihrer Bewerber checken.</p>
<p><strong>Von dadaesk bis <em>Food for Thought</em>: Bilder und Bildchen</strong></p>
<p>Interessant wird das Phänomen ungewünschter und unauffindbarer Bilder bei der Fotoplattform Instagram aber in einem wichtigen Punkt. Dort haben die Nutzer den Dienst zu einem Hort manchmal künstlerischer Postkartenbilder gemacht. Partybilder finden dort selten statt, und wenn doch, sind es entweder verhuschte Flaschenaufnahmen mit dem Zusatz #nofilter oder dadaeske Farbtests der Unschärfeeigenschaften der iPhone-Kamera. Diese Bilder muss man sich nicht unbedingt anschauen, man kann es aber, wenn jemand aus dem persönlichen Following-Bereich diese Aufnahmen verbreitet. Gehen Sie weiter, hier passiert gerade nichts. Von Ihrer Zeitvergeudung abgesehen. Die Goldschätze und fotografischen oder nachbearbeiteten Meisterwerke mit viel <em>Food for Thought</em> finden sich, wenn man den richtigen Leuten folgt; oder wenn man sich lange mit den Followings enthusiastischer Instagram-Leute beschäftigt; oder: wenn man sich auf die vermutlich bald kühnste Erfindung der Neuzeit einlässt: die verhashtagten Hashtags. (Darauf wird später zu kommen sein.)</p>
<p>Eine große Öffentlichkeit möchte der Betreiber den banalsten unter den banalen Aufnahmen aber nicht geben. Er möchte auch, dass wir dort unsere Zeit nicht vergeuden, sondern nur auf interessante Aufnahmen stoßen. Das wird umso schwieriger, weil nur die wenigsten Künstler in der Lage sind, ihre Bilder als <a href="http://www.rheinstagram.de/tag/banal">banal</a> zu markieren, und wenn doch, sind es merkwürdigerweise Brasilianer.</p>
<p><strong>Instagram verlagert die Grenzen des guten Geschmacks</strong></p>
<p>Und so hat Instagram <em>Stoppwörter</em> in seine Bilderplattform eingebaut &#8211; Stoppwörter, die weit über die Grenzen des Unerlaubten hinausreichen. Es sind offenbar Wörter von Tragweite und gleichzeitig starker Verbreitung. Die Grenzen des Unerlaubten werden damit auch nicht nach unten erweitert, also ins <em>unermesslich </em>Unerlaubte, sondern nach oben in eine <em>Grenze des guten Geschmacks</em> &#8211; aus Sicht der Betreiber von Instagram.</p>
<p>Die Liste dieser Wörter ist nach meiner Kenntnis bisher nicht veröffentlicht. Sie offenbart sich jedem, der in Instagram danach sucht, etwa nach dem Hashtag <em>#sex</em>. Das englische Wort für <em>Sex (lateinisch: not available) </em>zählt zu den unerwünschten, und so ist <a href="http://www.rheinstagram.de/tag/sex">kein Bild</a> zu diesem Trendthema auffindbar. &#8220;Gut&#8221;, raunzt der Familienvater, &#8220;Instagram ist ja eine Familienplattform&#8221;; das kann schon <em>richtig </em>sein, anders als Tumblr <em>nicht alles</em> zu zeigen. Und so zählen die Instagram-Leute noch ein paar einschlägige Begriffe mehr zu dieser <em>Nicht-alles</em>-Liste:</p>
<ul>
<li><em>nude, booty, sexy, horny, dick, ass, naked, boobs &#8211; </em>um nur die wichtigsten zu nennen, die ich beim Programmieren der Google-Auffindbarkeit unseres Fotodienstes <a href="http://www.rheinstagram.de">Rheinstagr.am</a> kennengelernt habe. Wer auch immer diese Begriffe in den Beitexten zu seinen Bildern aufschreibt, wird über die anschließend verlinkten Hashtags keine weiteren Bilder der Sorte finden.</li>
</ul>
<p><strong>Die Lehre des guten Geschmacks geht weiter:</strong></p>
<ul>
<li> <em>ig, instagram, popular, popularpage</em> sind bei Verwendung als <em>Hashtag </em>für ein Bild aus Sicht von Instagram offenbar Begriffe bedrückender, zu verhindernder Schlichtheit beim Angeber und insofern als Stoppwort markiert (anders als zum Beispiel <em>popularpages, popularphoto, popularnow</em>)</li>
<li><em>thinspiration</em> ist der Versuch von Instagram, einem Schönheitsideal krankhaft dürrer Menschen zu <a href="http://blog.instagram.com/post/21454597658/instagrams-new-guidelines-against-self-harm-images">widersprechen</a> und aus diesem Grund gesperrt</li>
<li><em>iphone4, iphone4s</em> und <em>iPhone </em>schließlich sind Stoppwörter, die kein Mensch bei Instagram verwenden sollte. Das iPhone ist für die Macher von Instagram das banalste aller Wörter, es ist in allen Abwandlungen und Nuancen unauffindbar. Obwohl es Hunderttausende von Menschen verwenden, um ihre Bilder zu kennzeichnen, wird vermutlich niemals jemand alle diese Bilder auffindbar machen. Instagram verhindert die Verschlagwortung solcher gekennzeichneten Bilder.</li>
</ul>
<p>Damit entlarvt das US-Unternehmen einen Teil seiner strategischen Psychologie: Es geht darum, neben niederen Instinkten und Banalitäten das zunächst Wichtigste und am Ende, bei Vorliegen der Aufnahme, Unwichtigste auszublenden: die Technik. Ein Foto allein um der Möglichkeit des Fotos willen zählt nicht. Was zählt, sind wertzuschätzende Bilder mit dem, was sie zeigen. Das verwendete Gerät dafür, das vielen so wichtig erscheint, ist nachrangig.</p>
<p>Dazu passt, dass man auf der Fotosammelstelle zwar nach Millionen von Bildern suchen darf, nicht aber nach so banalen, schlichten, vielleicht gar krankhaften Dingen wie <em>Photography</em>.</p>
<p>Dieses Wort, wesentliche Umschreibung der Kulturtechnik eines 1 Milliarde Dollar teuren Unternehmens im Jahr 2012, ist ebenfalls gesperrt. Als wollten sie uns sagen: etwas genauer, bitte, das kann jeder. Und: Gib Dir mehr Mühe! Der <em>Hashtag</em>, wichtigster Spross in einer Reihe der wesentlichen Erfindungen des 21. Jahrhunderts, bekommt so eine zusätzliche Bedeutung.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze, Redakteur Rhein-Zeitung</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/3c5181f09e244cd289f39c4f1493b59c" width="1" height="1" alt=""></p>
<p><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fblog.rhein-zeitung.de/?p=18735&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:100%; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
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		<title>Mallorca am Moselufer</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 12:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Lampert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18716'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/2012-04-30_121819-300x168.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Der Statt-Strand hat die Liegestühle wieder zurechtgerückt und sorgt für Urlaubsfeeling in Koblenz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18719" class="wp-caption alignright" style="width: 241px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/2012-04-30_121819.jpg" rel="lightbox[18716]"><img class="size-medium wp-image-18719   " src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/05/2012-04-30_121819-300x168.jpg" alt="2012-04-30_121819" width="231" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Super Arbeitsplatz!</p></div>
<p>Endlich!</p>
<p>Der <strong>Statt-Strand</strong> in Koblenz hat wieder geöffnet. Im Liegestuhl unter Palmen oder Sonnenschirm faulenzen, die Mosel plätschern hören, die Füße im Sand, in der Hand einen Cocktail &#8230;</p>
<p>Schade, dass sich das im nächsten Monat nicht mit Fußballgucken verbinden lässt: Am Moselufer wird es zur EM nämlich <strong>kein Public Viewing</strong> auf der Großbildleinwand geben.</p>
<p>Trotzdem: Im Sommer ist und bleibt der Strand nach Feierabend und am Wochenende <strong>mein absoluter Lieblingsplatz</strong> &#8211; und nicht nur meiner:</p>
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		<title>Zwei Liebesakte und ein Todesfall</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 18:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zac Efron]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18696'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/the_lucky_one_2012_warner_bros_ent_-211x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Wer sich auch wie ich fragt, wie viele Bücher Nicolas Sparks eigentlich geschrieben hat, die man zu schmalzig-romantisch-übertrieben-dramatischen Werken verfilmen kann, dem sei gesagt: Es sind mindestens 17. Sieben davon haben es bereits auf die Leinwand geschafft. Seit gestern können wir auch den 2008 erschienenen Roman „The Lucky One“ im Kino bestaunen, betrauern, belachen, wie auch immer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/the_lucky_one_2012_warner_bros_ent_-211x300.jpg" alt="the_lucky_one_2012_warner_bros_ent_" width="211" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18697" />
<p style="margin-bottom:12px">Wer sich auch wie ich fragt, wie viele Bücher Nicolas Sparks eigentlich geschrieben hat, die man zu schmalzig-romantisch-übertrieben-dramatischen Werken verfilmen kann, dem sei gesagt: Es sind mindestens 17. Sieben davon haben es bereits auf die Leinwand geschafft. Seit gestern können wir auch den 2008 erschienenen Roman „The Lucky One“ im Kino bestaunen, betrauern, belachen, wie auch immer. Bis auf das Setting in einem Hundehotel hat der Film wenig Neues zu bieten und liefert stattdessen Sparks-Standard: Zwei Liebesakte und einen Todesfall.
<p style="margin-bottom:12px">„Für immer der deine“, wie die Übersetzung von „The Lucky One“ heißt, handelt von dem jungen Soldaten Logan, der auf einem seiner Einsätze im Nahen Osten das Foto einer blonden Frau findet – das fortan sein Glücksbringer wird. Nachdem er seinen besten Freund im Krieg verloren hat, kehrt er traumatisiert in die Staaten zurück und schwört sich selbst, die Frau zu finden, die sein Leben gerettet hat. Als er sie schließlich findet, schafft er es nicht, ihr den wahren Grund seiner Reise mitzuteilen, sondern fängt stattdessen als Aushilfe in ihrem Hunde-Hotel an.
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/The-Lucky-One-Still-Trailer-300x224.jpg" alt="Der Glücksbringer" width="300" height="224" class="alignright size-medium wp-image-18702" /></p>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Lügen haben langweilige Beine</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Eine Geschichte, die mit einem Missverständnis beginnt, ist immer eine unbefriedigende Geschichte. Der Zuschauer weiß zwar noch nicht, auf welchen Umwegen er sich der dramatischen Enthüllung nähert, doch eins ist klar: Der Betroffene verstrickt sich in Lügen oder Ungereimtheiten, er versucht vergeblich sein Geheimnis zu bewahren und am Ende kommt es doch heraus. Im Falle einer Liebesgeschichte ist das dann immer mit vielen, größtenteils schwer nachvollziehbaren, Vorwürfen verbunden, mit Tränen, mit Geschrei und einer vorläufigen Trennung.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Kinder und Hunde</strong>
<p style="margin-bottom:12px">„The Lucky one“ hat keine herausragende oder besonders rührende Geschichte zu bieten, dafür kommt Sparks dem Leitspruch der Medienwelt „Kinder und Tiere gehen immer“ nach.<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Soldat-und-Hundefrau-The-Lucky-One-Oelige-Nicholas-Sparks-Verfilmung1_image_630_420f_wn-300x200.jpg" alt="Soldat-und-Hundefrau-The-Lucky-One-Oelige-Nicholas-Sparks-Verfilmung1_image_630_420f_wn" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-18705" /> Ein Hof voller Hunde, die trotzig das Training verweigern, glücklich durch den Bach springen und brav neben Logan dahertrotten. Dazu kommt der süße, außergewöhnlich intelligente Sohn seiner Angebeteten, mit dem er Schach spielt und musiziert. Idylle pur. Wenn da nicht der eifersüchtige Ex-Ehemann und Vater des Kindes wäre, der Liebes- und Lebensglück bedroht.
<p style="margin-bottom:12px">Wenn der böse Ex nicht wäre, dann könnte die Geschichte einfach so dahinplätschern, der Zuschauer könnte sich an der Landschaft erfreuen und sich von den heißen Küssen, dem Gefummel und nassem Liebesspiel mitreißen lassen, das Zac Efron alias Logan mit seiner Filmpartnerin vollzieht, aber nein – wir müssen durch die Ungereimtheiten und Unverständlichkeiten der Geschichte durch. Ein anstrengendes und wenig beglückendes Unterfangen.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Abschließendes Urteil:</strong><br />
Schöne Bilder, einige gute Kameraeinstellungen, sexy Hauptdarsteller – dafür aber wenig Inhalt, eine unbefriedigende Geschichte und kaum Szenen, die einen wirklich berühren. Während ich bei früheren Sparks Verfilmungen doch mal die ein oder andere Träne verdrücken musste, blieben diesmal beide Augen trocken. „The Lucky one &#8211; Für immer der Deine“ ist ein Film, den man nicht umbedingt gesehen haben muss und der zu Hause vor dem Fernseher mit ein paar guten Freundinnen und ein paar Gläsern Sekt bestimmt mehr Spaß macht.
<p>
<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Bewertung-Füidedei.jpg" alt="Bewertung Füidedei" width="548" height="358" class="aligncenter size-full wp-image-18699" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trailer des Tages: &#8220;Step up &#8211; Revolution&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 11:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
				<category><![CDATA[Großes Kino!]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18678'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/step_up_revolution-Poster-202x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>"Weil ich ein Määäädchen bin ..." - vielleicht liegt es daran, dass Tanzfilme zu meinem Lieblings-Kinomaterial gehören, vielleicht auch daran, dass Tanz etwas so Vielfältiges ist, das es in allen Kulturen gibt und Menschen jeden Alters verbindet, und fasziniert. Auf jeden Fall sind Filme wie "Black Swan", "Save the last dance" und "Burlesque" extrem ästhetisch. Darum freue ich mich, dass meine Lieblings-Tanzreihe ein neues Mitglied bekommen hat. "Step Up 4" läuft unter dem Titel "Revolution" im Sommer bei uns an ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/step_up_revolution-Poster-202x300.jpg" alt="step_up_revolution-Poster" width="202" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18681" />
<p style="margin-bottom:12px">&#8220;Weil ich ein Määäädchen bin &#8230;&#8221; &#8211; vielleicht liegt es daran, dass Tanzfilme zu meinem Lieblings-Kinomaterial gehören, vielleicht auch daran, dass Tanz etwas so Vielfältiges ist, das es in allen Kulturen gibt und Menschen jeden Alters verbindet, und fasziniert. Auf jeden Fall sind Filme wie &#8220;Black Swan&#8221;, &#8220;Save the last dance&#8221; und &#8220;Burlesque&#8221; extrem ästhetisch. Durchtrainierte halb nackte Körper, die sich in atemberaubendem Tempo und in Posen verdrehen, die kaum möglich erscheinen. Dazu fetzige Musik, viel Bass, oder leise Klänge, die unter die Haut gehen. Deshalb freue ich mich, dass meine Lieblings-Tanzreihe ein neues Mitglied bekommen hat. &#8220;Step Up 4&#8243; läuft unter dem Titel &#8220;Revolution&#8221; im Sommer bei uns an &#8230;
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Inhalt:</strong><br />
Der vierte Teil von &#8220;Step Up&#8221; spielt im heißen Miami, wo die junge Emily ihren Traum eine professionelle Tänzerin zu werden, verwirklichen will. Um ihr Ziel zu erreichen, tritt sie einer Tanzgruppe bei, die mit organisierten Flashmobs regelmäßig für Schlagzeilen sorgt. Bald verliebt sie sich in den Anführer der Tanzgruppe und die Gruppe, die bei einem Tanzwettbewerb einen großen Sponsorenvertrag gewinnen will, wird mehr für sie als nur ein Karriere-Sprungbrett. Ihr Engagement wird allerdings zur Zerreißprobe, als Emilys einflussreicher Vater mit einem Bauprojekt die Nachbarschaft der Tänzer bedroht. Die Tanzmobs werden zu einer Protestbewegung, wobei Emily ordentlich mitmischt.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Bekannte Schauspieler:</strong><br />
Mit dem Wechsel des Standorts wurde auch wieder der Cast von &#8220;Step Up&#8221; ausgetauscht. Die Hauptrollen übernehmen:<br />
- <a href="http://www.kathryn-mccormick.com/">Kathryn McCormick</a> (Fame)<br />
- <a href="http://www.imdb.de/name/nm4554428/">Ryan Guzman</a>
<p style="margin-bottom:12px">Einige bekannte Gesichter aus früheren Filmen sind allerdings auch diesmal dabei, unter anderem:<br />
- <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_G._Sevani">Adam G. Sevani </a>(Step Up to the streets; Step Up 3D)<br />
- <a href="http://www.imdb.de/name/nm2491666/">Chadd Smith</a> (Step Up 3D, Fantastic Movie)
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Kinostart in Deutschland: </strong><em>9. August 2012</em><br />
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		<item>
		<title>Kann man den Troll &#8220;@DiePechmarie_JK&#8221; durch geschickte Analyse entlarven?</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18669</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 01:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 15 Jahren Internet habe ich immer wieder aufs Neue die Menschenspezie der Trolle kennengelernt. Sie kommentierten aus der Anonymität heraus Artikel und Sachverhalte durchweg destruktiv, begründen dazu Dutzende und manchmal sogar Hunderte von Accounts, verunglimpfen jede sachliche Debatte und Personen. Don&#8217;t feed the trolls ist ein geflügeltes Wort für den Umgang mit solchen Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren Internet habe ich immer wieder aufs Neue die Menschenspezie der <em>Trolle</em> kennengelernt. Sie kommentierten aus der Anonymität heraus Artikel und Sachverhalte durchweg destruktiv, begründen dazu Dutzende und manchmal sogar Hunderte von Accounts, verunglimpfen jede sachliche Debatte und Personen. <em>Don&#8217;t feed the trolls</em> ist ein geflügeltes Wort für den Umgang mit solchen Menschen geworden. Doch einen neuen Troll finde ich interessant.<span id="more-18669"></span></p>
<p>So interessant, dass ich ihn hier beim Namen nenne. Die Rede ist von @DiePechmarie_JK. Ein schlicht bösartiger Mensch, den ich noch nicht kenne, hat diesen Account bei Twitter begründet, um eine Politikerin zu beschädigen. Dieser Mensch, er oder sie, verwendet dazu ein bösartig ausgesuchtes Foto seines Opfers, und er verbreitet darunter hämische Kommentare. Ich möchte die Beiträge hier nicht zitieren, manche Beiträge sind banal und einfach blöd, eigentlich ist das alles kaum der Rede wert. Doch gerät dieser Fake-Account ins Interesse vieler Interessierter: Er folgt einfach vielen Menschen, auch aus dieser Redaktion. Und fast jeder guckt nach: Wer ist das denn?</p>
<p>Man weiß nicht, wer das ist. @DiePechmarie_JK schreibt wirres, aber von Intelligenz gespeistes Zeug. Seiner Following-Liste zufolge weiß der Mensch dahinter sehr genau, wer in Twitter-Deutschland und speziell Rheinland-Pfalz im besonderen Medium Twitter aktiv ist. Der anonyme Mensch dahinter verunglimpft die Landespolitikerin Julia Klöckner. Dahinter steckt möglicherweise der politische Gegner, ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass dieser Troll bei allen, die er kurzzeitig via Twitter anspricht, ein Thema ist. Nicht jeder kommt damit klar, sondern verbreitet einzelne Tweets weiter &#8211; und verhilft ihm damit zu seiner gewünschten Öffentlichkeit. Auch ich mach das durch meinen Blogbeitrag. Aber ich habe einen <em>Twist in the tail. </em>Der geht wie folgt:</p>
<p><strong>Könnte man nicht mit den Mitteln des Internets den Urheber dieses Accounts, den Troll dahinter, ausfindig machen?</strong></p>
<p>Ich glaube inzwischen, je mehr ich mich damit beschäftige: Man könnte, und das nicht nur mit den Mitteln der Polizei. Sondern mit Logik. <strong>Und mit der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten.</strong></p>
<p><strong>Der klassische Weg wäre, </strong>mit der Kraft der Ermittlungsbehörden die E-Mail-Adresse des Fake-Account-Nutzers bei Twitter in den USA abzufragen und dann über den genutzten E-Mail-Provider a) die Nutzerdaten und anschließend b) bei vermutlich anonym eingerichteter Mailadresse die IP-Adressen des E-Mail-Inhabers abzufragen &#8211; um dann im nächsten Schritt diese IP-Adressen bei den Internet-Providern mit Nutzungszeitpunkten abzugleichen.</p>
<p>Im internationalen Netzgeschäft ist das vermutlich viel zu aufwendig für eine solche Trollbagatelle. Schließlich geht  davon etwas (im großen Maßstab) nicht ganz so Schlimmes, lediglich für die Betroffene Verletzendes aus. In der Praxis dürfte sich die Betroffene darüber kurz ärgern und dann einen Mitarbeiter darum bitten, bei Twitter dagegen vorzugehen. So geschehen bereits bei einem ähnlichen Account mit dem Duktus &#8220;Pechmarie&#8221;.</p>
<p><strong>Der zweite Weg wäre,</strong> sämtliche Leser dieses Ihnen hier gerade angezeigten Blogbeitrags unter Generalverdacht zu stellen und IP-Adressen der Leser dieses Textes zu speichern. Der Urheber des Bös-Accounts ist mit Sicherheit dabei, denn er hat ein Interesse daran, Öffentlichkeit zu bekommen. Die bekommt er durch meinen Beitrag hier.  (Hallo, Wicht.)</p>
<p>Doch widerspricht das dem berechtigten Datenschutzgedanken in Deutschland. Wir bei der Rhein-Zeitung speichern keine  IP-Adressen unserer Leser, weil das personenbezogene Daten sind. Verlockend für eine solche Ermittlung in diesem Fall wäre das schon, IP-Adressen zu speichern; der Schaden für die paar tausend &#8220;unschuldigen&#8221; Leser einzelner Artikel wäre gering. Aber er wäre da. Und aus grundsätzlichen Erwägungen gegen einen alles nachkontrollierbaren Überwachungsstaat machen wir (wie im Grunde alle anderen seriösen Medien) das nicht.</p>
<p>Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob wir bei gravierenden Straftaten wie Mord ein solches Indizinstrument wie &#8220;hat den Artikel gelesen&#8221; nicht bald anwenden müssten. Denn der Schaden für harmlose Leser, durch bloßes Lesen auf eine Liste Verdächtiger zu geraten, ist so groß nicht, wenn er das zusammen mit zigtausend anderen Lesern wird. Bei einem Mord wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auch der Mörder die Artikel über den Fall lesen. Es gilt abzuwägen.</p>
<p><strong>Der dritte Weg, über den ich hier spreche, wäre auch ohne Behördenkraft möglich:</strong> mit den Mitteln des Internets und den öffentlich zugänglichen Informationen den Urheber dieser fiesen Volte ausfindig zu machen. Es geht nicht um Mord, aber um Beleidigung und übler Nachrede. Und das geht so.</p>
<p>Man bilde verschiedene Wahrscheinlichkeiten: Indizien. Der Account @DiePechmarie_JK hat diverse Dinge über sich verraten:</p>
<ul>
<li>Es erscheint <em>äußerst wahrscheinlich</em>, dass der Urheber bei Twitter aktiv ist und seinem Stalking-Opfer <em>folgt</em></li>
<li>Falls er seinem Opfer nicht folgt, ist es <em>sehr wahrscheinlich</em>, dass er ihm vor Kurzem <em>entfolgt </em>ist</li>
<li>Er folgt <em>sehr wahrscheinlich</em> mehr als hundert anderen Accounts aus der möglicherweise interessierten Szene &#8220;Politik Rheinland-Pfalz&#8221;.</li>
<li>Er tat dies in einer bestimmten Reihenfolge.</li>
<li>Er erntete erste eigene Follower, offenbar gab es für diese Art der Beschädigung einer Person bei interessierter Seite ein Interesse.</li>
<li>Es gab erste Veröffentlichungen bei Twitter über diesen Account, möglicherweise von interessierter Seite.</li>
<li>Es gab erste Entfollowings der Betroffenen nach Bekanntwerden meines hiermit vorliegenden Blogbeitrags.</li>
</ul>
<p>Alle diese Daten sind öffentlich abrufbar. Daraus ergeben sich mehrere Listen. Mit genügend Hirnschmalz müsste man diese Listen zusammenstellen und danach Schnittstellen erstellen. Ich habe hier einmal die relevanten Listen zusammengestellt:</p>
<p><strong>a) Faker F folgt Realaccounts R1&#8230;R100. </strong>Die Wahrscheinlichkeit bei R1&#8230;R100, dass er  F ist: gering, aber bei entsprechender Beschränktheit des Fakers, die zweifelsfrei vorliegt, doch gegeben: <strong>plus 1</strong> bei allen R1&#8230;R100</p>
<p><strong>b) F folgt der Betroffenen K, </strong>das dürfte sicher sein. Daher alle Follower von K = K1&#8230;K17000: plus 10</p>
<p><strong>b2) Wer ist der Betroffenen K jüngst entfolgt:</strong> E1&#8230;E20: plus 5;</p>
<p><strong>c) F hat  eigene Follower O1&#8230;O20: </strong>Wahrscheinlichkeit pro O1&#8230;O20, dass er F ist: gering, aber möglich, also plus 1 für Q1 bis Q20</p>
<p><strong>d) F wird von irgendwem I1&#8230;I40 bei Twitter erwähnt:</strong> Wahrscheinlichkeit pro I1&#8230;I20, dass er F ist: plus 3</p>
<p><strong>e) Liste &#8220;aller&#8221; twitternder politischer Gegner der Betroffenen:</strong> G1..G800. Wahrscheinlichkeit pro G1&#8230;G800, dass er F ist: plus 5</p>
<p><strong>f) Liste twitternder politischer Freunde der Betroffenen: </strong>P1&#8230;P500. Nicht auszuschließen, dass der Faker aus den eigenen Reihen stammt, gehört zumindest auf die Liste der Verdächtigen für einen zweiten Schritt. Die Betroffene folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren politischen Freunden P1&#8230;P800 =&gt; plus 1. In einer Folgeberechnung wird diese Liste noch hilfreich.</p>
<p><strong>g) Verschleierungsüberlegung: F folgt vermutlich dem eigenen Realaccount bewusst nicht.</strong> Aber er folgt &#8220;sicher&#8221; den politischen Gegnern der Betroffenen  und &#8220;sicher&#8221; auch manchen ihrer politischen Freunden. Computer: Nimm die Verdächtigen aus den vorliegenden Indizien a) bis d) und schau nach, ob sie tenzenziell stark den Listen aus e) und f) folgen. Dann erhöhe bei ihm jeweils um +2.</p>
<p><strong>h) Man gleiche nun</strong> die entstandenen Listen aus a) bis g) mit den jeweiligen Nutzern ab und erstelle Schnittmengen.</p>
<p>Und voilà: In dieser Theorie bekommt man plötzlich eine Wahrscheinlichkeit dafür, wer dahinter steckt.</p>
<p>Ich weiß zu wenig von Polizeitechnik bei ihren Ermittlungen, auch wenn ich mal Polizeikommissaranwärter war. Doch ergeben sich im Grunde aus den vielen vorliegenden abrufbaren Daten brachliegende Informationen, die man nur mit Wahrscheinlichkeiten bewerten und anschließend kombinieren müsste. Mir fehlt aktuell die Zeit, mich mit der Twitter-API auseinanderzusetzen und zum Beispiel alle Follower der Betroffenen für die erste Datenbasis Verdächtiger herunterzuladen. Ich weiß aber, dass so etwas geht. Wie auch für die anderen Punkte a) bis g). Das Kombinieren der gewonnenen Infos wäre letztlich eine  neue Kulturtechnik ganz ähnlich dem <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Gutenplag-Wiki</a>.</p>
<p>Unsicher bin ich letztlich, ob wir den Namen des armen Wichts hinter @DiePechmaerie_JK tatsächlich auf diese Art und Weise veröffentlichen sollten, wenn wir ihn über diesen Weg herausfinden. Andererseits habe ich das womöglich gar nicht mehr in der Hand durch den theoretischen Ansatz oben. Der Name des Täters liegt womöglich schon vor uns, jemand muss ihn nur aufschreiben.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze, Redakteur Rhein-Zeitung</em></p>
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		<item>
		<title>Die Republik der Spaßvögel feiert Geburtstag</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18660</link>
		<comments>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18660#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 13:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RZ-Korrespondenten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Welt-Sicht]]></category>
		<category><![CDATA[Conch Republic]]></category>
		<category><![CDATA[Florida]]></category>
		<category><![CDATA[Key West]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18660</guid>
		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18660'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Key-West-Nov-11-127.JPG' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Um sich Conch nennen zu dürfen, muss man das Licht der Welt auf Key West erblickt haben. „Wenn nicht, bist du kein Conch und wirst nie einer werden“, bedauert ein Key-West-Ratgeber in lakonischer Kürze. Was Peter Anderson, geboren in Washington und seit rund dreißig Jahren Bewohner der Insel, nicht daran hindert, als Generalsekretär die Geschäfte der Conch Republic zu führen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von unserem USA-Korrespondenten Frank Herrmann</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-18663" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Key-West-Nov-11-127.JPG" alt="Key West Nov 11 127" width="315" height="240" /></p>
<p>Statt Anzug und Krawatte trägt er bunte Hemden mit  Früchtemotiven, die grauen Haare sind zum Zopf gebunden. Peter Anderson, The  Honorable Sir Peter Anderson, wie es korrekt heißen muss, residiert nicht weit  von der palmengesäumten Villa, in der Ernest Hemingway einige seiner besten  Geschichten schrieb. Sein Wappenzeichen ist die Tritonshornmuschel, eine  rosafarbene, kunstvoll gewundene Conch, „Konk“ gesprochen, die vor glühender  Sonne auf blauem Grund die Flagge des Ministaats ziert.</p>
<p>Eigentlich ist der Mann Händler, er lebt davon,  Badehandtücher, T-Shirts und Trinkbecher mit dem Symbol des Fantasiegebildes zu  verkaufen, an der Duval Street, wo Hemingway im „Sloppy Joe’s“ seine Drinks  kippte. Auch Reisepässe, blaue für Normalbürger und rote für Diplomaten, gehören  zum Sortiment. „We seceded where others failed“  lautet der stolze Leitspruch  der Republik: Wo andere Sezessionisten versagten, hatte sie mit ihrer Abspaltung  Erfolg.</p>
<p>Auf den ersten Blick mag das alles wie eine Mischung  aus Karneval und Kabarett wirken. Dabei hat die Conch Republic eine  Gründungsgeschichte, bei der sich zwei ur-amerikanische Eigenschaften verbinden,  Rebellengeist und Respekt für den Andersdenkenden. Es begann damit, dass die  Grenzpolizei am Highway Nr. 1, der Zufahrt zur Inselkette der Keys im Süden  Floridas, einen Posten aufstellte, um nach Drogen und illegalen Einwanderern zu  suchen. Kilometerlange Staus waren die Folge, auf Key West litt die  Tourismusbranche. Der Bürgermeister wandte sich hilfesuchend ans Oberste  Gericht, das ihn schnell abblitzen ließ. „Wenn Washington uns schon wie Ausland  behandelt, dann wollen wir eben auch Ausland sein“, verkündete Dennis Wardlow im  Tonfall resoluter Gewissheit, stieg auf dem Mallory Square auf einen Tieflader  und proklamierte die Unabhängigkeit.</p>
<p>Der Krieg, den er den Vereinigten Staaten erklärte,  beschränkte sich darauf, dass sein Verteidigungsminister über einem Mann in  symbolischer Admiralsuniform eine vertrocknete Brotstange brach. Nach einer  Minute kapitulierten die Abtrünnigen und beantragten eine Wiederaufbauhilfe von  einer Milliarde Dollar. Am 23. April 1982 war das, 30 Jahre später haben  Hobbyakteure, darunter etliche „Gründerväter“, das Spektakel detailgetreu  nachgespielt – ausgerüstet mit hart gewordenen Brotstangen, versteht sich.</p>
<p>„Es sind die Kreativen, d<img class="alignleft size-full wp-image-18664" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Key-West-Nov-11-1171.JPG" alt="Key West Nov 11 117" width="316" height="215" />ie schwarzen Schafe und die  Lustigen, die es in die Conch Republic zieht“, beschreibt Anderson das bunte,  tolerante Inselvölkchen. Das mag aus historischer Sicht stimmen, wenn man  bedenkt, dass sich Hippies, Schwule und Außenseiter jeder Couleur in der Stadt  zwischen Miami und Havanna ein Refugium schufen. Nur dürfte es Neu-Aussteigern  angesichts horrender Immobilienpreise nicht ganz leicht fallen, dort Fuß zu  fassen. Egal, mit seinen Regenbogenflaggen, seinen Antikriegssymbolen, seinem  lockeren Lebensgefühl pflegt Key West das Image, Amerikas liberalste Gemeinde zu  sein. Und ab und an nutzt Sir Peter Anderson die Gelegenheit, die größere  Republik, die mit dem Weißkopfseeadler im Wappen, an ihre Prinzipien zu  erinnern.</p>
<p>So war es im Januar 2006, als kubanische  Bootsflüchtlinge an einer alten Eisenbahnbrücke vor dem Strandeiland Bahia Honda  landeten. Die US-Regierung ließ sie zurückschicken, mit dem Argument, die  kaputte Brücke gehöre nicht zum Staatsterritorium, weil ihr seit einem Hurrikan  ein paar Segmente fehlen und damit keine Verbindung zu festem Land besteht.  Anderson fand die Begründung so spitzfindig, dass er namens der Conch Republic  „großes Interesse“ an den Brückenpfeilern anmeldete und samt Brotstangen vor dem  Streitobjekt kreuzte. „Wo immer Brot gebacken wird, haben wir eine  Waffenfabrik“, fasst er seine Verteidigungsstrategie zusammen. Ihre  außenpolitische Doktrin haben die Conchs in einem schönen Satz gebündelt: die  Verminderung der Weltspannungen durch die Ausübung von Humor.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Superhelden im Kapuzenpulli</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18637</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 21:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
				<category><![CDATA[Großes Kino!]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18637</guid>
		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18637'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/r.chroniclewozu12tcf-220x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Stellen Sie sich vor, Sie wären dazu im Stande mit ihren Gedanken ihre Umwelt zu verändern - was würden Sie mit dieser Fähigkeit anfangen? Vielleicht Ihr Leben erleichtern, vielleicht anderen Menschen helfen, oder vielleicht auch das Gegenteil? Denn wie heißt es so schön: "Gib einem Menschen Macht und du siehst, wes Geistes Kind er ist". Im Film Chronicle dürfen wir beobachten, was passiert, wenn ein Junge mehr Macht erhält, als ihm guttut ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/r.chroniclewozu12tcf-220x300.jpg" alt="chronicle Filmplakat" width="220" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18639" />
<p style="margin-bottom:12px">Röntgenblick, Gedankenlesen, Fliegen oder Spinnweben aus dem Handgelenk – welches ist wohl die beste Superheldenkraft? Zahlreiche Comic-Heldenfiguren haben uns die verschiedensten Talente schmackhaft gemacht, doch eins wird bei jedem der Helden schnell klar – große Kräfte bringen große Verantwortung mit sich und mit dem normalen Leben ist es schnell vorbei. Was passieren kann, wenn Teenager voller Flausen im Kopf unverhofft zu übernatürlichen Kräften kommen, das gibt es in &#8220;Chronicle &#8211; Wozu bist du fähig&#8221; zu sehen.
<p style="margin-bottom:12px">Schwarze, gähnende Leere – das Erdloch im Wald ist alles andere als einladend, doch die drei Highschool-Jungs Andrew, Steve und Matt tauschen die Party, von der sie kommen,  gegen das Abenteuer, ins Loch hinab zu steigen. Seltsame, wiederkehrende Töne begleiten sie durch den Erdtunnel bis hin zu einem wahrlich sonderbaren leuchtenden Objekt. Sie berühren den bergkristallähnlichen Gegenstand und sind danach nicht mehr dieselben. Sie wissen nicht, was mit ihnen passiert ist, doch plötzlich können sie Kraft ihrer Gedanken Dinge bewegen. Je mehr sie ihre Fähigkeiten in Streichen und alltäglichen Dingen trainieren, desto stärker werden sie, bis sie schließlich wortwörtlich abheben.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Superman im Blair-Witch Stil</strong>
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Chronicle2-300x168.jpg" alt="Chronicle2" width="300" height="168" class="alignright size-medium wp-image-18645" />
<p style="margin-bottom:12px"><a href="http://www.imdb.de/title/tt0185937/">Blair-Witch Project</a>, <a href="http://www.cloverfieldmovie.com/">Cloverfield</a> und viele andere Gruselfilme haben es vorgemacht, wie man mit der Handkamera eine Atmosphäre schaffen kann, die dem Kinobesucher die Haare zu Berge stehen lassen kann. In Chronicle wird diese Technik angewendet, um einen neuen Blickwinkel zu schaffen. Alles, was der Zuschauer zu sehen bekommt, stammt aus der Sicht irgendeiner Kamera. Was passiert, wenn die Kamera aus ist, bleibt uns verborgen. Der Film ist im Grunde so etwas wie ein riesiges Youtubevideo, größtenteils Video-Tagebuch, teils Homevideo, teils Überwachungskamera-Zusammenschnitt. Das das Bild mal wackelt ist hier vorprogrammiert, doch das Ganze hält sich in Grenzen und ist irgendwie aufregend anders.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Schabernack statt Verantwortungsgefühl</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Spannend ist es vor allem zu sehen, wie die Jungs mit ihren neuen Kräften umgehen, sich selbst trainieren und immer mehr Möglichkeiten entdecken. Zunächst überwiegen die Freude und das Erstaunen über die Fähigkeiten, die sie immer wieder in kleinen Mutproben austesten. Im Supermarkt lassen sie einen Teddy tanzen, im Diner wird das Verbiegen von Gabeln erprobt und auf dem Parkplatz ein Auto in eine andere Lücke geschoben. Ohne Angst, entdeckt zu werden, treiben sie es immer bunter, bis Andrew eine Grenze überschreitet – er drängt kraft seiner Gedanken ein fahrendes Auto von der Straße ab.
<p style="margin-bottom:12px">Andrew ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Er ist derjenige, der mit seiner Kamera alles filmt, an dessen Leben wir neben seinem Superheldentum  teilhaben. Außenseiter, Sonderling und Kind eines versoffenen Vaters, der seinem Sohn das Leben zur Hölle macht. <img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/05chronicle-blog480-300x210.jpg" alt="damage" width="300" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-18643" />Nur seine Mutter scheint ihn wirklich zu lieben, doch die liegt im Sterben. Andrew ist derjenige, der die Telekinese am besten beherrscht – doch seine Gefühle beherrscht er nicht halb so gut. Irgendwann dreht er schlicht und einfach durch. Wir dürfen die Geburt eines Superhelden-Psychos miterleben. Grandios gespielt von Nachwuchsschauspieler <a href="http://www.imdb.de/name/nm2851530/">Dane DeHaan</a>.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Abschließendes Urteil:</strong> Chronicle ist witzig, intelligent und verstörend. Zwischen High-School-Leben und Superheldendarsein werden philosophische Überlegungen gemischt, die den Film zu einem erstaunlichen Werk machen, das nachwirkt. Zwar erscheinen die Special Effekts manchmal etwas unprofessionell – doch das passt zur Homevideo-Optik. Manchmal ist das Abschalten der Kamera etwas tragisch und doch ist es interessant, eine Geschichte auf diese Art zu erleben. Auch wenn nicht alle Schauspieler von Chronicle preiswürdig agieren und ihre Charaktere in Sachen Coolness nicht ganz mit den Marvel-Helden mithalten können, ist Chronicle doch eine gute Alternative zum Hollywood-Feuerwerk „The Avengers“.
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Bewertung-c.jpg" alt="Bewertung c" width="543" height="354" class="aligncenter size-full wp-image-18638" /></p>
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		<title>Nanu?!</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Lampert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Lampert]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der neuen multimedialen Serie die eigene Heimat neu entdecken]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin <strong>Rheinland-Pfälzerin mit Migrationshintergrund. </strong>Vor fast genau zwei Jahren hat es mich von Köln den Rhein hinauf nach Rheinland-Pfalz verschlagen. Seitdem erkunde ich mit viel Freude mein neues Zuhause, entdecke, frage – und stelle immer wieder fest: <strong>Selbst dem gebürtigen, eingefleischten Rheinland-Pfälzer gibt seine Heimat oft noch Rätsel auf</strong>.</p>
<p>Oder wisst Ihr, warum die Menschen in Alf an der Mosel <strong>Bauchpautzer </strong>genannt werden? Oder warum im Koblenzer Stadtteil Metternich an vielen Häusern <strong>Eulenfiguren</strong> hängen, in der Innenstadt ein Mann mit den <strong>Augen rollt</strong> und es einen <strong>Kreisverkehr mit nur zwei Ausfahrten</strong> gibt?</p>
<p>Ich glaube, Unbekanntes wird aus Gewohnheit oft gar nicht hinterfragt,  sondern als gegeben akzeptiert. Manches wird im Alltagstrott eventuell übersehen oder  überhört. Auf täglichen Wegen schaut man einfach nicht mehr so genau hin. Ich als Neuling gehe vielleicht noch etwas unbefangener durch das Land &#8211; und <strong>ich nehme euch künftig mit</strong> auf meine Entdeckungstouren. Ich gehe mit Videokamera, Fotoapparat und Block rheinland-pfälzischen Legenden und Kuriositäten auf den Grund. <strong>Ich lerne meine neue Heimat noch besser kennen und lasse sie Euch neu entdecken</strong>.</p>
<p>Den Auftakt macht die Landeshauptstadt. Mainz ist Fastnachtshochburg, Universitätsstadt, Domstadt – Titel, die keiner Erklärung bedürfen. Mainz wird aber auch <strong>„goldene Stadt“</strong> genannt, ein Spitzname, den sie sich mit den Metropolen Rom und Prag teilt.<strong> </strong></p>
<p><strong>Nanu?!</strong></p>
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		<title>Das „Keks“-Geheimnis der Windsors</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 11:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexei Makartsev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles im Fluss]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Lady Campbell]]></category>
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		<category><![CDATA[Queen Mum]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18616'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Queen-2-291x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Es gibt nichts Originelles, was die Queen seit dem Krieg nicht geschenkt bekam, darunter ein Kino, ein Kanu, sieben Kilo Krabben und 500 Dosen Ananas. Nun hat eine bekannte britische Biografin ein Buch über die 2002 verstorbene Königinmutter geschrieben. Doch die 85-jährige Elizabeth II. wird sich darüber nicht freuen können. Denn Lady Campbell zerrt ein dunkles Geheimnis ans Licht, welches angeblich seit 100 Jahren vom Königshaus totgeschwiegen wird...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Queen-2.JPG" rel="lightbox[18616]"><img class="alignnone size-medium wp-image-18617" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Queen-2-291x300.jpg" alt="Queen (2)" width="291" height="300" /></a></p>
<p><strong>Queen als freche Straßenkunst (hier in Liverpool) ist erlaubt. Doch die neue Skandalbiografie der &#8220;Queen Mum&#8221; geht manchen Briten zu weit. Foto: alm</strong></p>
<p>Die britischen Royalisten sind verzweifelt. Was schenken sie nur zum Jubiläum  der „diamantenen“ Queen? Es gibt natürlich nichts Originelles mehr, was  Elizabeth II. seit dem Krieg nicht überreicht bekam, darunter ein Kino, ein  Kanu, sieben Kilo Krabben und 500 Dosen gezuckerte Ananas. Die Deutsche Bahn  griff tief in die Kasse und schickte eine Lokomotive nach London. Die  Parlamentarier spendierten ihrer Königin ein Bleiglasfenster in der Westminster  Hall. Beide Gaben kamen bei der 85-Jährigen gut an. Dagegen freut sich die  Monarchin gar nicht über eine Jubiläumsbiografie ihrer 2002 verstorbenen Mutter,  die am Mittwoch erscheinen soll. Denn die Autorin Lady Campbell zerrt darin ein  dunkles Geheimnis ans Licht, welches angeblich seit 100 Jahren vom Königshaus  totgeschwiegen wird.</p>
<p>Die 62-jährige Aristokratin ist prominent genug, um für  einen Wirbel zu sorgen. Schließlich hatte <a href="http://www.dailymail.co.uk/femail/article-507141/A-unlady-like-Lady-Why-high-society-terrified-Lady-Colin-Campbell.html">Lady  Campbell</a> in den 90ern als erste Biografin über die Eheprobleme der Prinzessin  Diana geschrieben. Dabei eignet sich Campbells eigene Lebensgeschichte bestens  für eine romantische Schnulze. Sie kam auf Jamaika zur Welt und wurde wegen  einer „geschlechtlichen Störung“ als ein Junge erzogen. Im Alter von 18 Jahren  ließ sich Georgie operieren und wurde zur Georgia. Das Model heiratete 1974 den  reichen Lord Campbell, Herzog von Argyll, um sich nur ein Jahr später wieder  scheiden zu lassen. Vor sieben Jahren führte sie eine spektakuläre Fehde mit  einer Millionärin, die angeblich die gesamte britische Auflage ihres  biografischen Romans „Empress Bianca“ vernichten ließ.</p>
<p>Nun also ein neues Skandalbuch, das sich mit einer Ikone  auseinandersetzt. „Ja, es ist unbequem“, gibt die <a href="http://www.myspace.com/chambersphotography/photos/4353761">Schriftstellerin</a> zu. „Aber es  macht keinen Sinn, eine Biografie zu schreiben, über die sich keiner aufregen  wird“. Es wird Zeit, um das große Geheimnis der Windsors zu lüften: Die  Königinmutter war ein uneheliches Kind einer Köchin. Und die Queen selbst wurde  „unnatürlich“ gezeugt. Das behauptet zumindest Lady Campbell, die sich auf  Archivdokumente und eigene Gespräche mit dem früheren König Edward VIII. (ab  1936 &#8211; Herzog von Windsor) beruft. Diese Enthüllungen grenzen an Majestätsbeleidigung, auf  die früher in England die Todesstrafe stand. Zwar fordern heute die Londoner Historiker nicht Campbells Kopf, doch sie  verurteilen die angebliche Sensation als „pure Fiktion“.</p>
<p>In der Biografie „Das verborgene Leben von Queen  Elizabeth, Königinmutter“ erzählt Campbell, dass die kleine Elizabeth  Bowes-Lyon 1900 von der Köchin Marguerite Rodiere geboren wurde, weswegen sie  den mittleren Namen Marguerite und den Spitznamen „cookie“  („Keks“) bekam. Angeblich hatte  sich die Urgroßmutter der heutigen Queen die „attraktive Französin“ als  heimliche Leihmutter ausgesucht, weil sie selbst nach acht Kindern keinen  weiteren Nachwuchs bekommen konnte. Damit gibt sich Adelige aber noch nicht zufrieden. „Es war in den  aristokratischen Kreisen gut bekannt, dass die Königinmutter sich an gewissen  Aspekten des Ehelebens nicht beteiligen wollte“, sagt Campbell. Ihre Theorie:  Weil die Eltern der Queen kein normales Liebesleben hatten, wurden Elizabeth II.  und ihre Schwester Margaret durch künstliche Befruchtung gezeugt.</p>
<p>„Alles Quatsch“, ärgert sich der  königliche Biograf Hugo Vickers. „Es ist unsensibel, so etwas im Jahr des  Thronjubiläums zu veröffentlichen“, kritisiert auch sein Kollege, Michael  Thornton. Tatsächlich soll die Queen nach Medienberichten über das Buch „sehr  traurig“ sein.</p>
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		<title>Das asiatische Jahrhundert läuft, und Europa steht am Rande</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 21:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Lausmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rang und Namen]]></category>
		<category><![CDATA[Atombombe]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18589'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30899540-300x221.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Indien ist der Start einer Interkontinentalrakete geglückt. Das mag uns für den Moment in Europa nicht beunruhigen. Langfristig zeigt es jedoch, wo in diesem Jahrhundert die wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Und es wird wohl nicht Europa sein. Das haben wir selbst verbockt. Ein Kommentar samt Video. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18590" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-18590" title="30899540" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30899540-300x221.jpg" alt="30899540" width="300" height="221" /><p class="wp-caption-text">Start der Interkontinentalrakete Agni V. Indien springt damit in eine neue sicherheitspolitische Dimension. Fotos: dpa</p></div>
<p>Indien springt mit dem erfolgreichen Test einer Langstreckenrakete auf eine neue Stufe als Atommacht. Auch wenn die Rakete damit potenziell Nuklearsprengköpfe bis ins Gebiet der EU tragen könnte, muss das Deutsche und Europäer nicht umgehend in Angst und Schrecken versetzen. Indien ist nicht der Iran. Auch wenn man das Etikett Indiens als bevölkerungsstärkste Demokratie der Welt sicherlich kritisch hinterfragen darf, so hat sich das Land doch bisher immer als berechenbarer und verantwortungsvoller Staat erwiesen. Zwischen Europa und Indien bestehen stabile Handelsbeziehungen – auch im Rüstungsbereich.</p>
<p><strong>Dennoch ist der Raketentest ein Weckruf für die Europäer.</strong> Denn er erinnert an das, was man in Europa nur allzu gern verdrängt: Das 21. Jahrhundert wird ein asiatisches Jahrhundert. Und es ist bereits voll im Gang. Während sich Europa – in mancher Hinsicht nicht umsonst einst von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld als „alter Kontinent“ bezeichnet – vornehmlich auf die Schuldenkrise und den Abzug aus Afghanistan konzentriert, werden weiter östlich weitgehend unbeachtet die Karten neu gemischt und Machtverhältnisse neu geordnet.</p>
<p>Gegen wen richtet sich also die militärisch-technische Machtdemonstration Neu Delhis? Automatisch natürlich gegen den Erzfeind, die islamische Atommacht Pakistan. Angesichts der Reichweite der Rakete rückt aber auch die Regionalmacht China in das Abschreckungsfeld Indiens. Seit Jahren rüstet die Volksrepublik massiv auf und ergänzt damit ihren wirtschaftlichen Einfluss weltweit. Dabei geht es nicht allein um die Streitregion Kaschmir, die zwischen Indien, Pakistan und China immer wieder für Spannungen sorgt. Salopp gesagt:<strong> Indien und China geht es schon lange um das große Spiel.</strong> Und das wird aus einer Kombination von Bevölkerung, Wirtschaft und Militär geführt. Dazu gehört die Abschreckung durch Atomwaffen, aber auch der Einfluss durch wirtschaftliche Beteiligungen, durch Manipulation von Währungskursen und durch die Dominanz von Exportmärkten und den exklusiven Zugriff auf seltene Rohstoffe.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-18591" title="30893545" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30893545-300x299.jpg" alt="30893545" width="261" height="260" />War die vergangenen 100 Jahre Europas Mitte geopolitisch umkämpft, so sind es seit einiger Zeit die Handelsrouten der globalisierten Welt. Vor allem der Indische Ozean ist die sensible Ader, auf der die sogenannten Seltenen Erden und Erze von Afrika in die Fabriken Chinas gelangen, um von dort in alle Welt verschifft zu werden. Peking hat dies bereits vor Jahren erkannt und seinen Einfluss in der Diktatur Myanmar dazu benutzt, Häfen zu bauen und den Transport auf dem Landweg sicherzustellen. Der Vorteil: China umgeht das nautische Nadelöhr bei Singapur. Im Umkehrschluss positioniert es sich aber auch im indischen Hinterhof. Und darauf reagiert <strong>Neu Delhi jetzt auch atomar, nachdem es sich über Jahre ein konventionelles Seewettrüsten mit China geliefert hat.</strong></p>
<p>Die USA haben – gebunden durch zehn Jahre Krieg in Afghanistan und im Irak – das Ruder gerade erst herumgerissen und ihren strategischen Schwerpunkt von Europa auf den Pazifik verlagert. Getreu dem Leitsatz „Willst du das Meer beherrschen, musst du die gegenüberliegende Küste kontrollieren“ verstärken sie ihren Einfluss auf Japan, Südkorea und Taiwan. Doch viele US-Analysten befürchten, <strong>dass die letzte Supermacht bereits zu spät kommt </strong>und damit mittelfristig auch ihre Sonderstellung einbüßen wird.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-18593" title="4658455" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/4658455.jpg" alt="4658455" width="400" height="281" /></p>
<p>Und Europa? Der „alte Kontinent“ wird künftig außen vor sein. Weil er sich nach 1989 ausschließlich mit sich selbst befasst und in Details verloren hat. <strong>Der EU ist es nicht gelungen, eine klare gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu etablieren. </strong>Am Ende steht jeder Mitgliedstaat für sich. Das gilt vor allem für Deutschland, das sich auch aufgrund seiner Geschichte nie zu einer klaren außenpolitischen und  -wirtschaftlichen Strategie durchringen konnte. Die Angst vor den Vorwürfen wie „moderner Kolonialismus“, „Ausbeutung“ oder gar „Lebensraumpolitik“ war schlicht zu groß. Dabei wäre es möglich gewesen, eine Strategie zu finden, die diese Befürchtungen widerlegt hätte. Ein Beispiel: Am Technik- und Innovationsstandort Deutschland wäre eine ideologiefreie Debatte über einen fairen Handel mit wichtigen Rohstoffen nötig gewesen. Die daraus erwachsenen Leitlinien hätten auch Signalwirkung für andere Staaten haben können. Stattdessen hat Berlin das heiße Eisen lieber liegen lassen und nun gar keine Position – <strong>die denkbar schlechteste Variante. </strong>Denn so muss man nun zusehen, wie andere die Zukunft gestalten – und das vor allem zum eigenen Nutzen.</p>
<p>ANGEHÄNGT EIN VIDEO ÜBER INDIEN ALS GROSSMACHT:</p>
<p><a href="http://youtu.be/HRsp4G72DSk">Video Großmacht Indien</a></p>
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		<title>Die Internationale Raumstation (ISS) über Koblenz &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 20:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachthimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18561'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/IMG_50391-150x150.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>&#8230; am 16. April war um 22 Uhr dank klarem Himmel wunderbar zu sehen &#8211; und innerhalb weniger Minuten über die Region hinweg gerast. Das Foto ist eine 15-Sekunden-Aufnahme.
Zum Anzeigen der Großaufnahme das Bild am besten über diesen Link mit einem Rechtsklick in einem neuen Browserfenster öffnen. Und: Nein, es ist kein Photoshop-Strich. 
Update: 
Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; am 16. April war um 22 Uhr dank klarem Himmel wunderbar zu sehen &#8211; und innerhalb weniger Minuten über die Region hinweg gerast. Das Foto ist eine 15-Sekunden-Aufnahme.<span id="more-18561"></span></p>
<div id="attachment_18565" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/IMG_50391.JPG" rel="lightbox[18561]"><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/IMG_50391-150x150.jpg" alt="Die Internationale Raumstation ISS am 16. April 2012 über Koblenz." title="Die Internationale Raumstation ISS am 16. April 2012 über Koblenz." width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-18565" /></a><p class="wp-caption-text">Die Internationale Raumstation ISS am 16. April 2012 über Koblenz.</p></div>
<p>Zum Anzeigen der Großaufnahme das Bild am besten über diesen <a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/IMG_50391.JPG" rel="lightbox[18561]">Link</a> mit einem Rechtsklick in einem neuen Browserfenster öffnen. Und: Nein, es ist kein Photoshop-Strich. </p>
<p><strong>Update:</strong> </p>
<p>Mit der iPad-App <em>PM Planetarium</em> kann man den Tablet-PC einfach Richtung Himmel halten, dann erklärt die Software, welche Sterne man sieht. Rechts unter dem Strich: die Venus. Und unter <a href="http://www.rheinstagram.de/tag/iss">http://www.rheinstagram.de/tag/iss</a> tauchen weitere Bilder der Raumstation von diesem Tag auf.</p>
<p><strong>Update 2:</strong></p>
<p>Und von Seiten der ISS sah das dann ungefähr so aus (Archivbild vom 28. März): <a href="http://www.nasa.gov/multimedia/imagegallery/image_feature_2221.html">Blick von der Raumstation auf Moskau.</a> </p>
<p><strong>Update 3:</strong><br />
Weil die Frage auftauchte: Aufgenommen habe ich das Bild mit einer Canon 500D und einem 28-200er Objektiv, Belichtungszeit 15 Sekunden. Und dass es sich um die ISS handelt, war über den Dienst <a href="http://www.heavens-above.com/">Heaven&#8217;s Above</a> angekündigt, wo sich auch <a href="http://twitpic.com/99rm63">der Zeitplan für die Überflugzeiten über Koblenz</a> abrufen lässt.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze</em><br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/46d7c66a2f6f4eff99729356e04bf36f" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<item>
		<title>Das Bild vom hässlichen Deutschen in der EU</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18554</link>
		<comments>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18554#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 12:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RZ-Korrespondenten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Welt-Sicht]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Pickelhaube]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18554</guid>
		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18554'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/28569039.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Die Europäische Union ist ein Spiel mit 27 Staaten und am Ende gewinnt immer die deutsche Bundeskanzlerin. So oder ähnlich empfinden es derzeit einige Mitgliedsstaaten. Das Bild vom hässlichen Deutschen macht zum Teil wieder die Runde, Merkel wird von den Populisten die Pickelhaube oder Nazi-Uniform angedichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18555" class="wp-caption alignleft" style="width: 494px"><img class="size-full wp-image-18555" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/28569039.jpg" alt="28569039" width="484" height="333" /><p class="wp-caption-text">Verbindlich im Ton, hart in der Sache: Kanzlerin Angela Merkel weiß sich in der EU durchzusetzen. Foto: dpa</p></div>
<p>Von Anja Ingenrieth</p>
<p>Olli  Rehn machte zuletzt gute Miene zum bösen Spiel: er sei mit der „substanziellen Erhöhung“ der  Euro-Rettungsmittel „sehr zufrieden“, gab der EU-Währungskommissar der  Presse zu Protokoll. Auch Frankreichs Finanzminister Francois Baroin fand  lobende Worte. Dabei hatten beide vor dem Treffen in Kopenhagen eine  Billionen-Brandmauer gegen die Ausbreitung der Schuldenkrise  gefordert.</p>
<p>Stattdessen setzte  Deutschland jüngst eine künstlich groß gerechnete  Mini-Aufstockung durch, die lediglich 200  Milliarden Euro zusätzliches Geld zur Unterstützung klammer Euro-Staaten bringt.  Wie so oft in den vergangenen Monaten, bestimmte Berlin, wo’s langgeht. „Die  Bundesrepublik ist derzeit die bestimmende   Macht in der EU“, sagt Daniela Schwarzer, Expertin der Stiftung  Wissenschaft und Politik (SWP). Angela Merkel hat sich längst zu Europas  heimlicher  Präsidentin gemausert. Im  Kanzleramt wird der Kurs des Euro-Krisenmanagements maßgeblich abgesteckt. Vor  wichtigen Beschlüssen geben sich dort europäische Regierungschefs,  Zentralbanker, EU-Spitzen, G-20-Führer oder Vertreter des Internationalen  Währungsfonds die Klinke in die Hand.</p>
<p>Die neue deutsche Dominanz  lässt längst überwunden geglaubte Klischees und Ängste wieder aufleben: Die  Kanzlerin trägt in ausländischen Gazetten Pickelhaube und Nazi-Uniform. „Madame  Merkel macht eine Politik wie Bismarck“, ätzte jüngst der französische Sozialist  Arnaud Montebourg. Die britische „Times“ schwadronierte gar von „Krieg“ und  „Unterwerfung“ mit anderen Mitteln“.</p>
<p>Was ist passiert, dass die  Deutschen in Europa wieder so hässlich sind? Die Schuldenkrise verursacht  eine enorme Machtverschiebung. Das  Gewicht verlagert sich von den  EU-Institutionen auf die großen Hauptstädte. Denn sie geben das Geld zur Rettung  von Griechenland und Co.. Daher gilt das Motto: wer die Rechnung übernimmt,  bestimmt. Deutschland trägt als größte Volkswirtschaft die Haupt-Last für die  Euro-Stabilisierung, zahlt fast ein Drittel der Zeche, bürdet seinen  Steuerzahlern ein Haftungsrisiko von 250 Milliarden  Euro auf.</p>
<p>Um die  Währungsunion zu retten, musste die Bundesregierung jede Menge Tabus brechen:  die Bail-out-Klausel, wonach jeder Staat für seine eigenen Schulden haftet,  wurde teils ausgehebelt und die   Euro-Zone ein Stück weit in Richtung   Transferunion umgemodelt. Auch wenn viele Partner noch mehr Solidarität –  etwa in Form von Eurobonds – fordern, ist das bereits ein gewaltiger Beitrag der  Starken.</p>
<p>Dass Berlin  im Gegenzug Solidität einfordert und dem Währungsraum ein bisschen deutsche  Stabilitäts-Kultur verordnet, ist kein teutonisches Diktat, um Griechen und Co.  kaputtzusparen. Es ist ein nötiger Baustein zur Überwindung der Krise.  „Haushaltsdisziplin und Strukturreformen sind die Bedingung für Wachstum und  Wettbewerbsfähigkeit nicht die Alternative dazu“, sagt CDU-Europa-Parlamentarier  Elmar Brok. „Der Kanzlerin ist es nur leider nicht gelungen, das zu erklären.“  Wie sehr die Euro-Rettung im wirtschaftlichen Interesse und in der historischen  Verantwortung  Deutschlands liegt, ging  im   innenpolitischen Parteien-Streit unter. Um die  heimische Unterstützung für neue Rettungs-Pakete zu kriegen, gerierte sich  Merkel als “eiserne Spar-Angela“ der EU.„In Europa wird wieder Deutsch gesprochen“,  verkündete etwa Unions-Fraktionschef Volker Kauder. Mit solchen Misstönen und deutsch-französischen  Alleingängen zerschlug Berlin viel diplomatisches Porzellan. Die Partner waren  entsetzt, wie hart der einstige Mittler Kohlscher Machart in Europa auf einmal  nationale Interessen vertrat. In den Hintergrund geriet dabei, dass die deutsche  Medizin dem europäischen Patienten durchaus gut tut. Wie bitter sie ist, weiß  Berlin aus eigener Erfahrung.</p>
<p>Denn die  Bundesrepublik hat schließlich mit schmerzhaften Strukturreformen (Agenda 2010)  und wachstumsfreundlicher Konsolidierung die Grundlage für ihre derzeitige  wirtschaftliche Führungsrolle in der EU gelegt. Politisch muss Berlin diese  Pole-Position nun ebenfalls mehr denn je einnehmen. Denn Frankreich kämpft mit  Versäumnissen der Vergangenheit, hat sich aus dem Kreis der Länder mit  Top-Bonität („AAA“) verabschiedet. Und Großbritannien ist nicht bereit, die  nötigen Lehren aus der Krise zu ziehen und „mehr Europa“ zuzulassen.</p>
<p>Merkel  hingegen hat erkannt, dass nur der Sprung nach vorn den Euro auf Dauer retten  kann. Mit ihrem Fiskal-Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin versucht sie den  Geburtsfehler des Euro auszumerzen: der Pakt ist ein Schritt hin zur bisher  fehlenden gemeinsamen  Wirtschaftspolitik, ohne die der Währungsraum auf Dauer auseinanderfällt. Vor  ein paar Jahren noch hätte die Kanzlerin es abgelehnt, mehr nationale  Kompetenzen an Brüssel abzugeben. Jetzt führt Merkel die EU zur nächsten  Integrations-Stufe -  aus Einsicht in die  Notwendigkeit und weil sonst keiner die Kraft dazu hat. Das Problem: auf Dauer  kann sie es  nicht ohne Partner tun.  „Deutschland ist zu klein für die Vorherrschaft und zu groß für die Balance“,  beschreibt Elmar Brok das Dilemma. Doch bei aller Kritik an der deutschen  Dominanz spüren die meisten Partner irgendwie, dass die alten Reflexe nicht mehr  zu den neuen Zeiten in Europa passen. Er habe  weniger Angst vor deutscher Übermacht als vor  deutscher Inaktivität, unterstrich jüngst etwa Polens Außenminister Radoslaw  Sikorski in Berlin. Da ist er nicht der einzige.</p>
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		<title>Mord zweiten Grades</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 13:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RZ-Korrespondenten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18550'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30801874-225x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Von Frank Herrmann
Sybrina Fulton stand ins Gesicht geschrieben, wie sehr sie gegen ihre Emotionen  ankämpfte, wie sie vor den Fernsehkameras um Fassung rang. George Zimmerman, der  freiwillige Nachbarschaftswächter, der ihren Sohn Trayvon Martin erschoss, wird  wegen Mordes angeklagt werden. Als die Nachricht am Mittwochabend die Runde  machte, stellte sich die Mutter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18551" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-18551" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30801874-225x300.jpg" alt="30801874" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Opfer: Trayvon Martin. Fotos: dpa</p></div>
<p>Von Frank Herrmann</p>
<p>Sybrina Fulton stand ins Gesicht geschrieben, wie sehr sie gegen ihre Emotionen  ankämpfte, wie sie vor den Fernsehkameras um Fassung rang. George Zimmerman, der  freiwillige Nachbarschaftswächter, der ihren Sohn Trayvon Martin erschoss, wird  wegen Mordes angeklagt werden. Als die Nachricht am Mittwochabend die Runde  machte, stellte sich die Mutter des toten Teenagers in einem schmucklosen Raum  in Washington hinter ein Mikrofon, um zu beschreiben, was sie fühlt.</p>
<p>„Danke, Gott. Wir wollten einfach eine Verhaftung.  Wir wollten nicht mehr und nicht weniger, nur eine Verhaftung.“    Von Herzen  danke sie, fügte sie noch hinzu, bevor sie sich mit tränenerstickter Stimme  abwandte. „Ein Herz hat keine Farbe. Es ist nicht schwarz, es ist nicht weiß, es  ist rot.“</p>
<p>Gut sechs Wochen nach Martins Tod hat eine  Juristin in Florida Anklage gegen Zimmerman erhoben. Andrea Corey, die  zuständige Sonderermittlerin, legt dem 28-Jährigen Mord zweiten Grades zur Last.  Wird er schuldig gesprochen, muss er mit lebenslanger Haft rechnen. Auf Mord  ersten Grades hätte womöglich die Todesstrafe gestanden, doch so weit wollte  Corey nicht gehen. Zimmerman, argumentiert sie, habe Martin nicht vorsätzlich  getötet, wohl aber eine Geisteshaltung offenbart, die menschliches Leben  geringschätze. Deshalb die Anklage, gravierender als ein Verfahren wegen  Totschlags.</p>
<p>Dass sie nicht nach einer Farbenlehre handelt, das  wollte die erfahrene Staatsanwältin bei ihrem live übertragenen Auftritt noch  besonders betonen. Sie kenne nur die Kategorie V, für „Victim“ (Opfer). „Es ist  kein B, es ist kein W, es ist kein H“, sagte Corey, die Anfangsbuchstaben von  „Black“, „“White“ und „Hispanic“ benutzend &#8211; schwarz, weiß und hispanisch. Worum  es ihr allein gehe, sei Gerechtigkeit für die Opfer.</p>
<p>Es ist eine Zäsur, der Abschluss eines Kapitels,  bei dem sich Polizei und Justiz des Sonnenstaates im Südostzipfel der USA eine  Weile kräftig blamierten. Die Ordnungshüter ließen Zimmerman laufen, weil er  sich auf Notwehr berief, auf Gesetze, welche tödliche Gewalt legalisieren, falls  sich jemand in seinem Wohnviertel bedroht fühlt. Wochenlang geschah nichts,  bevor eine Protestwelle schwarzer Amerikaner das Land wachrüttelte. An der  Spitze der Demonstrationszüge marschierte und marschiert Al Sharpton, der  wortgewaltige Prediger aus New York, der in einem zugespitzten Satz auf den  Punkt bringt, was er als paradoxe Doppelwelt empfindet. „Wir können einen  schwarzen Mann im Weißen Haus haben, aber wir können ein schwarzes Kind nicht  durch eine Wohnsiedlung laufen lassen.“ Erst Ende März folgten die ersten  Konsequenzen. Konfrontiert mit dem Vorwurf krasser Inkompetenz, trat der  Polizeichef der Stadt Sanford zurück. Der lokale Staatsanwalt wurde geschasst,  weil sich der Eindruck aufdrängte, er widme dem Fall nicht den nötigen Ernst.</p>
<div id="attachment_18552" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-18552 " src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30785499-300x221.jpg" alt="30785499" width="300" height="221" /><p class="wp-caption-text">Der mutmaßliche Täter: George Zimmerman.</p></div>
<p>Nach wie vor gibt es widersprüchliche Versionen,  was sich am Abend des 26. Februar, zwischen 19.11 Uhr und 19.17 Uhr, in der  Siedlung Twin Lakes in Sanford abspielte. Nach der einen zog George Zimmerman  kaltblütig die Waffe, in einer Art Allmachtgefühl des selbsternannten Sheriffs,  der einen dunkelhäutigen Jungen im Kapuzenpulli sofort einem Täterraster  zuordnete, vielleicht aus rassistischen Motiven. Nach der anderen verteidigte er  sein eigenes Leben, nachdem er Trayvon Martin verfolgt hatte, ihn aus den Augen  verlor und plötzlich von dem 17-Jährigen attackiert wurde.</p>
<p>Was genau geschah, soll der Prozess im Seminole  County klären. Schon melden sich besorgte Juristen zu Wort, die das Pendel nun  in die andere Richtung ausschlagen sehen, die  Übereifer fürchten an Stelle des  Wegschauens der ersten Wochen. Die Klägerin, warnen sie, dürfe sich nicht unter  politischen Druck setzen lassen, sich nicht der Lautstärke einer Kampagne  beugen. Auch Zimmerman habe ein faires Verfahren verdient. Sharpton, der  Reverend im Rampenlicht, hält die Mahnungen für überflüssig, ja irreführend.  „Ohne Druck hätte sich doch niemand den Fall ein zweites Mal angeschaut.“</p>
<p>Wenn Sharpton die lauteste Stimme der Protestbewegung ist, dann ist Michael  Bloomberg die markanteste Stimme besorgter Großstadtpolitiker. Was den New  Yorker Bürgermeister irritiert, ist das rasante Tempo, mit dem die  Stand-your-ground-Regel Floridas Schule machte, seit der Premiere 2005 bereits  in weiteren 25 Bundesstaaten. Nach dem Grundsatz „Behaupte dich“ gibt sie  Bürgern, die sich bedroht fühlen, das Recht, Gewalt mit Gewalt zu begegnen,  statt vor der Gefahr zurückzuweichen. Wurden bis 2005 in Florida noch 34  Tötungsfälle unter der Rubrik Notwehr verbucht, so waren es nach Inkrafttreten  der neuen Regel bereits über 100. Offenbar konnten sich auch Bandenmitglieder  nach Schießereien erfolgreich auf sie hinausreden, für den Metropolenbewohner  Bloomberg sind es verhängnisvolle Präzedenzfälle. „Man kann einfach keine  zivilisierte Gesellschaft haben“, warnt der New Yorker, „wenn jeder eine Waffe  besitzt und selbst darüber entscheiden darf, ob ihn jemand bedroht oder nicht“.</p>
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		<title>Die rastlose Chefin eines Reparaturbetriebs</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 10:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RZ-Korrespondenten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Außenministerin]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18546'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30653809-300x200.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>
Von Frank Herrmann
Sie sieht blass aus, die Weltreisende, die man korrekterweise mit Madame  Secretary anreden sollte. In gut drei Amtsjahren hat Hillary Clinton mehr als  300 Tage in Flugzeugen und Staatskarossen verbracht, 95 Länder besucht und  ungefähr 1,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Der Jetlag lässt sie übernächtigt  aussehen, eine Ruhepause täte ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-18547" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/30653809-300x200.jpg" alt="30653809" width="300" height="200" /></p>
<p>Von Frank Herrmann</p>
<p>Sie sieht blass aus, die Weltreisende, die man korrekterweise mit Madame  Secretary anreden sollte. In gut drei Amtsjahren hat Hillary Clinton mehr als  300 Tage in Flugzeugen und Staatskarossen verbracht, 95 Länder besucht und  ungefähr 1,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Der Jetlag lässt sie übernächtigt  aussehen, eine Ruhepause täte ihr gut. Muss es wirklich sein, dass sie die Suche  nach den Flugzeugwrackteilen Amelia Earharts mit einer Rede begleitet? Täte es  nicht auch ein Staatssekretär?</p>
<p>Es geht ja nicht um die hohe Schule der Diplomatie,  sondern darum, einer Ozean-Expedition Rückendeckung zu geben. 75 Jahre ist es  her, dass die Amerikanerin Amelia Earhart, die erste Frau, die den Atlantik in  der Luft überquerte, über dem Pazifik als verschollen gemeldet wurde. Es gibt  neue Anhaltspunkte, Fotos, die vielleicht Rückschlüsse auf die Unglücksstelle  zulassen. Für Clinton ist es mehr als eine Suchaktion, aufgewühlt spricht sie  von Vorbildern, von Frauen-Power. „Als ich dreizehn war, schrieb ich der Nasa  und fragte, was ich tun müsste, um Astronautin zu werden.“ Die Weltraumbehörde  antwortete, bekanntlich gebe es keine Astronautinnen, und auch in Zukunft sei  nicht damit zu rechnen. Eine Amelia Earhart, schließt die Ministerin den Kreis,  hätte sich das nicht gefallen lassen. Sie klingt kampfeslustig, keine Spur mehr  von Routine oder gar Müdigkeit.</p>
<p>Vor vier Jahren blieb es Hillary Clinton verwehrt,  erste Präsidentin in der Geschichte der Vereinigten Staaten zu werden. Barack  Obama, ihr Vorwahlbezwinger, holte sie überraschend in sein Kabinett, in  Anlehnung an Abraham Lincoln, der harte Rivalen gern in seine Mannschaft  einband. Es waren euphorische Zeiten. Heute käme keiner mehr auf die Idee, Obama  mit dem legendären Old Abe auf eine Stufe zu stellen. Und was das „Team of  Rivals“ angeht, so ist es wohl mehr Schein als Sein.</p>
<p>Manche Staatschefs pflegten ein derart enges  Vertrauensverhältnis zu ihren Außenministern, dass letztere wirkten wie  Ko-Präsidenten. Harry Truman und George Marshall, Richard Nixon und Henry  Kissinger. Von Obama und Clinton lässt sich das nicht behaupten. Obama reißt  vieles an sich, manchmal überträgt er wichtige Aufgaben eher seinem Vize, dem  welterfahrenen Joe Biden, statt Madame Secretary damit zu betrauen. Zum Beispiel  hat Biden die politische Seite des Abzugs aus dem Irak gemanagt, nach außen  relativ reibungslos. In Sachen Afghanistan war er der Realität mit seiner  Skepsis näher als die Mehrheit der Regierungsriege. Während Clinton im  Gleichklang mit dem damaligen Pentagon-Chef Robert Gates eine Aufstockung der  US-Truppen um 30000 Soldaten empfahl, setzte Biden von Anfang an auf gezielte  Kommandoaktionen und ein kleineres Kontingent, weshalb er sich heute in seiner  Weisheit bestätigt fühlt. Klar wird auch, dass die frühere First Lady keine  Außenministerin der spektakulären Durchbrüche ist. Die sichtbare Bilanz fällt  mager aus, wie schon eine kurze Rückblende zeigt.</p>
<p>1996, als Hillarys Gatte Bill so wie heute Obama seine  Wiederwahl ansteuerte, hatten dessen Emissäre die Kriegsgegner des Balkans in  Dayton, Ohio, mit zäher Beharrlichkeit zu einem Friedensabkommen für Bosnien  gedrängt. In Nordirland stellte Washington Weichen für eine Aussöhnung zwischen  Katholiken und Protestanten, während es am Mittelmeer Israelis und Palästinenser  vermittelnd zu Kompromissen drängte. Heute sind die USA als ehrlicher Maklers in  Nahost praktisch nicht mehr aktiv, in der Syrienkrise herrscht kaum bemäntelte  Ratlosigkeit, in Libyen war man froh, Briten und Franzosen den Vortritt lassen  zu können.</p>
<p>Das Backen kleinerer Brötchen, Clinton sieht es  gelassen, sie versteht sich ohnehin mehr als Verwalterin eines  Reparaturbetriebs. Zehn Jahre lang hätten die Feldzüge in Afghanistan und Irak  daheim die Debatten bestimmt, dozierte sie neulich im „Economist“. Und als sie  ihr Amt antrat, kurz nach dem Crash der Finanzkrise, habe sie in aller Welt  ähnliche Fragen gehört. „Wenn eure Wirtschaft den Bach runtergeht, was geht dann  noch den Bach runter?“ „Wofür steht ihr eigentlich noch?“ Eine schmerzliche  Erfahrung, räumt sie ein. Ihr wichtigstes Anliegen sei es gewesen, nach der  Betonung militärischer Mittel unter George W. Bush Diplomatie und  Entwicklungshilfe aufzuwerten, den Charme „weicher Macht“.</p>
<p>Im eigenen Land kommt er an, der leise, bescheidene  Ton.  Umfragen zufolge sind zwei Drittel der Amerikaner angetan von der Arbeit  ihrer Chefdiplomatin, während nur etwa die Hälfte Obama bescheinigt, einen guten  Job zu machen. Teils liegt es in der Natur der Sache: Einer Außenministerin  lastet man hohe Arbeitslosenziffern und Rekorddefizite nicht an, einem  Präsidenten dagegen schon. Teils liegt es an Clintons Art, die Dinge  schnörkellos beim Namen zu nennen – die Praktikerin, die auf rhetorische  Höhenflüge verzichtet.</p>
<p>Inzwischen zweifelt ihre Fangemeinde kaum noch daran,   dass sie 2016 erneut fürs Oval Office kandidiert. Sie wäre dann 69, so alt wie  Ronald Reagan, als er erstmals ein  Präsidentschaftsvotum gewann. „Ich werde die  Erste sein, die sie zu einer Bewerbung auffordert“, kündigt Kirsten Gillibrand  an, die New Yorker Politikerin, die Clinton auf ihrem Senatssitz nachfolgte.  „Ich wäre froh“, sagt Ehemann Bill und klingt wie ein Motivationstrainer.  Zunächst aber legt die Weltreisende eine Pause ein, nur so viel ist vorläufig  sicher. Im Januar 2013 will sie ihren Schreibtisch im State Department räumen,  ganz gleich, wie im November die Wahl ausgeht. „Ich brauche ein wenig Zeit zum  Nachdenken“, begründet sie den Schritt. „Ich muss einmal herunter von der  Schnellspur, auf der ich seit so vielen Jahren unterwegs bin.“</p>
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		<title>„Macht euch auf ein neues Begräbnis gefasst“</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 08:44:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RZ-Korrespondenten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In manchen US-Staaten scheint sich ein mörderischer Rassismus zu entfalten. Nach einem Mord in Florida blickt die Nation nun auf Oklahoma im Herzen der Vereinigten Staaten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Frank Herrmann</p>
<p>Die Zeilen bei Facebook verraten Rachegedanken. Es seien nun zwei Jahre seit dem  Mord an seinem Vater vergangen, schrieb Jacob England und ließ das „N-Word“  folgen. Jenes Schimpfwort, das die Zeitungen nur mit dem Anfangsbuchstaben  andeuten, mit dem schwarze Amerikaner von unverbesserlichen  Überlegenheitsfanatikern aber noch immer herabgesetzt werden. Erst die Schüsse  auf seinen Vater, dann im Januar der Selbstmord seiner Verlobten Sheran, die  zuvor ein Baby zur Welt brachte &#8211; das sei alles zu viel. „Es ist schwer, nicht  in die Luft zu gehen“, notierte der 19-Jährige und fügte hinzu, was sich im  Nachhinein wie die Ankündigung eines Amoklaufs liest. Etwas könnte in dieser  Nacht passieren, „macht euch auf ein neues Begräbnis gefasst“.</p>
<p>Wenige Stunden später, in der Nacht zum Karfreitag,  stieg England mit seinem Freund Alvin Watts in einen verbeulten Pick-up. Im  Schwarzenviertel im Norden Tulsas, einer Stadt mit knapp vierhunderttausend  Einwohnern, begannen die beiden auf Passanten zu schießen, offenbar wahllos, wie  bei einer Lotterie des Todes. Drei Menschen, alle mit dunkler Haut, fielen dem  Mordfeldzug zum Opfer. Gegen ein Uhr Dannaer Fields, 49. Gegen zwei Bobby Clark,  54. Am Morgen fand man in der Nähe eines Bestattungsinstituts den dritten Toten,  den 31 Jahre alten William Allen. Am Sonntag wurden die beiden mutmaßlichen  Schützen verhaftet: Anonyme Hinweise auf der Crime-Stoppers-Hotline hatten die  Fahnder auf ihre Spur geführt.</p>
<p>England, der von Cherokee-Indianern abstammt, und  Watts, ein Weißer, mit dem er sich eine Wohnung teilt, stehen unter dringendem  Tatverdacht, auch wenn die Ermittler zur Stunde weder etwas bestätigen noch  etwas ausschließen wollen. Jason Willingham, ein Polizeisprecher, sprach in  vorsichtiger Diktion von Revanchegelüsten als eventuellem Motiv. Ob es ein  rassistisches Verbrechen war, darüber soll ein Gericht entscheiden, in einem  Verfahren, das die USA genauso aufwühlen dürfte wie der tragische Tod des  Teenagers Trayvon Martin in Florida. Nachdem Martin von George Zimmerman, dem  Chef einer Neighborhood-Watch-Patrouille, erschossen wurde, rollte eine Welle  heftiger Proteste durchs Land. Veteranen der Bürgerrechtsbewegung fühlten sich  an Zeiten erinnert, in denen man Afroamerikaner behandelte, als wären sie  Freiwild. Tatsächlich kommen nach und nach Nuancen ans Tageslicht, die so  eindeutige Schlüsse kaum zulassen. Inzwischen mussten sich große TV-Stationen  entschuldigen, weil sie den Dialog der Notrufzentrale mit Zimmerman verkürzt  wiedergaben und damit zuspitzten. Ob die Person, die den Verdacht des Wachmanns  errege, ein Schwarzer, ein Weißer oder ein Hispanic sei, fragte der Dispatcher.  Gesendet wurde nur Zimmermans Antwort: „Er scheint schwarz zu sein“.</p>
<p>Bei der Gewaltorgie in Oklahoma scheint es solche  Facetten nicht zu geben. Dass Rassismus im Spiel war, erschließt sich schon aus  Englands Facebook-Einträgen. Für den Hilfsarbeiter stand fest, dass ein  Afroamerikaner seinen Vater getötet hatte, als letzterer die Wohnung seiner  Tochter gegen den Einbrecher verteidigen wollte. Zwar konnten die Detektive den  Fall nicht abschließen: Der Mann, dem England die Tat anlastet, sitzt noch bis  2014 hinter Gittern, wegen unerlaubten Waffenbesitzes, nicht wegen Mordes.</p>
<p>Doch während die Grauzonen der Saga Trayvon Martin die  amtliche Zurückhaltung in Tulsa erklären mögen, sieht Jack Henderson keinen  Grund zu verbalen Slalomläufen. Natürlich sei Rassenhass ein Motiv gewesen, sagt  der Afroamerikaner, der in der Ratsherrenrunde der Stadt sitzt. „Wer auch immer  diese Verbrechen beging, hatte es auf Menschen mit schwarzer Haut abgesehen.“</p>
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		<title>Was Günter Grass auch hätte sagen müssen</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 08:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dietmar Brück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zünd-Stoff]]></category>
		<category><![CDATA[Atomwaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Grass]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Frage, Günter Grass hat mit seinem Gedicht kein literarisches  Meisterwerk geschaffen, nicht einmal ein politisches. Die wenigen Zeilen  sind weder von der Form noch vom Inhalt her eines Nobelpreisträgers  würdig. Aber so bedauernswert Grass&#8217; lyrische Einlassungen sind, so  unrühmlich sind auch viele Reaktionen auf die grantigen Worte des  Schriftstellers. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Frage, Günter Grass hat mit seinem Gedicht kein literarisches  Meisterwerk geschaffen, nicht einmal ein politisches. Die wenigen Zeilen  sind weder von der Form noch vom Inhalt her eines Nobelpreisträgers  würdig. Aber so bedauernswert Grass&#8217; lyrische Einlassungen sind, so  unrühmlich sind auch viele Reaktionen auf die grantigen Worte des  Schriftstellers. Ganz zuvorderst das Einreiseverbot, das nun der  israelische Innenminister Eli Jischai gegen den Schöpfer der  „Blechtrommel“ verhängt. Ist dies das neue Selbstverständnis der  israelischen Demokratie, die sich so gern als westlicher Leuchtturm im  Dunkel arabischer Despotien bezeichnet?</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Ähnlich daneben sind all die Attacken auf Grass, die den querköpfigen  Literaten als „Antisemiten“ abqualifizieren und platt auf seine  Vergangenheit in Hitlers Waffen-SS anspielen. Die reflexhaften  Reaktionen am Rande der Hysterie erschweren, nein, verhindern, jede  ernsthafte Debatte.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Bei all dem darf aber nicht übersehen werden, dass Grass den  Friedensbewegten in Israel und anderswo einen Bärendienst erwiesen hat.  Er hätte (was er wohl einsieht) niemals pauschal Israel an sich als  Gefahr für den Weltfrieden bezeichnen dürfen. Wenn überhaupt, dann das  rechtsgerichtete Kabinett unter Benjamin Netanjahu, das den Siedlungsbau  in den Palästinensergebieten gnadenlos forciert und drauf und dran ist,  militärisch gegen die iranischen Atomanlagen loszuschlagen. Grass hat  zudem ignoriert, wie groß die Bedrohung durch den Iran in der  israelischen Gesellschaft empfunden wird. Und letztlich fehlten in dem  Gedicht des störrischen Schriftstellers ein paar Strophen, in denen von  all den Hasstiraden die Rede ist, in denen der iranische Präsident  Mahmud Ahmadine-dschad die Vernichtung Israels beschwört. Auch das hätte  „mal gesagt werden müssen“, wie Grass sich ausdrückte. Schließlich ist  der Grass&#8217;sche Impuls nicht mal besonders intelligent. Denn seit  geraumer Zeit stabilisieren sich die iranischen und die israelischen  Hardliner gegenseitig. Das allgegenwärtige Bedrohungsszenario sichert  ihre Macht und lenkt von innenpolitischen Problemen ab. Grass hat dieses  Gleichgewicht des Schreckens eher zementiert als aufgebrochen. Wenn er  mit seinen provokanten Thesen etwas bewegen wollte, ist ihm das  gründlich misslungen.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Dabei wäre es höchst sinnvoll, etwas intensiver darüber zu diskutieren,  was gerade im nahöstlichen Raum geschieht. Ein israelischer  Militärschlag gegen den Iran könnte tatsächlich unkalkulierbare Folgen  haben. Der Iran ist ein gefährlicher Gegner. Zudem stellt sich die  Frage: Ist es auf Dauer überhaupt möglich, die Ausbreitung von  Atomwaffen – auch in fragwürdigen Regimes – zu verhindern? Ein Rest an  Vernunft hat selbst Schurkenstaaten wie Nordkorea bisher davon  abgehalten, ein nukleares Inferno zu entfachen. Wäre das beim Iran  wirklich anders? Über dieses Szenario sollte die Welt streiten. Und über  die Gefahr eines Krieges in einer Region, die sich in einem machtvollen  Aufbruch befindet. Doch stattdessen ereifern wir uns über die Worte  eines alten Mannes, der zu dieser Debatte kaum mehr etwas Substanzielles  beitragen kann.</p>
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		<title>Instagram, die Bilderplattform für uns: Wie und warum wir Rheinstagram.de starten</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 01:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18514'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Instagram_logo-300x300.png' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Was kann einem Journalisten Schöneres widerfahren, als große und kleine Geschichten auf dem Silbertablett serviert zu bekommen? Wer in Social Media eintaucht, erlebt das im Arbeitsalltag &#8211; und darum haben wir bei der Rhein-Zeitung einen besonderen Blick auf das Mediengenre der Statusmeldungen entwickelt. Nun zündet Stufe 2: das Fotoweb. Und anknüpfend an den Erfolg der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18530" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Instagram_logo.png" rel="lightbox[18514]"><img class="size-medium wp-image-18530" title="Logo von Instagram, dem derzeit schnellsten wachsenden Bilderdienst im Internet." src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Instagram_logo-300x300.png" alt="Logo von Instagram, dem derzeit schnellsten wachsenden Bilderdienst im Internet." width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Logo von Instagram, dem derzeit schnellsten wachsenden Bilderdienst im Internet.</p></div>
<p>Was kann einem Journalisten Schöneres widerfahren, als große und kleine Geschichten auf dem Silbertablett serviert zu bekommen? Wer in Social Media eintaucht, erlebt das im Arbeitsalltag &#8211; und darum haben wir bei der Rhein-Zeitung einen besonderen Blick auf das Mediengenre der Statusmeldungen entwickelt. Nun zündet Stufe 2: das Fotoweb. Und anknüpfend an den Erfolg der Fotoplattform Instagram begründen wir: <a href="http://www.rheinstagram.de">Rheinstagram.de</a>.</p>
<p><span id="more-18514"></span><strong>Die Bilderdienste im Internet nehmen Fahrt auf</strong></p>
<p>Was Twitter für Kurznachrichten bedeutet und Facebook für Statusmeldungen von Bekannten, das ist Instagram für Fotos: eine wunderbare Plattform für die Veröffentlichung und Erkundung von Fotos, zumeist mit dem Handy aufgenommen. Der vor nicht einmal 600 Tagen gegründete Webdienst aus den USA hat binnen kürzester Zeit einen Siegeszug um die Welt gestartet.</p>
<p>Mehr als 30 Millionen Nutzer haben sich dort angemeldet. Jetzt kam innerhalb von 24 Stunden mal eben eine weitere Million Neuanmeldungen hinzu, nachdem die Software auch für Android-Handys verfügbar gemacht wurde. Und die Zahl der hochgeladenen Fotos bei Instagram hat nach letzter offiziell verfügbarer Zahl vom August vergangenen Jahres 150 Millionen überschritten. Das vermutlich <a href="http://statigr.am/viewer.php#/detail/400000000_3849764">400-millionste</a> wurde ein Internetjahrhundert später im Januar hochgeladen.</p>
<p><strong>Es geht um die Qualität der Fotos</strong></p>
<p>Nun mögen diese Zahlen beeindrucken oder auch nicht (zumal im weltweiten <a href="http://mashable.com/2009/10/12/flickr-4-billion/">Maßstab</a>), sie sagen auch noch nichts über die Qualität der Fotos. Doch hat Instagram drei bis vier besonders wertvolle Mechanismen entwickelt, die überzeugen: Hashtags und eine API, interessante Fotofilter und einen funktionierenden Spamfilter.</p>
<ul>
<li><strong>Hashtags</strong> sind Stichworte, die jedes Bild verschlagworten. In dem Kommentar zu einem Foto fügt man einfach #koblenz #rhein und #deutscheseck hinzu, schon lassen sich ganze Bilderreihen aus Koblenz, zum Rhein und zum Deutschen Eck aufrufen. Das machen die Nutzer von Instagram so gerne, dass ein eigenes Navigierweb durch diese Hashtags möglich wird. Auf einen Klick hat man stets die jüngsten Fotos auf dem Schirm.</li>
<li><strong>Die  API </strong>verkörpert zurzeit den heißesten Schweiß für Journalisten, bedeutet sie doch den epochalen Übergang vom althergebrachten Schreiben von Texten in die gar nicht so schwierige Programmierung von Veröffentlichungen. Dahinter verbirgt sich ein <a href="http://instagr.am/developer/">Regelwerk</a>, nach dem externe Medien auf eine Datenbank, in diesem Fall die riesige Bildersammlung von Instagram, zugreifen dürfen. Leser und Zuschauer, Fotografen und Webseitenbesucher müssen sich damit nicht beschäftigen. Wohl aber bekommen wir als Betreiber eines neuen Webseitenangebots damit einen Schlüssel in die Hand, um die Tür zu einem neuen Universum der Blicke auf die Welt und die Region, unsere Region, aufzuschließen.</li>
<li><strong>Neue Fotofilter</strong> machen aus den manchmal allzu simplen Schnappschüssen mit dem Handy vielfach veredelte, manchmal geniale Aufnahmen. Bilder gewinnen bei sinnvollem Einsatz dieser Filter eine eigene Ästhetik, sei es der einfache fette schwarze Rand um ein Bild oder das Hinzufügen von Unschärfe, um aus einer Panoramaaufnahme ein Bild in Spielzeugeisenbahnoptik zu machen.</li>
<li><strong>Spamfilter</strong> bei Instagram sind so gelungen, dass man sie kaum bemerkt. Man muss schon lange suchen, um lästige Werbung zu finden oder unerträgliche Fotos. In aller Regel ist das Surfen durch die Instagram-Bildersammlung eine erfreuliche Diaschau.</li>
</ul>
<p><strong>Und der ganze Fotomist?</strong> Er ist schnell überwunden, schneller als schlechte Texte und schlechte Tweets. Bilder lassen sich auf einen Blick erfassen, anders als Texte. Wir erleben durch Instagram abermals eine Beschleunigung der medialen Erfassung und im Ansatz sogar neue Sehgewohnheiten. Entscheidend ist, den richtigen zu folgen.</p>
<p>Mein Kollege Christian Lindner hat zu diesem Zweck eine <a href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=17322">Rangliste</a> eingeführt, die erstmals für Deutschland eine qualifizierte Hitparade der sehenswerten Instagram-Nutzer bereitstellt. Darin finden sich wunderbar viele Akteure der deutschen Instagramszene, fürs Erkunden des neuen Fotowebs ist der Blogbeitrag ein Ansatzpunkt. Die Liste ist auf Rheinstagram.de ein noch auszubauender Bestandteil: Auf einen Blick die besten Fotos aus der Region angezeigt zu bekommen, ist das Ziel.</p>
<p>Bisher war Instagram nur auf dem iPhone nutzbar, dass seit Kurzem auch Besitzer von Android-Handys Bilder damit hochladen können, hat in den Kommentarbereichen unterhalb der Fotos für hitzige Diskussionen gesorgt. Im Web, also im Browserfenster, genoss die Bilderdatenbank von Instagram dagegen bisher eher ein Nischendasein: Instagram bietet selbst keine Seite zum Durchforsten und Stöbern an. Die Lücke füllen virtuose Dienste wie Webstagram und Statigram, die diese Fotos auf Englisch erschließen.</p>
<p><strong>Und da kommen wir ins Spiel: </strong><strong>Mit unserem neuen Dienst (Tusch!)</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong> <a href="http://www.rheinstagram.de">Rheinstagram</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.rheinstagram.de"></a></strong> erkunden nun auch wir von der Rhein-Zeitung gemeinsam mit unseren Lesern das neue Web der Bilder &#8211; mit einem klaren Fokus auf die Fotografen und die Leser am Rhein.</p>
<p><strong>Mitmachen </strong>kann dabei fast jedermann mit einem Smartphone-Handy. Man lade sich dazu einfach die notwendige Handysoftware über den Link auf <a href="http://www.instagram.com">www.instagram.com</a> herunter. Nach der Anmeldung bei dem Dienst kann man dort die eigenen Fotos hochladen. Und damit diese Bilder dann bei uns auf der Seite <a href="http://www.rheinstagram.de">rheinstagram.de</a> erscheinen, schreibe man ein Hashtag als Beschreibung. <em>#igerskoblenz</em> hat sich beispielsweise für Instagramers (&#8221;igers&#8221;) aus Koblenz eingebürgert.</p>
<p><strong>In der Betaphase</strong></p>
<p>Der vorliegende Stand von Rheinstagr.am ist eine Betaversion. So fehlen beispielsweise derzeit die Anzeige von Kommentaren zu Bildern und die  Möglichkeit, direkt auf der Webseite ein Bild zu &#8220;liken&#8221;, also als gerne gesehen zu markieren. Das geht zurzeit nur auf dem iPhone und dem Android. Es gibt Fehler in der Bedienbarkeit, ich bitte um Hinweise hier in den Kommentaren.  Und es gibt noch viele weitere Ideen, wie wir uns mit neuen Funktionen gemeinsam mit den Instagramern aus der Region das gemeinschaftliche Interesse an sehenswerten Aufnahmen teilen.</p>
<p>Diese Ideen sind im Werden, wie so vieles im Web. Was aber bleibt, ist unser Anspruch, auf allen relevanten Plattformen präsent zu sein oder selbst die Plattform bereitzustellen. Und uns dabei im Sinne von Geben und Nehmen stets mit unseren Lesern zu vernetzen. Rheinstagram.de ist unsere neue bevorzugte Bilderversammelstelle dafür.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze, Redakteur Rhein-Zeitung</em></p>
<p><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fblog.rhein-zeitung.de/?p=18514&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:100%; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe><br />
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/e5f77fd9b9d4458c8b95ca0f4a3b55ab" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Trailer des Tages: &#8220;Titanic 3D&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 22:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18513'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/titanic-3d-poster_5101-202x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Alles schon mal gesehen, aber doch ganz anders, ganz neu durch 3D-Effekt. Seit dem letzten Jahr können Kinobesucher Déjà-vus der Extraklasse erleben. 2011 kam bereits “Der König der Löwen” in überholter Version in die Kinos, Anfang des Jahres folgte “Star Wars – Episode 1″ in 3D. Überzeugt hat keiner der beiden wirklich - vielleicht ist das bei "Titanic" anders ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/titanic-3d-poster_5101-202x300.jpg" alt="Titanic Filmplakat" width="202" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18516" />
<p style="margin-bottom:12px">Alles schon mal gesehen, aber doch ganz anders, ganz neu durch 3D-Effekt. Seit dem letzten Jahr können Kinobesucher Déjà-vus der Extraklasse erleben. 2011 kam bereits <a href="http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&amp;p2=53126&amp;p3=">&#8220;Der König der Löwen&#8221;</a> in überholter Version in die Kinos, Anfang des Jahres folgte<a href="http://www.moviepilot.de/movies/star-wars-3d-episode-1-die-dunkle-bedrohung/comments"> &#8220;Star Wars &#8211; Episode 1&#8243; in 3D</a>. Wirklich überzeugt hat keiner der beiden Filme in der neuen Dimension, ausgezahlt hat sich der Aufwand dennoch. Die Kosten für die Konvertierung sind bei dem <a href="http://www.mediabiz.de/film/firmen/programm/der-koenig-der-loewen-3d/136926">Millionenpublikum</a>, das in die Kinos strömte, schnell wieder drin gewesen. Allein in den USA spielte &#8220;Der König der Löwen&#8221; in 3D rund <a href="http://boxofficemojo.com/movies/?id=lionking3d.htm">94 Millionen</a> ein; beide Filme konnten sich in der<a href="http://www.wulfmansworld.com/Die_besten_Filme/Die_erfolgreichsten_Kinofilme_aller_Zeiten"> Hitliste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten</a> verbessern.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Die Titanic sinkt erneut</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Was Disney und George Lucas können, das kann Avatar-Regisseur James Cameron natürlich auch und hat nun seinen Kino-Hit &#8220;Titanic&#8221; erneut auf die Leinwand geholt. Ein Jahr lang tüftelten rund 300 Spezialisten an der 3D Version des Blockbusters, rund 18 Millionen Dollar kostete der Spaß. Ersten <a href="http://www.moviejones.de/kritiken/kritik-titanic_1957.html">Kritiken</a> nach hat sich die Arbeit gelohnt. Unterwasserbilder, kantige Eisberge, das majestätische Schiff und hereinstürzende Wassermassen sollen in 3D besonders gut wirken. Macht euch selbst ein Bild &#8211; Ab heute gibt es Titanic wieder in den deutschen Kinos zu sehen. Um was es noch mal ging &#8211; hier der Trailer &#8230;<br />
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		<title>Da war&#8217;n es nur noch zwei &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 12:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18494'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/DieTributeVonPanem_Poster_A4-D-1-202x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Wenn die kleine Schwester in den Tod geschickt werden soll, würden Sie da ihren Platz einnehmen, um sie zu schützen? Für Katniss gibt es nur eine Antwort: Ja! In der Jugendbuchverfilmung „Die Tribute von Panem“ meldet sich die 16-jährige Überlebenskünstlerin freiwillig für ein brutales Spiel, bei dem 24 Kinder in einer Arena gegeneinander antreten müssen. Nur einer kommt lebend zurück. Der Film kann nicht ganz mit dem Buch mithalten, ist aber vor allem für die Jüngeren sehenswert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/DieTributeVonPanem_Poster_A4-D-1-202x300.jpg" alt="DieTributeVonPanem_Poster" width="202" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18495" /></p>
<p style="margin-bottom:12px">Ein Tipp vorneweg: Wer die Pubertät schon hinter sich gelassen hat, der tut gut darin, sich für die <a href="http://www.tributevonpanem.de/">„Tribute von Panem“ </a>eine späte Vorstellung auszusuchen. Irgendwie bin ich in der 17-Uhr-Vorstellung gelandet und habe es keine 5 Minuten, nachdem ich meinen Platz eingenommen habe, auch schon bereut. So ein Getuschel und Gekicher habe ich in solcher Ballung noch nicht im Kino erlebt. Im 2-Minuten-Takt hörte ich von allen Seiten her Sätze wie „So hab ich mir das aber nicht vorgestellt“ und „So ist das im Buch aber nicht“. Tja, das haben Buchverfilmungen so an sich.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Schauplatz: Ein dystopisches Nordamerika</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Für alle, die das <a href="http://www.dietributevonpanem.de/">Buch</a> noch nicht kennen, hier noch mal kurz der Inhalt: Katniss lebt in einem zukünftigen Nordamerika, das nach Umweltkatastrophen und Kriegen in zwölf Distrikte und ein Kapitol aufgeteilt wurde. Um an die Allmacht der Regierung zu erinnern, werden in jedem Jahr die sogenannten „Hungerspiele“ abgehalten, bei denen sich jeweils ein Junge und ein Mädchen aus jedem Distrikten in einer kameraüberwachten Arena bis zum Tod bekämpfen müssen. Dem Gewinner der Hungerspiele winkt ein Leben in Reichtum, außerdem entlastet er mit seinem Sieg seinen Heimatdistrikt für ein Jahr. Bis die Spiele erneut beginnen.
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/042247040-the-hunger-games-die-tribute-von-panem-300x200.jpg" alt="042247040-the-hunger-games-die-tribute-von-panem" width="300" height="200" class="alignright size-medium wp-image-18499" /></p>
<p style="margin-bottom:12px">Das Los fällt auf Katniss Schwester – im Wissen, dass die Kleine keine Chance zum Überleben hätte, meldet sich Katniss als Ersatz. Wie der Zufall es so will, muss das Mädchen zusammen mit dem gleichaltrigen Peeta in die Arena, mit dem sie eine bedeutungsschwangere Geschichte aus der Kindheit verbindet. Die beiden werden zusammen auf die Spiele vorbereitet und ihr Mentor erarbeitet eine Überlebensstrategie. Wie sich herausstellt, ist Peeta seit langem in Katniss verliebt – und so werden die beiden wohl oder übel zum tragischen Paar aus Distrikt 12.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Die Leiden der jungen Buchverfilmer</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Da das Buch aus Katniss Sicht geschrieben ist und sich vieles nur in ihrem Kopf abspielt, hatte ich erwartet, dass vielleicht mit einer Gedankenstimme gearbeitet wird. Aber Pustekuchen. Stattdessen wird das Blickfeld für den Kinobesucher erweitert – er bekommt nicht nur mit, was in der Arena passiert, sondern zum Teil auch in der Leitzentrale der Spiele, in den Distrikten und im Kapitol. Das ist teilweise gut gelungen, teilweise hat man sich meiner Meinung nach ein bisschen viel herausgenommen.
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Katniss-Peeta-training-center-better-quality-300x245.jpg" alt="Katniss-Peeta-training-center-better-quality" width="300" height="245" class="alignleft size-medium wp-image-18501" />
<p style="margin-bottom:12px">Inhaltlich wurde einiges gekürzt, umgeschrieben und einige Charaktere sind ganz rausgeflogen. Aber im Großen und Ganzen sind die wichtigsten Passagen vorhanden und so umgesetzt, dass man gut damit leben kann. Was mir wiederum gar nicht gefallen hat, war die Interaktion zwischen Katniss und Peeta. An deren Dialogen wurde so viel rumgestrichen, dass nichts Herzergreifendes mehr übrig blieb. Im Buch ist Peeta ein charmanter, witziger und redegewandter junger Mann, im Film ist er irgendwie blass und langweilig. Auch finde ich, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern nicht so richtig stimmt. Anziehung – Fehlanzeige.
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/The-Hunger-Games-Effie-Trinket-2-150x150.jpg" alt="The Hunger Games Effie Trinket" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-18504" />
<p style="margin-bottom:12px">Generell muss ich sagen, dass ich mit der Besetzung der Rollen nicht besonders glücklich bin. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jennifer_Lawrence">Jennifer Lawrence</a> spielt Katniss zwar überzeugend, aber ich habe einfach immer das blonde, hübsche Mädchen im Hinterkopf, das ein wenig auf Landei getrimmt und braun gefärbt wurde. Ähnlich ergeht es mir mit Peeta – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josh_Hutcherson">Josh Hutcherson</a> hat für seine Rolle eine blonde Haarpracht bekommen, die nicht zu seinem Typ passen will. Andere Rollen, gleiches Spiel. Überzeugt hat mit in der Rollenbesetzung eigentlich nur Effie, die von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Banks">Elizabeth Banks</a> herrlich nah am Buch gespielt wird.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Abschließendes Urteil:</strong><br />
Das Buch war grandios, der Film kann da nicht ganz mithalten. Zuviel der Spannung geht beim Seitenübersetzen verloren – berührt und mitgerissen haben mich nur noch wenige Szenen. Vor allem harmoniert das Filmpaar für mich kein bisschen, was wahrscheinlich das zentrale Problem ist. Generell würde ich sagen, dass das Buch auch für Erwachsene ein wahres Lesevergnügen war, der Film tatsächlich aber ein Jugendfilm geworden ist. Interessant war die Kinoversion von „Die Tribute von Panem“ dennoch &#8211; zumindest kommt die Brutalität des Spiels rüber, ebenso wie die Kritik an unserer Reality-TV-verseuchten Gesellschaft.
<p>
<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/04/Bewertung-TP.jpg" alt="Bewertung TP" width="556" height="356" class="aligncenter size-full wp-image-18496" /></p>
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		<title>Ein bisschen Buga ist zurück</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 16:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Lampert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18472'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/IMG_7145-1024x682.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Die ehemaligen Anlagen der Bundesgartenschau in Koblenz sind fast fertig umgestaltet. Wie schaut's am Deutschen Eck, dem Schloss und auf der Festung Ehrenbreitstein jetzt aus? Ich habe mich mit der Videokamera umgesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahr nach Beginn der Buga in Koblenz blüht die Stadt wieder auf:  <strong>&#8220;Koblenzer Gartenkultur&#8221;</strong> heißt die Buga-Nachfolgerin &#8211; und die wird an diesem Wochenende eröffnet.</p>
<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/IMG_7145.JPG" rel="lightbox[18472]"><img class="size-large wp-image-18473 alignleft" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/IMG_7145-1024x682.jpg" alt="IMG_7145" width="256" height="171" /></a>Wer sich die ehemaligen Gartenschau-Anlagen ansehen will, bekommt jetzt vielleicht aber <strong>einen kleinen Schreck</strong>. Denn der ein oder andere Bagger fährt oben auf dem Festungsplateau noch herum, neben einigen bunten Blumenbeeten sieht man <strong>braune, abgesperrte Flächen</strong>. &#8220;Warum wurde denn da nichts gemacht?&#8221;, wird der Blumenfreund fragen. Es wurde etwas gemacht. Rasen gesät nämlich. Der braucht nur noch ein bisschen Zeit und Regen.</p>
<p><strong>Ich habe mich vom technischen Leiter der Buga, Berthold Stückle, vor Eröffnung der &#8220;Koblenzer Gartenkultur&#8221; über die umgestalteten Buga-Flächen führen lassen.</strong> Er schätzt: Anfang oder Mitte Mai sind auch die letzten kahlen Stellen verschwunden, stehen die Flächen wieder komplett in sattem Grün.</p>
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		<title>Fluchlärm!</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18457</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 10:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Lampert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18457'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Journal-Foto-1024x494.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Jeden Montag demonstrieren am Frankfurter Flughafen Tausende Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet gegen den Fluglärm und die neu gebaute Landebahn. Ich habe mir von einigen Demonstranten ihre ganz persönlichen Beweggründe erzählen lassen - und aufgeschrieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jeden Montag demonstrieren am Frankfurter Flughafen Tausende Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet gegen den Fluglärm und die neu gebaute Landebahn. Den täglichen Krach am Himmel schimpfen sie &#8220;Fluchlärm&#8221;.<br />
</strong></p>
<p>Ich habe eine dieser <strong>Montagsdemos</strong> besucht. Ein Seite Reportage im Journal der Rhein-Zeitung und ein Video sollten dabei herauskommen. Nach ein paar Gesprächen mit den Demonstranten vor Ort stand aber fest: Was man mir hier erzählt hat, passt gedruckt nicht auf eine Zeitungsseite.</p>
<p><strong>Drei Seiten </strong>durfte ich letztendlich vollschreiben. Voll mit den <strong>ganz persönlichen Geschichten </strong>hinter den wöchentlichen Demos. Denn die Menschen haben <strong>ganz unterschiedliche Gründe</strong> dafür, gegen den Fluglärm auf die Straße und ins Terminal zu gehen. &#8220;Die Bahn muss weg&#8221;, fordern die einen. Die anderen würden sich schon mit einer Kapazitätsbegrenzung der Flugbewegungen zufriedengeben.</p>
<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Journal-Foto.jpg" rel="lightbox[18457]"><img class="aligncenter size-large wp-image-18460" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Journal-Foto-1024x494.jpg" alt="Journal Foto" width="524" height="242" /></a></p>
<p>Die dreiseitige <strong>Reportage</strong>, ein<strong> Interview </strong>mit dem ehemaligen ZDF-Nachrichtensprecher Klaus-Peter Siegloch, jetzt Präsident beim <span> Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, und <strong>Fotos</strong> gibt es <a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de/mainz_artikel,-Front-gegen-Fluchlaerm-_arid,401100.html" target="_blank">hier</a>.</span></p>
<p><span>Familie Nischell aus Mainz-Laubenheim erklärt im <strong>Video</strong>, wieso sie sich jeden Montag auf den Weg zum Frankfurter Flughafen macht:<br />
</span></p>
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		<title>Erstis starten ins (süße) Studentenleben</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 08:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Lampert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Lampert]]></category>
		<category><![CDATA[Erstsemester]]></category>
		<category><![CDATA[Fachhochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Koblenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr als 700 Erstsemester haben an der Fachhochschule Koblenz ihr Studium begonnen - Ich war bei der "Ersti"-Begrüßung mit der Videokamera dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr als 700 Erstsemester haben an der Fachhochschule Koblenz ihr Studium begonnen &#8211; Ich war bei der &#8220;Ersti&#8221;-Begrüßung mit der Videokamera dabei.</strong></p>
<p>Acht Jahre zurückversetzt habe ich mich gefühlt. Die Erstis waren alle genauso aufgeregt wie ich an meinem ersten Tag an der Uni. Zum Glück stand bei der Begrüßung in der FH Koblenz überall reichlich Nervennahrung bereit &#8230;</p>
<p><strong>Text </strong>und <strong>Fotos</strong> vom Termin gibt es <a href="http://ku-rz.de/1qpf" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trailer des Tages: &#8220;American Pie &#8211; Das Klassentreffen&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 19:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
				<category><![CDATA[Großes Kino!]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18442'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/American_Pie_das_Klassentreffen_Poster02-212x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Nichts ist besser als das Original – das haben sich wohl auch die Macher von “American Pie” gedacht, die mit ihren unzähligen Nachfolgern ohne Originalbesetzung nicht mehr punkten konnten. Irgendwie haben sie sie also wieder zusammengetrommelt, die ganze Clique rund um Jim und seinen Apfelkuchen. Ich bin mal gespannt, ob das letzte Stück wirklich das Beste ist, oder ob es uns den Magen verdirbt …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/American_Pie_das_Klassentreffen_Poster02-212x300.jpg" alt="American_Pie_das_Klassentreffen" width="212" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18443" />
<p style="margin-bottom:12px">Nichts ist besser als das Original – das haben sich wohl auch die Macher von “American Pie” gedacht, die mit ihren unzähligen Nachfolgern ohne Originalbesetzung nicht mehr punkten konnten. Irgendwie haben sie sie also wieder zusammengetrommelt, die ganze Clique rund um Jim und seinen Apfelkuchen. Ich bin mal gespannt, ob das letzte Stück wirklich das Beste ist, oder ob es uns den Magen verdirbt …
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Inhalt:</strong><br />
Jahre sind vergangen, seitdem Jim, Stifler, Oz und Co. die Highschool unsicher gemacht haben. Ihre Leben haben sich verändert und in getrennte Richtungen entwickelt. Jim führt mit Michelle ein beschauliches Familienleben, Stifler hat Karriere gemacht und Kevin ist zum Hausmann geworden. Beim Klassentreffen kommen sie alle wieder zusammen, erinnern sich der guten alten Zeiten und beweisen, wie viel Kind noch in den Männer steckt. Sie werden alten und neuen Versuchungen ausgesetzt und zeigen, dass sie immer noch für eine Highschool-Party zu haben sind.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Filmstart in Deutschland:</strong><em> 26. April 2012</em><br />
]]></content:encoded>
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		<title>Journalismus 2020: So machen wir das &#8211; mit der Bezahlschranke</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 02:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlschranke]]></category>
		<category><![CDATA[Eingangspforte]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie müsste eine Bezahlschranke wohl aussehen, damit sie beim Leser ankommt? Das ist vermutlich eine der wichtigsten Fragen des Jahres 2012 in Mediendeutschland, da nun die ersten Medien hierzulande versuchen, mit ihren Erzeugnissen im Web Geld zu verdienen. Vermutlich ist das auch eine der unwichtigsten Fragen für unsere Leser. Nur kommen wir nicht daran vorbei.
.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie müsste eine <em>Bezahlschranke </em>wohl aussehen, damit sie beim Leser ankommt? Das ist vermutlich eine der wichtigsten Fragen des Jahres 2012 in Mediendeutschland, da nun die ersten Medien hierzulande versuchen, mit ihren Erzeugnissen im Web Geld zu verdienen. Vermutlich ist das auch eine der unwichtigsten Fragen für unsere Leser. Nur kommen wir nicht daran vorbei.<span id="more-17705"></span><br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Das Wort <em>Bezahlschranke </em>an sich ist ungeeignet, beim Leser &#8220;anzukommen&#8221;. <em>Lesen </em>und <em>Schranke </em>schließen sich gegenseitig aus wie Anhalten und Durchfahren. Darum haben die Journalisten in den USA bereits vor einiger Zeit begonnen, anstelle von Schranken <em>Leitplanken </em>in ihre Webangebote einzuweben. Spricht etwas gegen das Wort Eingangspforte?<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<span style="color: #ffffff;"> </span>Dahinter steckt die Erkenntnis: Der seit mehr als einem Jahrzehnt kennengelernte Online-Leser hat sich seine eigenen Lesewege erschaffen. Im Web sind konkurrierende kostenfreie Angebote nur einen Klick entfernt; es nützt also wenig, ihn vom Start weg eine <em>Schranke </em>vor die Nase zu setzen, denn dann muss dahinter schon ein besonders hochwertiger Inhalt sichtbar werden, wie beispielsweise die Stiftung Warentest mit ihren aufwendigen Vergleichstests regelmäßig beweist.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong>Wer sich als Leser ein oder zweimal im Leben einen Kühlschrank kauft, </strong>der dürfte ein besonderes Interesse daran haben, ein paar Euro zusätzlich in das Wissen zu investieren, welche Geräte auf dem Markt sind, wie sie sich unterscheiden, welche langfristig günstiger sind, welche zu den Testsiegern gehören. Darum sind Warentest-Texte im Web ein Erfolg, trotz und wegen der Bezahlschanke.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Wie also sollte eine Bezahlschranke bei anderen Angeboten aussehen, damit sie von möglichst vielen Lesern möglichst häufig überwindenswert wird? Im lokalen und regionalen Journalismus sind hochwertige Inhalte nicht so eindeutig sichtbar wie ein Vergleichstest von Warentest. Wenn der Gemeinderat über die Kindergartengebühren diskutiert, interessiert es einen Ort weiter schon kaum noch, welche Politiker sich wie geäußert haben &#8211; ein Bericht der Lokalpresse über das Thema interessiert <em>wenige</em> ganz besonders stark und <em>viele andere</em> eher wenig. Ebenso ergeht es dem Bericht über das jüngste Spiel des örtlichen Sportvereins, den Hinweis zum Flohmarkt am kommenden Wochenende, den Halbmarathon von gestern nachmittag: Interessant ist jeder Text für eine kleine, feine Klientel, zumeist Betroffene, Teilnehmer &#8211; und <em>Stöbernde</em>.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong>Das Stöbern</strong> ist im Lokalen und Regionalen der häufigste Lesemechanismus. Na klar: Es sind die zwei, drei wichtigsten Themen des Tages aus dem Augenwinkel schnell erfasst, sei es auf der Titelseite der Zeitung oder auf der Startseite des Online-Auftritts. Man will ja auf dem Laufenden bleiben. <em>Stöbernde </em>aber ebenso wie Wanderer kann ich nicht vom Start weg mit einer Schranke begrüßen. Das erleben sie zweimal, dann wählen sie andere Wege.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Welchen Erfolg das Stöbern als Lesemechanismus hat, zeigt Facebook. Dort begibt man sich in eine Welt der großen und kleinen Nachrichten, die aus klassischer journalistischer Sicht eigentlich keine Nachrichten sein dürften. Dort konkurriert das journalistische Video vom Firmenlauf samt Bilderstrecke plötzlich mit den Bildern anderer Teilnehmer, der Ergebnistabelle des Veranstalters, den Reaktionen anderer darauf und sogar mit den Reaktionen auf die Reaktionen der anderen ( und seit ein, zwei Jahren auch mit den Nachrichten der örtlichen Medienmarke, die bei Facebook unterwegs ist).<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong>Wir konkurrieren mit geänderten Lesemechanismen, nicht anderen Medien</strong><br />
<strong><span style="color: #ffffff;">.</span></strong><br />
Im Grunde also konkurriert das klassische Zeitungswesen online mit einer zunehmenden Zahl an Lesemechanismen, die sich durch Twitter, Instagram, Wer-kennt-wen, Youtube, demnächst vielleicht Pinterest und <a href="http://www.pingram.me">Pingram</a> auch noch mittels Bildern und Videos vervielfacht. Es müsste schon eine sehr hochwertige Darstellung eines lokalen Ereignisses wie ein Firmenlauf sein, bevor der Leser dazu bereit ist, dafür zu bezahlen &#8211; wenn er doch so gut wie alles wesentliche dazu auf anderen Plattformen findet.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Es sei denn,  die örtliche Zeitung versteht es, in diese örtlichen Plattformen einzutauchen: die anderen Plattformen einzubinden, regelmäßig zu sichten, gezielt zu nutzen, ausgewählt zu kuratieren. Das ist kein Widerspruch dagegen, dass Facebook und Co. aus den USA stammen und multinational agieren &#8211; ihre Erzeugnisse wirken auch im Lokalen.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Die eingangs erwähnten <em>Leitplanken </em>könnten den Weg weisen. Damit meine ich nicht, einfach bei Twitter und Facebook regelmäßig Links auf einen beschrankten <em>Checkpoint Charly</em> als Vorposten des eigenen Angebots zu verbreiten. Du musst, wenn Du den Leser ernst nimmst, zumal online, einen <em>vertrauenswürdigen Link</em> bieten. Einen, der hält, was er verspricht. Der herkömmliche Link entwertet sich, wenn dahinter nur eine Anmeldemöglichkeit fürs Abo steckt.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Viel mehr als irgendwelche ausgefeilten Apps, viel mehr als Kooperationen mit anderen Webseiten, viel mehr als geprintete Beilagen in der Zeitung kann ein Link vom Leser verstanden werden. Dieser <em>wertvolle Link</em> als kleinste gemeinsame Einheit eines journalistisch tiefgreifend oder auch nur zutreffend dargestellten Ereignisses kann zum Beispiel das Ergebnis vom Firmenlauf sein, der auf der Website des Veranstalters gespeichert liegt; dieser Link kann ebenso die große Zusammenstellung sein, die im eigenen Webangebot der Zeitung im besten Fall mehrere Fotostrecken, Video, Reportage, Links zu ausgewählten Instagram-Bildern und eine Storify-Zusammenstellung mitsamt Youtube-Amateurvideos und Tweets enthält. Um nicht zu sagen: verlinkt.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong>Unsere Zukunft ist der journalistische Link.</strong><br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Solch ein journalistischer Link macht noch keinen bezahlten Journalismus. Seine Qualität ergibt sich nicht nur aus dem Inhalt dahinter, sondern auch aus der Erfahrung der Beziehungen zu anderen, der Zahl qualifzierter beitragender Journalisten dahinter, und der Auswahl und des Trichters dahinter, auf den die ausgewählten Links hinter dem ersten Link verweisen.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Und wenn am Ende ein Leser immer mehr davon von Anfang bis Ende lesen möchte, und das nicht nur heute, sondern auch morgen; wenn er das nicht nur zum örtlichen Firmenlauf lesen möchte, sondern auch zur Kindergartengebührendiskussion, zum lokalen Fußballspiel, zur Beschlagnahmung des PCs des Bundespräsidenten bis ihn zur kleinen Meldung über den Flohmarkt am Wochenende, der ausfällt &#8211; sollten wir Journalisten solch einen Menschen nicht als Stammleser, Lieblingskunden, Gerne-Retweeter und irgendwann <em>Abonnenten </em>bezeichnen dürfen?<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Und ihm am Ende dafür einen Obolus abverlangen, wenn er regelmäßig maximalstes Interesse an allen unseren Texten, Fotostrecken, Kurationen, Live-Tickern und Tweets hat? Nicht vom ersten Klick an, aber ab ungefähr dem zwanzigsten? Oder dem vierzigsten über einen verlängerten Zeitraum?<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<span style="color: #ffffff;"><span style="color: #ffffff;">.</span></span><br />
Im Grunde geht es darum, die regionalen Wenignutzer eines Webangebots davon zu überzeugen, gerne wiederzukommen. Und es geht darum, die <em>Vielnutzer </em>eines Webangebots davon zu überzeugen, dass es sich in der Summe lohnt, <em>gegen Gebühr</em> Vielnutzer zu sein.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Da wird regelmäßig keine klare Lebensführungsempfehlung für den Kauf eines Kühlschranks heraus kommen, aber doch so etwas der gelegentlich erstöberte hilfreiche Tipp dazu, dass am Wochenende auf dem Flohmarktgelände statt des Flohmarkts eine Autoshow stattfindet und im Theater ein gewisser Joachim Gauck zur Lesung kommt.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Journalismus, der dahinter steckt, kostet Geld. Auch der clevere Tweet und die eilende Facebook-Veröffentlichung &#8220;Ja, da war ein Erdbeben gerade&#8221; ist Journalismus. Wenn wir unsere Leser also davon überzeugen können, dass sie ein stimmiges Modell aus Kostenlos- und kostenpflichtigen Inhalten erwerben, wenn sie sich auf uns als Redaktion einlassen, dann gehen wir einen Pakt ein.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Der Pakt geht so, dass wir als Zeitung unsere Leser regelmäßig einladen, uns zu lesen. Und wenn sie das online vermehrt tun und regelmäßig wiederkommen, dann kündigt sich beim 20. Klick die Bezahlschranke an. Wir nutzen die Vielfalt der Wenigleser, um den Vielfachlesern Mehrwert durch Auswahl zu bieten.<br />
<span style="color: #ffffff;">.Ist das </span><br />
Ist das eine Überlegung für Journalismus 2020?</p>
<p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fblog.rhein-zeitung.de/?p=17705&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:100%; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe><br />
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/00d49b6331154d09bb1fa9f76d692752" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Bitte einsteigen!</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 19:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Lampert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf gehts zur virtuellen Seilbahnfahrt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Blauer Himmel, Sonnenschein &#8211; traumhaftes Frühlingswetter pünktlich zum Start in die <strong>neue Seilbahnsaison</strong> in Koblenz.</p>
<p>Ich gehörte zu denjenigen, die am Freitagmorgen mit der allerersten Kabine in diesem Jahr über den Rhein schweben durften. Wer es noch nicht zur Seilbahn nach Koblenz geschafft hat: <strong></strong></p>
<p><strong>Hier ist das Gondel-Gefühl für den Bildschirm</strong></p>
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		<title>Journalist Zufall</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 18:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18411'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/die-vierte-macht-moritz-bleibtreu-212x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Man nehme ein bisschen  von „Das Experiment“, ein bisschen von  „Baader Meinhof Komplex“, ein Spritzer von „Zettl“ und zum Schluss noch einen Schuss eines beliebigen Schatzjägerfilms; verquirlt das Ganze und schon haben wir die „Vierte Macht“. Ein Polit-Thriller, mit viel Zeigefinger, schlechtem russischen Akzent und einer Menge Wodka. Sicher nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste von Moritz Bleibtreus Filmen …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/die-vierte-macht-moritz-bleibtreu-212x300.jpg" alt="die vierte macht moritz bleibtreu" width="212" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18412" />
<p style="margin-bottom:12px">Man nehme ein bisschen  von „Das Experiment“, ein bisschen von  „Baader Meinhof Komplex“, ein Spritzer von „Zettl“ und zum Schluss noch einen Schuss eines beliebigen Schatzjägerfilms; verquirlt das Ganze und schon haben wir die „Vierte Macht“. Ein Polit-Thriller, mit viel Zeigefinger, schlechtem russischen Akzent und einer Menge Wodka. Sicher nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste von Moritz Bleibtreus Filmen …
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Ein Deutscher mischt Moskau auf</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Paul Jensen kann zwar kein Russisch, soll aber trotzdem irgendwie die Klatschseite eines russischen Magazins auf Vordermann bringen. Ganz ohne Hintergrund hat es den deutschen Journalisten nicht nach Moskau verschlagen, denn sein Vater hat früher lange Zeit für das Magazin gearbeitet. Der Fotograf Chris (Max Riemelt) bringt ihm das russische Nachtleben und die wichtigen Persönlichkeiten der Szene näher – doch bald schon wird Paul auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mitten auf der Straße wird vor ihm ein anderer Journalist erschossen.
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/4thpower-300x225.jpg" alt="4thpower" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-18414" /></p>
<p style="margin-bottom:12px">Weil Paul seiner Kollegin imponieren will, setzt er einen kurzen Nachruf auf seine Klatschseite und landet so im Visier des Geheimdienstes. Ab diesem Zeitpunkt läuft für Paul alles aus dem Ruder. Er wird Zeuge einer Bombenexplosion in der Moskauer U-Bahn und wacht im Gefängnis auf. Plötzlich steht er unter Terrorverdacht und muss sich in der überfüllten Zelle Freunde machen, um zu überleben. Doch selbst, als er schließlich rauskommt, will er nicht schnellstmöglich nach Good Old Germany – nein! Er möchte vorher noch ein Zeichen setzen.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>So arbeiten Journalisten?</strong>
<p style="margin-bottom:12px">„Die vierte Macht“ erschien mir als ein „Muss-Film“ für jemanden aus meinem Berufsstand, leider hatte das, was ich sehen durfte, weniger mit investigativem Journalismus, sondern mehr mit „Kommissar Zufall“ zu tun. Der verlorene Junge, der sich vom politischen Journalismus abgewendet hat, wird durch seine Erlebnisse im Gefängnis bekehrt und findet die fehlenden Puzzlestücke für seine Enthüllungs-Story rein zufällig im Chaos des Arbeitszimmers seines verstorbenen Vaters.
<p style="margin-bottom:12px">Doch Paul hat nicht nur Glück, er ist auch einfach wahnsinnig talentiert. Denn er schafft es ganz locker, den „Artikel des Jahrhunderts“ eben einfach mal so auf einem Hotelrechner runterzutippen. In kürzester Zeit und ohne etwas nachlesen zu müssen, schreibt er seinen Text, der dann auch ohne Gegenlesen abgedruckt werden kann. Eben ein echtes Meisterwerk, das natürlich jeder, aber auch wirklich jeder unbedingt lesen will. Da kann ich nur sagen: Hut ab!
<p>
<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/46ff72099a-300x216.jpg" alt="46ff72099a" width="300" height="216" class="alignleft size-medium wp-image-18413" /></p>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Gutes und schlechtes Schauspiel</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Der Film war durchaus spannend und hat auch zum Nachdenken angeregt, aber war doch streckenweise sehr langatmig. Die schauspielerische Leistung ist anerkennenswert, gerade Moritz Bleibtreu macht eine gute Figur auch ohne gute Figur. Seine Performance im Gefängnis ist wirklich gut – die Angst in den Augen, die Hilflosigkeit im Gesicht, man nimmt ihn den verzweifelten Gefangenen voll und ganz ab. Schwierig fand ich hingegen den Auftritt von Max Riemelt – dessen russischer Akzent so aufgesetzt rüber kam, dass er schon fast komisch war.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Abschließendes Urteil:</strong><br />
Ich war schon ein bisschen enttäuscht über die deutsche Produktion. Das Grundgerüst der Geschichte ist gut, in der Umsetzung ist es aber ein bisschen zu schwerfällig, ein bisschen unglaubwürdig, ein bisschen zu gewollt. Der Punkt, an dem ich den Film nicht mehr richtig ernst nehmen konnte, war der, als Paul plötzlich zum Rätsellöser wird und auf unglaubwürdigste Art das Vermächtnis seines Vaters aufspürt. Wer sich davon nicht abschrecken lässt: „Die vierte Macht“ ist sehenswert. Düster, kritisch und gut gespielt.
<p>
<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Bewertung-vM.jpg" alt="Bewertung vM" width="534" height="343" class="aligncenter size-full wp-image-18417" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Spotify war der Anfang: Musikdienste WiMP, Google Play, Rdio, Simfy, iTunes im Vergleich</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18382</link>
		<comments>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18382#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 00:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Music]]></category>
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		<category><![CDATA[WiMP]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18382'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/wimp_RGB_farge_460p_tcm28-54877-300x223.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>er heißeste neue Musikdienst heißt Spotify? Das glaube ich nicht. Seit ein paar Stunden habe ich WiMP erkundet, einen Dienst, der derzeit noch in einer geschlossenen Betaphase ist. Er rockt. Aber er ist nicht allein. 
Vor zwei, drei Monaten habe ich bei Google Music alias Google Play meine Musiksammlung hochgeladen. 
Und vorletzte Woche Rdio kennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_18387" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/wimp_RGB_farge_460p_tcm28-54877.jpg" rel="lightbox[18382]"><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/wimp_RGB_farge_460p_tcm28-54877-300x223.jpg" alt="Musikdienst WiMP: Streaming statt Speichern." title="Musikdienst WiMP: Streaming statt Speichern." width="300" height="223" class="size-medium wp-image-18387" /></a><p class="wp-caption-text">Musikdienst WiMP: Streaming statt Speichern.</p></div>Der heißeste neue Musikdienst heißt <em>Spotify</em>? Das glaube ich nicht. Seit ein paar Stunden habe ich <em>WiMP </em>erkundet, einen Dienst, der derzeit noch in einer geschlossenen Betaphase ist. Er rockt. Aber er ist nicht allein. </p>
<p>Vor zwei, drei Monaten habe ich bei <em>Google Music</em> alias <strong>Google Play</strong> meine Musiksammlung hochgeladen. </p>
<p>Und vorletzte Woche <strong>Rdio </strong>kennen und schätzen gelernt. </p>
<p>Andere schwören auf weiter auf <strong>Simfy</strong>. Wieder andere halten an <strong>iTunes</strong> fest. </p>
<p><strong>Was passiert da gerade im Musikgeschäft?</strong></p>
<p><strong>Vierzehn Jahre nach Napster und elf nach iTunes</strong> gibt es zurzeit die nächste Musikvolte auf die Ohren. <a href="http://www.spotify.com">Spotify</a>, <a href="http://www.wimp.de">WiMP</a>, <a href="http://music.google.com">Google Play</a>, <a href="http://www.rdio.com">Rdio</a>, <a href="http://www.simfy.com">Simfy</a> und <a href="http://www.itunes.com">iTunes</a> verändern den Umgang mit Musik. Getrieben von diesen vielen jungen und zwei alten IT-Unternehmen, erlauben die großen Musiklabels inzwischen, Songs zum <em>Streamen aus der Cloud</em> bereitzustellen, was sich beim Hörer neuerdings denkbar einfach bemerkbar macht: Er kann seine Liedersammlung über mehrere Abspielgeräte hinweg ohne Hin- und Hergestöpsel abgleichen. Abspiellisten von iTunes können in die neuen Dienste übernommen werden, wie von Geisterhand erscheinen sie eine Weile später auf dem Handy. Und es werden plötzlich auch Titel abspielbar, die man noch gar nicht heruntergeladen hat (und auch nicht herunterladen kann), die aber als <em>Stream</em> schon mal für die nächsten dreieinhalb Minuten hörbar werden und das auch noch für die nächsten paar Wochen der Nutzung des jeweiligen Dienstes. Entdecken kann man die neuen und noch viel häufiger alten Titel über die Hörhinweise anderer bei Facebook oder über die &#8220;Freundschaften&#8221; mit Bekannten im jeweiligen Dienst.</p>
<p><strong>Der Kern der Neuerungen:</strong> Die Hürde zum Entdecken neuer und alter Musik sinkt. Die neuen Dienste funktionieren weitgehend aus dem Internet heraus: Man meldet sich auf der Webseite an und hat dann ein paar Millionen Musiktitel zum Erkunden zur Verfügung. Nach einer Testphase von ein paar Wochen wird der Dienst kostenpflichtig: Dann zahlt man monatlich eine Flatrate zum Musikhören.</p>
<p><strong>Die Kehrseite: </strong>Die klassische MP3-Datei hat in diesem Gefüge ausgedient. Keinen der beliebt gewordenen Titel hat man künftig noch physisch auf der Festplatte, höchstens noch in einem unentschlüsselbaren Zwischenspeicher namens Cache. Erlöscht das Abo für den Dienst, ist die Musik auch nicht mehr abspielbar.</p>
<p><strong>Die Musiksammlung wächst, aber ist auf einen Klick auch weg</strong></p>
<p>So locken die Dienste mit der Verheißung des musikalischen Eden, in dem die guten wie die schlechten Titel einem nur so zufliegen und gefallen oder auch nicht. Wer darin einsteigt, macht eine Wette darauf, dass Musiker auch im nächsten Monat noch wieder neue gelungene Stücke veröffentlichen und man gleichzeitig alte Titel entdeckt, die man bisher nicht kannte. Die eigene über Jahre und Erfahrungen gewachsene Musiksammlung ist aber so schnell weg wie das Browserfenster nach dem Klick auf den Kündigungsbutton.</p>
<p>Dabei setzen die neuen Dienste zum Einen aufs Entdecken neuer Musik und zum Zweiten auf den Komfort in unserer digitalen Gesellschaft: Entdeckt wird Neues über Freunde im Social Web, für neuen Komfort sorgen die automatisierten Abgleiche über Gerätegrenzen hinweg.</p>
<p><strong>Spotify</strong> hat das Prinzip Social Media am weitesten getrieben. Der jetzt in auch Deutschland gestartete Dienst wird vor allem dadurch sichtbar, dass neuerdings in der Bekanntschaft bei Facebook Hinweise auftauchen wie &#8220;hört sich gerade Schwarze Augen von Django 3000 auf Spotify an&#8221;. Diese Verknüpfung mit Facebook ist kein digitaler Unfall des Nutzers, sondern fürs Anmelden bei dem Dienst die Vorgabe. Das Teilen seiner eigenen Hörgewohnheiten lässt sich in den Einstellungen der Windows-App abschalten, ebenso steht es jedem Nutzer frei, mit einem erfundenen Facebookkonto den Dienst zu erkunden. Dennoch ist der Dienst aus Datenschutzgründen <a href="http://www.noz.de/deutschland-und-welt/vermischtes/61551360/datenschuetzer-kritisieren-musikdienst-spotify">umstritten</a>.</p>
<p><strong>Musik von der Festplatte überträgt sich nach Spotify und aufs Handy</strong></p>
<p>Was Spotify virtuos beherrscht, ist die Übernahme von iTunes-Inhalten. Sämtliche Musik von der eigenen Festplatte lässt sich hochladen, auch selbst erstellte Musikstücke oder Podcasts sowie eigene Playlists (Abspiellisten). Anschließend stehen die Inhalte nicht nur als Webanwendung zur Verfügung, sondern auch auch dem Handy: Die Titel werden im Hintergrund aufs iPhone übertragen. Will man sie künftig über die eigene Spotify-App anhören, muss man über kurz oder lang (2 Tage plus 30 Tage Test sind möglich) Abonnent des Dienstes werden. Das kostet dann rund 5 bis 10 Euro pro Monat. Sehr schön: Man kann auch aus Spotify heraus Titel einer Playlist bei iTunes hinzufügen. </p>
<p>Das Killerkriterium für mich war aber ein hanebüchenes: Die App auf dem iPhone stürzte regelmäßig direkt nach dem Start ab. Ich habe das Problem nicht lösen können, vermutlich ist die Musiksammlung zu groß. </p>
<p><strong>Musikabgleich mit der eigenen Festplatte</strong></p>
<p><strong>Rdio</strong> kommt etwas ehrlicher daher wie Spotify. Denn der Dienst spricht nur davon, die eigene Musiksammlung &#8220;abzugleichen&#8221;, es entfällt das &#8220;Hochladen&#8221; eigener Aufnahmen. Und es gibt eine zuschaltbare <em>Möglichkeit </em>zur Verknüpfung mit Facebook, während man sie bei Spotify abschalten muss. Der Musikabgleich gelingt auch mit einer Windows-Media-Bibliothek. Was nicht so gut gelingt: das Einstellen einer eigenen Playlist. Wer schon in iTunes oder Windows Media eigene Musikkollektionen zusammengestellt hat, fängt in Rdio wieder bei Null an. Dafür gelingt auf Wunsch und mit Bedacht der Abgleich mit anderen Musikhörern. Man kann problemlos in die Playlists von Freunden schauen, sich die Titel virtuell kopieren und bleibt auch auf dem Laufenden, wenn der Kumpel seine Playlist erweitert. Das gelingt auch in einer eigenen App auf dem Handy und kostet 5 bis 10 Euro im Monat.</p>
<p><strong>Google Play</strong> ist für mich vorerst durchgefallen, weil es bereits im Einführungsvideo &#8220;möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden&#8221; (und deshalb kein Einführungsvideo startet). Hier konnte ich zwar meine komplette Musiksammlung hochladen und im Browser hören. &#8220;Shop Music&#8221; führt aber zu der Meldung &#8220;We&#8217;re sorry, the document you requested is not available in your country.&#8221; Auf dem iPhone ist Google Play in Form einer Web-App verfügbar, die bei der Suche nach bestimmten Titeln reproduzierbar abstürzte &#8211; ansonsten aber kostenlos funktionierte.</p>
<p><strong>Simfy</strong> verlangt, dass ich mich zu dem Dienst anmelde und innerhalb dieser Zeit wieder kündige, sonst fallen 4,99 Euro monatliche Kosten an. Die Abofalle ist immerhin klar gekennzeichnet. </p>
<p><strong>Nicht alle Titel von der Festplatte gelangen zum Dienst und zurück aufs Handy</strong></p>
<p><strong>WiMP</strong> schließlich ist der Neuling in diesem Genre, es dürften noch manche weitere folgen. Derzeit ist der Dienst in der geschlossenen Betaphase, es handelt es sich gefühlt um den &#8220;saubersten&#8221; Dienst; Hochladen eigener Musik ist nicht möglich, wohl aber der Abgleich mit eigenen Playlists, die man beim Konkurrenten Spotify (!) importiert oder angelegt hat. Über diesen Umweg hat man auf die Schnelle seine wichtigsten Playlists parat, vermindert allerdings um jene Titel, für die WiMP offenbar keine Nutzungsrechte besitzt. </p>
<p>Im Test gelangten dann beispielsweise die großen Titel von Marc Cohn, U2 und P!nk in die WiMP-Abspielliste, nicht aber die legendäre Live-Aufnahme von &#8220;With or Without You&#8221; von U2 in Paris oder der Live-Hammer von P!nk und den Indigo Girls, &#8220;Dear Mr. President&#8221;. Wohlgemerkt, das sind spezielle Aufnahmen. Über Spotify stehen sie womöglich nur deshalb zur Verfügung, weil sie von der eigenen Festplatte stammen und ursprünglich aus anderen Quellen besorgt wurden &#8211; ebenso wie eigene Aufnahmen. Bei WiMP bekam ich diese Titel nicht aus meiner Sammlung überspielt.</p>
<p>Dafür hat WiMP eine klare Sprache zu Verbindung mit Facebook und auch dem beliebten Last.fm: Ich müsste das erst einrichten, wenn ich meine Bekannten bei Facebook und Last.fm verknüpfen wollte. Nicht jeder möchte so etwas. Und bei WiMP gelingt der Abgleich mit dem Handy problemlos. Die Titel stehen kurz nach der Einstellung am PC auch auf dem Mobiltelefon bereit, mitsamt den Playlists.</p>
<p>Die Frage ist nur, welches Geschäftsmodell sich WiMP ausdenkt. Was wird das künftig kosten? Jedenfalls gibt es nun, seit diesen Wochen, ein neues Genre der Musikindustrie. Und das ist das der Musik-in-der-Cloud-Anbieter.</p>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/aa67428a601f463896265b1423fde769" width="1" height="1" alt=""></p>
<p><em>Von <a href="http://twitter.com/homofaber">Marcus Schwarze</a>, Redakteur Rhein-Zeitung</em></p>
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		<title>Warum nicht früher abziehen?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 20:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Lausmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rang und Namen]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Hindukusch]]></category>
		<category><![CDATA[Isaf]]></category>
		<category><![CDATA[Kundus]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18376'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2011/04/21476661-300x216.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Kanzlerin Merkel hat infolge der Vorfälle und Unruhen in Afghanistan vorübergehend Skepsis am Abzugstermin geäußert. Seltsam, dass ich das so verstanden habe, dass es früher als später sein könnte. Darauf baut die Überlegung des folgenden Kommentars auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-14679" title="21476661" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2011/04/21476661-300x216.jpg" alt="21476661" width="300" height="216" />Kanzlerin Merkel hat infolge der Vorfälle und Unruhen in Afghanistan vorübergehend Skepsis am Abzugstermin geäußert. Seltsam, dass ich das so verstanden habe, dass es früher als später sein könnte. Darauf baut die Überlegung des folgenden Kommentars auf:</p>
<p align="justify">Der Abzugstermin ist kein Tag im Kalender, den Politiker auf einer  internationalen Konferenz mit einem roten Stift angekreuzt haben. Er  wird vielmehr dann festgelegt, wenn sich die Politik nicht länger an  ihren theoretischen Zielsetzungen orientiert, sondern die Lage  realistisch und ungeschönt betrachtet. Schon heute kann die Analyse nur  heißen: In Afghanistan ist nichts mehr zu gewinnen – weder politisch,  noch militärisch. Dadurch ist auch mehr als fraglich, wie  Entwicklungspolitik und Aufbauarbeit ohne die Rückendeckung durch die  sicherheitspolitischen Säulen erfolgreich sein sollen.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Kanzlerin Merkel weiß um die immer schwieriger werdende Lage am  Hindukusch – am Morgen ihres Truppenbesuchs lässt sie Zweifel am  Abzugstermin erkennen. Wenige Stunden später, nach einem Telefonat mit  Präsident Hamid Karsai, kehrt sie dann wieder zum offiziellen Fahrplan  zurück. Das ist symptomatisch für den Afghanistan-Einsatz: Auch wenn  sich die Lage im Land durch die Morde, Leichenschändungen und  Koranverbrennungen durch US-Truppen dramatisch verschlechtert hat, hält  man an den politischen Zielen fest, als wäre nichts gewesen. Über allem  schwebt dabei die Angst, dass man eingestehen muss, dass der Westen in  Afghanistan trotz zehn Jahren Einsatz und Tausender Toter gescheitert  ist.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Warum fällt es so schwer, Afghanistan aufzugeben? Vielleicht vor allem  deshalb, weil die Opfer nicht umsonst gewesen sein sollen. Aber sicher  auch, weil man von Beginn an mit zu hohen Zielen gestartet ist und sich  nicht eingestehen will, dass die Allianz der westlichen  Industrienationen in einem Land scheitert, das in vielen Bereichen auf  dem Entwicklungsstand des Mittelalters ist. Zu lange hat man gebraucht,  um zuzugeben, dass es vermessen war, Demokratie und Menschenrechte nach  Afghanistan zu exportieren. Auch vom Krieg sprach man erst, als er in  Kabul, Kundus und Mazar-e Sharif schon lange real war. Mittlerweile ist  man bei „Afghan good enough“ angelangt – einem Mindestmaß an  Staatsaufbau, das es gerade noch erlaubt, von einem Erfolg zu sprechen.  Nach der Eskalation der vergangenen Wochen und dem Trend, dass der  Graben nicht mehr zwischen Taliban und Nicht-Taliban, sondern zwischen  Afghanen und internationalen Truppen verläuft, muss man sich allerdings  fragen, ob auch das noch zu hoch gegriffen ist. Vielleicht sind die  aktuellen Spannungen zwischen Afghanen und Isaf-Truppen sowie zwischen  Karsai und seinen ehemaligen Förderern nur die Vorboten für ein Ende mit  noch größerem Schrecken. Wenn der Isaf-Einsatz – dem Namen nach ein  Unterstützungseinsatz für die gewählte Regierung – im Land keinerlei  Rückendeckung und Akzeptanz mehr hat, ist es auch sinnlos, ihn  fortzuführen – Termin hin oder her.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Und vieles deutet derzeit darauf hin, dass es kein friedlicher Abzug  werden wird, bei dem Blumen überreicht werden und mit Taschentüchern  gewinkt wird. Sollte die Situation weiter eskalieren, geraten die  Bundeswehr-Soldaten wie alle anderen in die Defensive. Wie bereits vor  wenigen Tagen in Talokan ist dann der Rückzug in die Feldlager die  logische Konsequenz. Zugleich steigt die Gefahr. Denn Abzug heißt  konkret, dass erst einmal die Ausbilungs- und Kampftruppen ausgedünnt  werden, da die Logistik und Versorgung bis zum Schluss erhalten bleiben  müssen. Das sorgt für noch weniger Handlungsspielraum. Zugleich ist die  Verlagerung der Verantwortung auf afghanische Sicherheitskräfte  risikoreich. Wenn Korane verbrannt werden, fühlt sich der gläubige  Wachmann genauso verletzt wie der Taliban – nicht umsonst herrschte in  den Feldlagern zuletzt höchste Alarmstufe.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Es ist richtig, dass Deutschland Verantwortung in der Welt übernimmt und  trägt. Diese Verantwortung gilt aber auch gegenüber den eigenen  Bürgern, die auf verschiedene Weise im Staatsauftrag in Afghanistan  sind. Zwar ist es wichtig, dass Kanzlerin Merkel weiter hinter dem  Einsatz steht – zugleich hat sie hoffentlich schon die Abzugspläne  ausarbeiten lassen. Der Abzugstermin ist nicht in Stein gehauen. Wenn  die Lage erneut eskaliert, könnte er auch weiter nach vorn statt nach  hinten rücken. Darauf muss die Bundesregierung vorbereitet sein.</p>
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		<title>&#8220;Kony 2012&#8243;: Das beeindruckende Video und die Diskussion über die Kampagne</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 02:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kony]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer herausragenden Kampagne machen Aktivisten gegen den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony mobil. Das 30-minütige Video lässt keinen Platz fürs Hinterfragen. Es ist ein beeindruckendes Dokument über die Kraft von Social Media.


Das Video und die Kampagne sind umstritten. Ich weiß selbst zuwenig über die Situation in dem afrikanischen Land. Gleichwohl erscheint mir hier erstmals ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer herausragenden Kampagne machen Aktivisten gegen den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony mobil. Das 30-minütige Video lässt keinen Platz fürs Hinterfragen. Es ist ein beeindruckendes Dokument über die Kraft von Social Media.<br />
<span id="more-18364"></span><br />
<object width="480" height="274"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Y4MnpzG5Sqc?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Y4MnpzG5Sqc?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="274" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
Das Video und die Kampagne sind <a href="http://blog.zeit.de/kongo/2012/03/10/wir-gehen-jetzt-mal-kony-jagen-eine-filmrezension/">umstritten</a>. Ich weiß selbst zuwenig über die Situation in dem afrikanischen Land. Gleichwohl erscheint mir hier erstmals ein weltweiter aus dem Netz entstandener Moment der Entrüstung geboren, der Folgen haben dürfte. Das Video jedenfalls ist die hohe Schule politischen Aktivierung, und seine Verbreitung über Social Media vermutlich das herausragende Ereignis des Jahres 2012. Wie das geschah, hat der &#8220;Guardian&#8221; in einem <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/reality-check-with-polly-curtis/2012/mar/08/kony-2012-what-s-the-story">Live-Blog</a> festgehalten. </p>
<p><em>Von <a href="http://twitter.com/homofaber">Marcus Schwarze</a>, Redakteur Rhein-Zeitung</em></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/790571db57034bc78f6d3681a186da84" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Nokia Lumia 800 im Test: ein Handy für alles Wesentliche</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18352</link>
		<comments>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18352#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 00:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Lumia 800]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Windows Phone]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18352'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800-300x224.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Welches ist die meistverkaufte Handymarke in Deutschland?* &#8220;Gefühlt&#8221; dürfte das Apple sein, möchte man meinen &#8211; jedoch handelt es sich tatsächlich um Nokia: Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Comscore aus dem Dezember 2011 führt Nokia weiterhin mit 25 Prozent Marktanteil den hiesigen Handymarkt an. Apple landet nur auf Platz 2 (mit 22 Prozent) vor Samsung (20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18357" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800.JPG" rel="lightbox[18352]"><img class="size-medium wp-image-18357" title="Das Nokia Lumia 800: ein Windows-Handy mit allen wesentlichen Funktionen." src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800-300x224.jpg" alt="Das Nokia Lumia 800: ein Windows-Handy mit allen wesentlichen Funktionen." width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Das Nokia Lumia 800: ein Windows-Handy mit allen wesentlichen Funktionen.</p></div>
<p>Welches ist die meistverkaufte Handymarke in Deutschland?* &#8220;Gefühlt&#8221; dürfte das Apple sein, möchte man meinen &#8211; jedoch handelt es sich tatsächlich um Nokia: Nach <a href="http://www.pocketnavigation.de/2012/02/nokia-verliert-trotz-lumia-800-weiter-marktanteile/">Zahlen</a> des Marktforschungsunternehmens Comscore aus dem Dezember 2011 führt Nokia weiterhin mit 25 Prozent Marktanteil den hiesigen Handymarkt an. Apple landet nur auf Platz 2 (mit 22 Prozent) vor Samsung (20 Prozent).<span id="more-18352"></span></p>
<p><iframe src="http://infogr.am/homofaber/handymarken" width="500" height="544" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none;"></iframe><br />
Doch war der Abstand ein Jahr zuvor noch wesentlich größer: Damals, im Dezember 2010, führte Nokia mit 41 Prozent den Markt an, hat also seitdem kräftig verloren. Eine Allianz mit Microsoft sollte den Abwärtstrend stoppen, und das Ergebnis waren neue Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone. Eines dieser Geräte, ein Lumia 800, habe ich seit ein paar Wochen getestet.</p>
<p>Nun ist man anfangs als eingefleischter iPhone-Nutzer schnell versucht, die gänzlich andere Bedienung des Lumia zu verurteilen; andererseits erschließt man sich schnell das &#8220;Kachel-Konzept&#8221; von Microsoft, in der Anwendungen wunderbar große Antippflächen für die Finger bieten. Und mit Hilfe einer Minivibriation reagiert das Handy regelmäßig mit einer merklichen Bestätigung, sobald man eine Auswahl getroffen hat. Das hat Apple nicht. Dieses Bedienkonzept hat durchaus Vorteile.</p>
<p><strong>Die Leistung des Akkus überzeugt nicht</strong></p>
<div id="attachment_18358" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800-f577x346-ffffff-C-c6aff279-50126493.jpg" rel="lightbox[18352]"><img class="size-medium wp-image-18358" title="Das Lumia gibt es nicht nur in schwarz, sondern auch in grellen Farben wie Magenta und Cyan." src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800-f577x346-ffffff-C-c6aff279-50126493-300x179.jpg" alt="Das Lumia gibt es nicht nur in schwarz, sondern auch in grellen Farben wie Magenta und Cyan." width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Das Lumia gibt es nicht nur in schwarz, sondern auch in grellen Farben wie Magenta und Cyan.</p></div>
<p>Es entwickelt offenbar aber auch Nachteile, was den Akku angeht.  Wo bereits das iPhone bei intensiver Nutzung kaum einen Arbeitstag reicht mit einer Akkuladung, muss das Lumia 800 noch früher an die Steckdose. Das haben auch <a href="http://www.chip.de/artikel/Nokia-Lumia_800-Test_52711787.html">Vergleichstests</a> von Fachzeitschriften bestätigt. Der Akku ist auch nicht austauschbar, sondern fest verbaut.</p>
<p>Dafür ist das Nokia-Handy äußerst schnell. Beim Navigieren durchs Menü gibt es keine Ruckler oder Wartezeiten, Webseiten bauen sich mit dem installierten Internet Explorer 9 sehr schnell auf. Flash-Elemente auf Webseiten kann allerdings auch das Nokia nicht darstellen, ähnlich wie das iPhone. Ebenso ist eine flinke Navigiersoftware enthalten, die allerdings zunächst einmal herunterzuladen ist: 479 Megabyte umfasst das Programm. (Vermutlich monieren nur Zeitungsmenschen, dass hier wie bei manchen Navis im Auto auch wieder rund 90 Prozent der deutschen Straßen falsch geschrieben sind: mit ss statt ß.)</p>
<p>Die Bedienung gelingt flüssig und intuitiv. Insbesondere die Zusammenführung der sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter scheint gelungen, die Kontakte von dort integrieren sich nahtlos ins Adressbuch &#8211; fast erstaunlich, dass darauf noch niemand anders gekommen ist.</p>
<p><strong>Ein hochwertiges Handy</strong></p>
<p>Man hat mit dem Lumia 800 ein Gerät in der Hand, das hochwertig verbaut wurde, geringfügig dicker und breiter als das iPhone ist und mit seiner Hartschale hinten und der Glasoberfläche vorne sehr edel wirkt. Der Bildschirm strahlt besonders hell und ist übersichtlich gestaltet. Enthalten ist eine 8-Megapixel-Kamera, die neben Fotos auch HD-Videos (Auflösung: 720p) aufnehmen kann. Für Videotelefonate ist das Lumia nicht geeignet, denn es fehlt die zweite Kamera an der Vorderseite &#8211; verschmerzbar, wenn man ohnehin selten per Video telefoniert.</p>
<p>Mit Speicherplatz ist das Lumia 800 dafür nicht üppig ausgestattet. Knapp 14 Gigabyte stehen zur Verfügung, eine zusätzliche Speicherkarte kann man wie schon beim iPhone nicht einschieben. Stattdessen empfiehlt es sich, die Aufnahmen in der &#8220;Cloud&#8221;, also im Web abzulegen. Microsoft hat das Handy eng mit seinem Dienst Windows Live im Netz verkoppelt, so dass man dort auch seine Kontakte und Termine synchronisiert. Nachteil: Die Fotos werden nur in einer heruntergerechneten Version im Netz abgespeichert, für den Aufruf des Originalbildes muss man das Handy mit dem PC oder Mac auslesen.</p>
<p><strong>Schwachpunkt: Apps</strong></p>
<div id="attachment_18359" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800-f577x346-ffffff-C-cb1ee4b7-50126494.jpg" rel="lightbox[18352]"><img class="size-medium wp-image-18359" title="Standard: Quer gehalten orientiert sich der Bildschirm neu." src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Nokia-Lumia-800-f577x346-ffffff-C-cb1ee4b7-50126494-300x179.jpg" alt="Standard: Quer gehalten orientiert sich der Bildschirm neu." width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Standard: Quer gehalten orientiert sich der Bildschirm neu.</p></div>
<p>Ein Schwachpunkt ist zurzeit die Ausstattung mit Apps. Anders als beim älteren iPhone und beim konkurrierenden Android-Betriebssystem stehen für das Windows-Phone-System nur wenige Software-Erweiterungen zur Verfügung. Immerhin gibt es den &#8220;DB Railnavigator&#8221; zur Abfrage von Bahnverbindungen, WhatsApp als zunehmend wichtigeren SMS-Ersatz, Bildbearbeitungssoftware wie Pictures Lab, Bankensoftware der deutschen Sparkassen, &#8220;TV Spielfilm&#8221; für die Planung des Fernsehabends sowie die Dienste Foursquare und Seesmic (für Twitter). Hat man jedoch bestimmte Dienste im Blick wie etwa Instagram für die Fotoveröffentlichung, kommt man auf dem Windows-Telefon derzeit zumindest nicht weiter. Wer Skype nutzen möchte, findet die Betasoftware zurzeit nicht im Shop, sondern sollte sich nach einem Tipp diesen Link per E-Mail zuschicken: <span style="color: #2a2a2a; font-family: Verdana, Arial, sans-serif; font-size: 12px; line-height: 18px; text-align: left;">zune://navigate/?appid=c3f8e570-68b3-4d6a-bdbb-c0a3f4360a51 </span></p>
<p><strong>Fazit: </strong>Das Lumia 800 ist ein hochwertiges solides Handy, ein Handschmeichler. Wer sein Mobiltelefon für E-Mails, Kontaktieren per Facebook, gelegentliches Internetsurfen, hin und wieder zum Fotografieren und ja: zum Telefonieren verwendet, wird alles Notwendige finden. Es reduziert sich auf das Wesentliche, und das beherrscht es gut und elegant. In Las Vegas hat Nokia soeben den Prototypen des Lumia 900 vorgestellt, das mit einem 4,3 Zoll großen Bildschirm daherkommt (statt 3,7 Zoll beim Lumia 800) und über eine zusätzliche Kamera an der Vorderseite für Videotelefonate verfügt.</p>
<p><em>Von <a href="http://twitter.com/homofaber">Marcus Schwarze</a>, Redakteur Rhein-Zeitung</em><br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/72d2d8ee07b44176abc4dee4bcf66ee5" width="1" height="1" alt=""></p>
<p>*In einer früheren Version dieses Textes war ich von weltweiten Marktanteilen ausgegangen. Tatsächlich handelt es sich bei den Comscore-Daten um deutsche Anteile.</p>
<p><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fblog.rhein-zeitung.de/?p=18352&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:100%; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
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		<title>Trailer des Tages: &#8220;Take Shelter&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 12:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18340'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Take-shelter-filmplakat-225x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Nichts geht über einen Ort, an dem man sich sicher fühlt. Doch was, wenn alles Sichergeglaubte plötzlich ins Wanken gerät und die Psyche einem eine Gefahr vorgaukelt, die es gar nicht gibt? Wenn Ängste das Leben bestimmen und ein Gewitter im Kopf die Realität wegfegt? Dann hat man ein ernstes Problem - wie die Hauptfigur von "Take Shelter - Ein Sturm zieht auf" ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Take-shelter-filmplakat-225x300.jpg" alt="Take shelter filmplakat" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18346" />
<p style="margin-bottom:12px"> Jeder von uns hat vor irgendetwas Angst: Existenzangst, Angst vor Spinnen, Angst vor der Dunkelheit, oder wie manches Möchtegerntopmodel, Angst vorm Haare schneiden. Ängste können uns vor Dummheiten bewahren, uns schützen &#8211; manchmal verwehren sie uns aber auch neue, bereichernde Erfahrungen. Wirklich dramatisch wird es, wenn eine Angst lebensbestimmend wird und einen Keil zwischen uns und den Rest der Welt treibt &#8211; wie bei &#8220;Take Shelter&#8221;, dem nervenaufreibenden Drama rund die Psyche eines einfachen Mannes &#8230;
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Inhalt:</strong><br />
Curtis lebt mit seiner Frau und ihrer sechs Jahre alten, tauben Tochter in einer idyllischen Kleinstadt in Ohio. Er führt ein geregeltes Leben, ist glücklich verheiratet und seine Kollegen schätzen ihn. Doch eines Tages beginnt er <strong>schreckliche Träume</strong> zu haben, aus denen er schweißgebadet aufwacht. Die Träume beginnen schließlich ihn auch am Tag einzuholen: Halluzinationen von einem aufziehenden <strong>Sturm</strong> beginnen ihn langsam in den <strong>Wahnsinn</strong> zu treiben. Statt sich seiner Frau oder Freunden anzuvertrauen, beginnt er sich zu verschließen und fängt an, vor dem Haus einen Sturmschutzbunker zu bauen.</p>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Filmstart in Deutschland:</strong>: <em> 22. März 2012</em><br />
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		<title>Das neue iPad: Mehr als ein Wermutstropfen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 22:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
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		<category><![CDATA[LTE]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18328'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/apple_event_ipad_3-300x248.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>o beeindruckend die bisher genannten technischen Daten des neuen iPads sind: dass die LTE-Technik zwar enthalten, aber in Deutschland  nicht nutzbar sein wird, ist mehr als ein Wermutstropfen.
Wer häufiger im Ländlichen unterwegs, dürfte das Manko des neuen iPads als unakzeptabel empfinden. Denn bei allen wunderbaren Bedienmöglichkeiten des Flachcomputers mangelt es doch zu häufig am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_18329" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/apple_event_ipad_3.jpeg" rel="lightbox[18328]"><img class="size-medium wp-image-18329" title="Das neue iPad: größere Bildschirmauflösung, schnellerer Prozessor - aber nicht mit zuverlässigerem Internetzugang in Deutschland." src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/apple_event_ipad_3-300x248.jpg" alt="Das neue iPad: größere Bildschirmauflösung, schnellerer Prozessor - aber nicht mit zuverlässigerem Internetzugang in Deutschland." width="300" height="248" /></a><p class="wp-caption-text">Das neue iPad: größere Bildschirmauflösung, schnellerer Prozessor - aber nicht mit zuverlässigerem Internetzugang in Deutschland.</p></div>So beeindruckend die bisher genannten technischen Daten des neuen iPads sind: dass die LTE-Technik zwar enthalten, aber in Deutschland  nicht nutzbar sein wird, ist mehr als ein Wermutstropfen.<span id="more-18328"></span></p>
<p>Wer häufiger im Ländlichen unterwegs, dürfte das Manko des neuen iPads als unakzeptabel empfinden. Denn bei allen wunderbaren Bedienmöglichkeiten des Flachcomputers mangelt es doch zu häufig am zuverlässigen Internetzugang. Zumindest, wenn man das Gerät auf Reisen nutzen möchte. Fern vom eigenen WLAN ist man dazu auf Funktechniken wie UMTS oder EDGE angewiesen. Diese Technik aber weist überall in Deutschland Löcher auf. Daher arbeiten die deutschen Mobilfunkbetreiber massiv daran, den schnellen Internetzugang auch in unterversorgten Gebieten zu ermöglich. Dazu dient die LTE-Technik: In Kombination mit den anderen Funktechniken soll der schnelle Zugang in den nächsten Jahren flächendeckend werden.</p>
<p>Doch weil das neue iPad zunächst für den US-Markt konzipiert wurde, hat sich Apple auf die dortigen technischen Spezifikationen von LTE konzentriert &#8211; und das sind andere als in Deutschland. LTE funktioniert in den USA auf anderen Frequenzen. Das Gerät lässt sich <a href="http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/computer/computernews_artikel,-Apple-ruestet-das-iPad-auf-Kein-LTE-in-Deutschland-_arid,391090.html">nach Angaben</a> der Deutschen Presse-Agentur, die das bei Apple abgefragt hat, nicht nachträglich auf die Frequenzen in Deutschland umschalten.</p>
<p>Das aber ist im Grunde ein zu großes Manko. Die deutschen Provider werden wohl kaum nur wegen des neuen iPads ihre LTE-Technik anpassen, denn sie soll vor allem die DSL-Festnetzanschlüsse ergänzen.</p>
<p>Zu erwarten ist statt dessen, dass Apple einen Weg findet, eine abermals neue Version des iPads auch mit dem hiesigen LTE-Standard vertraut zu machen. Offenbar ist das aber nicht per Software- oder Firmware-Update möglich.</p>
<p>So kann man es sich hierzulande im Grunde sparen, das Super-iPad zu kaufen. Bis auf Weiteres fährt man mit dem bestehenden iPad 2 nicht schlecht. Die weiteren Vorzüge des jetzt vorgestellten Geräts, ein schnellerer Prozessor und eine deutlich bessere Bildschirmauflösung,  wiegen die höheren Kosten des neueren Gerätes kaum auf. Außer man gehört zu jener Kundschaft, die stets das neueste vom Besten besitzen möchte, ohne alles zu nutzen.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze</em></p>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/35028bf5e366437daec1f322f60e17fb" width="1" height="1" alt=""></p>
<p><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fblog.rhein-zeitung.de/?p=18328&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:100%; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
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		<title>Butler: Der Einsatz hat Vorfahrt vor der Reform</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 22:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Lausmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rang und Namen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
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		<category><![CDATA[Koblenz]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18319'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/2010_12_03_CoPQuatliam_GL-300x199.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>An diesem Donnerstag enden in Koblenz rund 200 Jahre Heerestradition. Mit Carl-Hubertus von Butler tritt der letzte General eines Koblenzer Kommandos in den Ruhestand. Und das eine ganze Ecke früher als zunächst gedacht, denn am Ende des Jahres hätte für das Silvesterkind ohnehin die Altersgrenze gestanden. Plötzlich musste alles binnen weniger Wochen gehen. Trotzdem hat sich vB, wie er respektvoll von vielen genannt wird, die Zeit für ein Abschlussinterview zu Bundeswehrreform, Afghanistan und dem was nun auf Koblenz zukommt genommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18320" class="wp-caption alignleft" style="width: 477px"><img class="size-medium wp-image-18320" title="General von Butler in Afghanistan" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/2010_12_03_CoPQuatliam_GL-300x199.jpg" alt="General von Butler in Afghanistan" width="467" height="308" /><p class="wp-caption-text">Gewohntes Bild: Der Chef des Feldheeres beim Austausch mit seinen Soldaten im Einsatz. Hier die Task Foce Kundus. Foto: PIZ Heer</p></div>
<p>An diesem Donnerstag enden in Koblenz rund 200 Jahre Heerestradition. Mit  Carl-Hubertus von Butler tritt der letzte General eines Koblenzer  Kommandos in den Ruhestand.  Und das eine ganze Ecke früher als zunächst gedacht, denn am Ende des Jahres hätte für das Silvesterkind ohnehin die Altersgrenze gestanden. Plötzlich musste alles binnen weniger Wochen gehen. Trotzdem hat sich vB, wie er respektvoll von vielen genannt wird, die Zeit für ein Abschlussinterview zu Bundeswehrreform, Afghanistan und dem was nun auf Koblenz zukommt genommen.</p>
<p><strong>Überraschend gehen Sie neun Monate vor der Altersgrenze in den Ruhestand. Warum?</strong></p>
<p>Das  ist im 42. Dienstjahr nichts Außergewöhnliches. In meinem konkreten  Fall hat es sich durch die Neuausrichtung der Bundeswehr und die damit  verbundene Außerdienststellung  des Heeresführungskommandos zum Oktober ergeben. Bereits jetzt werden  die Weichen für die kommende Struktur des Heeres gestellt, und dann  ergibt es auch Sinn, die Verantwortung in die Hände zu geben, die in der  neuen Struktur führen werden.</p>
<p><strong>Wer hat Ihr Ausscheiden zum Ende des Monats letztlich beschlossen?</strong></p>
<p>So eine Entscheidung trifft immer die politische Ebene. Aber ich bin gefragt worden und habe zugestimmt, weil es sinnvoll ist.</p>
<p><strong>Wer wird Ihr Nachfolger?</strong></p>
<p>Es  wird keinen Nachfolger als Befehlshaber des Feldheeres geben – ich bin  der letzte. Aber mein Stellvertreter, Generalmajor Reinhard Kammerer,  wird die Führung  übernehmen.</p>
<p><strong>Was kommt in den kommenden Monaten auf Ihre Mitarbeiter in Koblenz zu?</strong></p>
<p>Da  kommt einiges – durch das neue Kommando Heer vor allem personeller Art.  Es laufen momentan die Planungen für die Verlegung nach Strausberg.  Aber derzeit sieht  es so aus, dass die Masse des Stabes noch deutlich über die offizielle  Außerdienststellung im Oktober hinaus in Koblenz sein wird, dann im  Kommando Heer. Das Ganze ist ein schrittweiser Prozess – gerade für eine  Armee, die mit vielen Soldaten im Einsatz ist.</p>
<p><strong>Sie  haben vor genau zehn Jahren das erste Afghanistan-Kontingent der  Bundeswehr in den Einsatz geführt. Hätten Sie sich damals vorstellen  können, dass heute immer noch mehr als 4800 Deutsche dort sind?</strong></p>
<p>Nein,  ganz gewiss nicht. Als ich mit den ersten 43 Soldaten in Kabul gelandet  bin, sind wir davon ausgegangen, dass der Einsatz vielleicht ein bis  zwei Jahre  dauert. Nach und nach haben wir erst gesehen, wie groß die Aufgabe  wirklich ist. Wir haben die Ziele zu Beginn zu hoch gesteckt und die  Dimensionen unterschätzt. Deshalb wurde der Kurs in den Folgejahren  korrigiert – was dazu führte, dass wir heute noch dort  sind und auch noch einige Zeit bleiben.</p>
<p><strong>Vor Kurzem sagten Sie, dass man damals blauäugig in den Krieg gezogen sei. Wann und wodurch ist Ihnen das bewusst geworden?</strong></p>
<p>Während  des Einsatzes habe ich es nicht realisiert. Erst als der Einsatzraum  von Kabul ins gesamte Land ausgeweitet wurde – und dann auch von  Deutschland aus  –, habe ich erkannt, mit welchen Risiken wir es wirklich zu tun hatten.  Meine Reisen zur Truppe im Einsatz haben viel zu diesem  Verstehensprozess beigetragen.</p>
<p><strong>Was war der entscheidende Fehler des Westens?</strong></p>
<p>Ich  möchte nicht nachträglich vom hohen Ross urteilen. Wir haben sicher  alle aus dieser Art Einsatz gelernt und lernen müssen. Zum Beispiel, wie  man mit einem  Land umgeht, das am Boden liegt und das man in eine eigene Mündigkeit  zurückbringen will.</p>
<p><strong>Ist dieses Ziel überhaupt noch zu erreichen?</strong></p>
<p>Ich denke ja. Die Fortschritte, die ich sehe, machen mich vorsichtig optimistisch.</p>
<p><strong>Seit Einsatzbeginn sind 52 Deutsche ums Leben gekommen. Wie oft haben Sie die Afghanistan-Mission bereut?</strong></p>
<p>Bereuen  ist der falsche Begriff. Wir Soldaten haben einen Eid auf die  Bundesrepublik Deutschland abgelegt und sind durch einen  Parlamentsbeschluss in Afghanistan.  Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen, und wenn dies eintritt, ist es  immer einmal zu viel. Aber wir können in diesen Auslandseinsätzen nie  ausschließen, dass es Verwundete oder Gefallene geben wird.</p>
<p><strong>Was ist die Konsequenz?</strong></p>
<p>Wir  müssen unsere Soldaten bestmöglich ausbilden. Und wenn etwas passiert,  müssen die Soldaten und ihre Familien umfassend versorgt werden.</p>
<p><strong>Sie  beschreiben die Herausforderungen einer Einsatzarmee. Als Sie 1971  Soldat wurden, sah die Bundeswehr ganz anders aus. Wissen Sie aus  dem Stand, wie viele Reformen Sie mitgemacht haben?</strong></p>
<p>Schwer  zu sagen – aber sicher mehr als zehn. Wenn man den Leutnant von Butler  aus dem Kalten Krieg an der innerdeutschen Grenze mit dem Brigadegeneral  von Butler  in Kabul vergleicht, sieht man den großen Wandel unseres Landes in  dieser Zeit. Wir übernehmen jetzt Verantwortung für Dinge, über die wir  früher nicht einmal nachgedacht hätten.</p>
<p><strong>Was war der radikalste Schnitt?</strong></p>
<p>Eine  Kette von Reformen im Rahmen der Wiedervereinigung, die nicht nur  Bundeswehr und NVA vereinte, sondern bis heute aus einer  Wehrpflichtigenarmee mit bis zu  1,3 Millionen Soldaten eine viel kleinere, aber hochflexible  Einsatzarmee gemacht hat.</p>
<p><strong>Was ist heute noch von der Bundeswehr übrig, in die Sie eingetreten sind?</strong></p>
<p>Das  Grundprinzip der Inneren Führung und das ethische Wertefundament, auf  dem wir stehen. Strukturell hat sich natürlich sehr viel geändert –  zuletzt durch die  Aussetzung der Wehrpflicht. Ein Schritt, den ich für richtig halte.</p>
<p><strong>Wo kommen bei der aktuellen Reform kritische Punkte auf die Bundeswehr zu?</strong></p>
<p>Wir  stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Wir müssen jetzt den Schritt  zur Freiwilligenarmee meistern. Zugleich muss der Umbau geleistet  werden, obwohl die  Bundeswehr mit Tausenden Angehörigen im Einsatz ist.</p>
<p><strong>Sind Umbau und Einsatz parallel vereinbar?</strong></p>
<p>Ja,  aber der Schwerpunkt muss auf dem Einsatz liegen. Und wenn Einheiten  dort sind, darf nicht zugleich eine Umstrukturierung stattfinden. Das  ist die Schwierigkeit  der kommenden Monate und Jahre.</p>
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		<title>Bros before hoes? &#8211; Nicht bei &#8220;Das gibt Ärger&#8221;!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 22:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18292'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/DAS-GIBT-ÄRGER-212x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Zwei Männer, die eine Frau lieben – das ist schon eine schwierige Konstellation, wenn die beiden nicht gerade CIA-Agenten sind. Doch genau das ist der Fall in „Das gibt Ärger“, was für mich die beste Action-Liebes-Komödie seit Mr. &#38; Mrs. Smith war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/DAS-GIBT-ÄRGER-212x300.jpg" alt="DAS-GIBT-ÄRGER-filmplakat" width="212" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18293" />
<p style="margin-bottom:12px">Zwei Männer, die eine Frau lieben – das ist schon eine schwierige Konstellation, wenn die beiden nicht gerade CIA-Agenten sind. Doch genau das ist der Fall in „Das gibt Ärger“. Die zwei schönen Anzugträger sind außerdem beste Freunde und starten ein schräges „Der bessere soll gewinnen“-Duell um das Herz ihrer Auserwählten. Dabei wird scharf geschossen, ausgeteilt und sabotiert, bis die Freundschaft am Boden liegt. Für mich die beste Action-Liebes-Komödie seit Mr. &amp; Mrs. Smith.
<p style="margin-bottom:12px">Tuck und FDR haben Hausarrest. Die beiden CIA-Agenten haben es bei ihrem letzten Auftrag richtig vermasselt und müssen deshalb zur Strafe erst mal den Schreibtisch hüten. Dabei stellen die beiden fest: Sie daten die gleiche Frau. Die charismatische Blondine, die es den beiden angetan hat, heißt Lauren und ist Produkttesterin aus Leidenschaft. Da sich die Schönheit mit Köpfchen nicht entscheiden kann, wen von den beiden sehr unterschiedlichen Typen sie lieber mag, stellt sie die Männer berufsmäßig auf den Prüfstand.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Dating für Fortgeschrittene</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Während Lauren keine Ahnung hat, dass ihre beiden Verehrer sich kennen, entspinnt sich zwischen den Männern ein Duell mit unlauteren Mitteln. Denn die Agenten greifen bei ihrem Wettstreit auf alle Ressourcen zurück, die ihnen in der CIA zur Verfügung stehen. Ohne schlechtes Gewissen wird die Wohnung von Lauren verwanzt, mit Kameras versehen, und ein Überwachungsteam eingestellt,<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/20002177.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-20120120_040245-300x199.jpg" alt="bei der arbeit" width="300" height="199" class="alignright size-medium wp-image-18295" /> das alle Informationen über die Herzensdame zusammenträgt, die es finden kann. Dabei wird nicht nur sie ausspioniert, sondern auch die Aktivitäten des Konkurrenten.
<p style="margin-bottom:12px">Ich weiß nicht, wie abwegig der Gedanke ist, dass Hightechmittel von Regierungsorganisationen für private Zwecke missbraucht werden – als Basis für eine Action-Komödie ist er jedenfalls ein Kracher. Es ist eine Weile her, dass ich im Kino so gelacht habe, sei es über die kuriosen Manipulationen der gegnerischen Dates, die komischen Situationen, die durch das Abhören entstehen oder die grandios schmutzigen Tipps und Lageeinschätzungen von Laurens bester Freundin. Humor ist natürlich Geschmackssache, aber so oft und so laut, wie in meiner Vorstellung gelacht wurde, trifft „Das gibt Ärger“ wohl den Humor von einigen Menschen.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Zündstoff für die Liebes-Komödie</strong>
<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Das_gibt_Aerger_2-150x150.jpg" alt="Das_gibt_Aerger_2" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-18299" />
<p style="margin-bottom:12px">Der Film hat neben der Dreiecksbeziehung noch einen parallel laufenden Handlungsstrang, der mit der verpatzten Anfangsmission zusammenhängt. Eine Geschichte, in der Til Schweiger mal wieder einen grimmigen Bösewicht spielen darf und damit für unfreiwillige Komik sorgt. Außerdem garantieren die Actionszenen, dass es ja nicht zu romantisch und den männlichen Kinobesuchern nicht zu langweilig wird. Auch wenn hiermit einige übermenschliche Fähigkeiten und für mich unnötige Sequenzen verbunden sind, es zeigt doch: Auch verliebte Agenten müssen zwischendurch mal arbeiten.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Abschließendes Urteil:</strong><br />
„Das gibt Ärger“ ist für mich ganz großes Kino. Ich würde den Film auch noch mal anschauen und noch mal und noch mal… und selbst dann würde ich bestimmt noch etwas zum Lachen finden. Wer sich ein Ticket für diesen Film löst, darf erwarten, gut unterhalten zu werden. Man muss jedoch dreckige Witze abkönnen und sich darüber im Klaren sein, dass er tiefschürfende Dialoge woanders suchen muss. Dennoch, ein bisschen was Ernstes kann man schon mitnehmen: Nämlich, dass egal, wie viel Daten man über jemand anderen sammelt und wie gut man sich selbst auch darstellt – am Ende ist alles was zählt: Persönlichkeit und Chemie.<br />
<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/dga_bewertung1.jpg" alt="dga_bewertung" width="560" height="350" class="aligncenter size-full wp-image-18306" /></p>
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		<title>CeBIT 2012: Der wunde Punkt</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 01:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Schwarze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[CeBIT]]></category>
		<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Roter Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18267'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/120306-CeBIT-2012-294x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>strong>In Hannover haben sie dieser Tage eine Rote-Punkt-Aktion gestartet. Der Grund: Wenn sich an diesem Donnerstag mehrere zehntausend Besucher aus aller Welt zum größten Messegelände des Planeten bewegen, um auf der CeBIT Computergeschäfte anzutreiben, dann droht auf den letzten Kilometern der Anreise ein Verkehrsinfarkt. Die Verkehrsbetriebe Üstra streiken. 
Bis zu 500.000 Fahrgäste werden betroffen sein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_18274" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/120306-CeBIT-2012.jpg" rel="lightbox[18267]"><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/120306-CeBIT-2012-294x300.jpg" alt="Diesen roten Punkt sollen sich CeBIT-Besucher ausdrucken, wenn sie auf die Messe mitgenommen werden sollen." title="Diesen roten Punkt sollen sich CeBIT-Besucher ausdrucken, wenn sie auf die Messe mitgenommen werden sollen." width="294" height="300" class="size-medium wp-image-18274" /></a><p class="wp-caption-text">Diesen roten Punkt sollen sich CeBIT-Besucher ausdrucken, wenn sie auf die Messe mitgenommen werden sollen.</p></div><strong>In Hannover haben sie dieser Tage eine Rote-Punkt-Aktion gestartet. </strong>Der Grund: Wenn sich an diesem Donnerstag mehrere zehntausend Besucher aus aller Welt zum größten Messegelände des Planeten bewegen, um auf der CeBIT Computergeschäfte anzutreiben, dann droht auf den letzten Kilometern der Anreise ein Verkehrsinfarkt. Die Verkehrsbetriebe Üstra streiken. <span id="more-18267"></span></p>
<p>Bis zu 500.000 Fahrgäste werden betroffen sein. Und die Deutsche Messe AG bietet ebenso empört wie hilflos den Besuchern einen <a href="http://www.cebit.de/de/massnahmen">roten Punkt</a> an: als PDF zum Ausdrucken. Gastfreundliche Hannoveraner sollen den roten Punkt ebenfalls zu Papier bringen und an ihre Autos kleben. Um dann gestrandete CeBIT-Gäste Richtung Laatzen mitzunehmen.</p>
<p>Keine modische “Cloud”-Speicherwolke im Internet, kein Facebook und kein iPad kann offenbar verhindern, dass bei der wichtigsten Zusammenkunft der IT-Industrie im Jahr 2012 wenige hundert Bus- und Bahnfahrer eine halbe Million Fahrgäste behindern. Dabei wären gerade in Hannover sämtliche Voraussetzungen für ein intelligentes Verkehrsmanagement erfüllt, um aus der Not eine Tugend zu machen.</p>
<p>Die Smartphone-Dichte ist nicht nur an diesen Tagen in der CeBIT-Stadt enorm. Die UMTS-Anbindung aller Mobiltelefone strotzt. Nach den immer neuen Präsentationen künftiger Funktechnik auf der Messe ist Hannover so gut wie keine andere Stadt in Europa online.</p>
<p><strong>Und die “Apps” sind auch schon da.</strong></p>
<p>“Flinc” zum Beispiel heißt eine kleine nützliche Anwendung, mit der Autofahrer und Fußgänger binnen Sekunden zueinander finden könnten. Der hannoversche Autofahrer, wenn er mitmachen möchte, trägt auf seinem Handy seine ohnehin geplante Fahrtroute ein. Unterwegs können Flinc-Fußgänger noch direkt nach Fahrtantritt einen Platz auf dem Rücksitz buchen (gegen faire Kostenerstattung). Die Autos auf dem Messeschnellweg in Hannover könnten dank Flinc voll sein. </p>
<p>“MyTaxi” heißt eine andere wunderbare Handysoftware, mit der beispielsweise in Berlin jedermann in Echtzeit auf dem schlauen Handy sein Taxi ordern kann, um mitgenommen zu werden.</p>
<p>Könnte, wäre, hätte: Mit dem “Mitnehmen” der Menschen ist das so eine Sache. Wir stehen noch immer ganz am Anfang der vielfältigen neuen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung. Beide genannten Dienste funktionieren in der “Cloud”: in einer ominösen Datenwolke irgendwo im Netz. Man macht etwas auf seinem Gerät und irgendwo in den USA oder Irland entsteht ein Dateieintrag. Den Diensten gibt man bei der Nutzung nicht unwesentliche Informationen preis: seinen Aufenthaltsort, eine geplante Absicht, seinen Unterkunftsort. Verknüpft mit einer benötigten oder irrtümlich hergestellten Facebookanmeldung gibt man diese Information womöglich ungewollt an den Freundeskreis, Kollegen, Bekannte und den Chef weiter. Und der fragt sich dann vielleicht, warum der Mitarbeiter erst um 9.30 Uhr eine halbe Stunde nach Messebeginn den Weg fand.</p>
<p><strong>Es ist was faul im Staate Netz</strong></p>
<p>Vielleicht geschieht das auch nicht, und vielleicht kann man dem Chef auch einfach sagen, dass er sich bitte nicht dienstlich im Facebook-Konto des Mitarbeiters informieren sollte, sondern sich mal zum avisierten Tennismatch äußern sollte (das geht). Das Problem ist grundlegender: Das Vertrauen in die Cloud-Nutzung ist zurzeit noch gering. Viele Anwender begegnen den wohlfeilen Bestätigungsfenstern fürs Freigeben des a) eigenen Namens, b) des derzeitigen Standorts und c) der Facebookkennung mit Skepsis bis Ablehnung. Und wenn selbst die Messeleitung der wichtigsten Computermesse aufs Internetausdrucken statt auf intelligente Lösungen setzt, muss etwas faul sein im Staate Netz.</p>
<p>Wie faul, hat die Eröffnung der CeBIT am Montagabend gezeigt. Google-Präsident Eric Schmidt pries die neue “Verbundenheit” durch das Internet, dass Daten die Art und Weise verändern würden, wie Regierungen handeln &#8211; und brachte als Beispiel Syrien. “Es wird weniger Orte geben, an denen Diktatoren sich verstecken können.” Sprich: Der Grad der unkontrollierten Kontrolle des einzelnen durch viele wächst.</p>
<p>Oder genauer: Aus der immer vielfältigeren für sich harmlosen Datensammlung einzelner Dienste erwachsen nicht nur neue Chancen, sondern auch Gefahren. Schon jetzt kann sich der einzelne kaum dagegen wehren, dass er mit seinen Daten in den Telefonadressbüchern von zwei Bekannten gespeichert ist und via Facebook ein Abgleich stattfindet: Selbst wenn “Andreas” noch nie bei Facebook unterwegs war und sich dem Treiben auch aus Gründen verweigert, wird er dem “Bert” dennoch als “Freund” vorgeschlagen, nur weil er im Adressbuch vom gemeinsamen Bekannten “Christian” ebenfalls gespeichert ist.</p>
<p><strong>Veröffentlichen, Verknüpfen, Verwerten &#8211; was ist mit dem Verwerfen?</strong></p>
<p>Solche “Verbundenheit” im Digitalen geschieht unkontrolliert. Sie entzieht sich mit wachsendem Fortschritt mehr und mehr der gesetzlichen Kontrolle. Und sie schafft sich zunehmend eigene Gesetze auf Basis immer filligranerer Internetmechaniken. Wir lernen zwar massenhaft neues Veröffentlichen, Verknüpfen, Verwerten &#8211; nur das Verwerfen steht in keinem Dienstplan, Workshop oder Schülerstundenplan.</p>
<p>Das Dilemma aus dem Privaten setzt sich in die Wirtschaft fort: Wer jemals auf <a href="http://selbstauskunft.net">selbstauskunft.net</a> eine seriöse Abfrage bei den großen Wirtschaftsauskunftsdiensten in Deutschland gestartet hat, entdeckt womöglich den Grund, warum ihm letzte Woche beim Kreditgespräch mit der Bank nur Wasser statt Kaffee gereicht wurde und bei der Bestellung in einem Internetshop Vorkasse statt Bankeinzug abverlangt wurde: wegen eines Zahlungsverzugs vor 14 Jahren, so ein realer Fall, im damaligen AOL, dem Internet des vorigen Jahrtausends.</p>
<p>Der eigene gute Ruf im Netz erstreckt sich auf weit mehr als halböffentlich sichtbare Partybildchen. Und er reicht weiter als nur zu einer hämischen Bemerkung vom Kollegen. Er reicht bis zur vermutlich ältesten Anwendung der als neu gepriesenen Cloudtechnik; einer Anwendung im Verborgenen, die massenhaft durch PINs und TANs geschützt wird, und die die Grundlage unseres Wirtschaftslebens und Gedeihens darstellt: dem Geld.</p>
<p><strong>Cloudgewordenes Vertrauen, vom Bankauszug abgelesen</strong></p>
<p>Beim Geld hört nicht nur der Spaß auf. Das virtuelle Geld, das wir vom Bankauszug und Gehaltszettel oder Rechnungseingang kennen, ist bereits seit ein paar Jahrzehnten cloudgewordenes Vertrauen. Gib mir Deine ec-Karte, und ich sage Dir, wie viel Scheine Du abheben darfst.</p>
<p>In dieser Cloud haben die Banken mit viel Gesetzgeberzwang so fortschrittliche Dinge geschaffen wie die digitale Überweisung, die von meinem Computer zum anderen nur noch ein paar Stunden unterwegs ist statt ein paar Tage. Anstatt in die Lohntüte wandert das Gehalt in die Cloud. Und von dort ein Teil per Einzug in die andere Cloud des Finanzamts, sofern man dem Staat den Bankeinzug erlaubt.</p>
<p>Vertrauen in eine Cloud ist also durchaus eine Option, bei allem Sarkasmus: Vertrauen ist machbar, Herr Nachbar.</p>
<p>Was fehlt, sind in der neuen Cloud, die jetzt kommt, die Leitplanken und gesetzlichen Regeln, die es über die Jahrzehnte in der alten Cloud erschaffen haben, einem schnöden Computerausdruck zu glauben, dass dort tatsächlich das mühsam erarbeitete Geld jederzeit abrufbar zur Verfügung steht.</p>
<p><strong>Mit wem hat man es in der Cloud eigentlich zu tun?</strong></p>
<p>Daran hapert es bei der Cloud 2.0, über die diese CeBIT reden möchte und die sie zu einem Geschäft machen möchte: das Vertrauen, das die eigenen Daten dort sicher lagern. Dabei geht es nicht um Sicherheit gegenüber Hackern, viel mehr um Sicherheit gegen Weiterverkauf, Missbrauch durch Erstellen von undurchschaubaren “Score”-Werten, der Verknüpfung mit anderen Diensten, die in Nebensätzen von Allgemeinem Geschäftsbedingungen versteckt wurden. Es geht um Vertrauen in die Firmen, mit denen man da zu tun hat.</p>
<p>Das Undurchschaubare von Cloud-Diensten ist das eigentliche Probleme, bevor wir aus diesen vielen neuen und teils genialen Diensten einen digitalen Aufschwung erwarten dürfen. Und da sind wir mitten in der CeBIT 2012: Jede grüne Straßenbahn und jeder Silberpfeil in Hannover trägt den Stempel des TÜVs. Wenn sie wie am kommenden Donnerstag dennoch ausfallen, druckt die digitale Gesellschaft als Zeichen der Fahrtbereitschaft rote Punkte aus &#8211; und nicht etwa grüne Punkte für flinc, gelbe für myTaxi oder gar einen QR-Code oder auch nur eine Internetadresse als eine Sammelstelle für gemeinsame Anfahrten.</p>
<p>Nein, es ist ein roter Punkt, analog, flach, kaum zu vertrauen: ein wunder Punkt.</p>
<p><em>Von Marcus Schwarze</em></p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c62b2f711dee44bcb7a71cd6a50e05cb" alt="" width="1" height="1" /><br />
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		<title>Über Putin lachen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 10:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexei Makartsev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles im Fluss]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Graschdanin Poet]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18252'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_0391-300x225.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Die Eintrittskarten kosteten 32 Euro oder 330 Euro, wenn man sich in der Pause mit Champagner und Kaviar stärken wollte. Das sowjetische „Dissidentengefühl“ vom hemmungslosen Lästern über die Strippenzieher im Kreml gab es kostenlos dazu. Am Акeitag und Samstag versammelten sich in London etwa 2000 Menschen, um bei zwei satirischen Bühnenshows gemeinsam den Präsidentschaftkandidaten Wladimir Putin zu verspotten. Der von den Regimegegnern finanzierte Lachangriff auf den zurückkehrenden Kremlchef sollte nicht nur Putin blamieren, er galt auch als ein Mittel, um den Ausgang der russischen Wahl zu beeinflussen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_0391.jpg" rel="lightbox[18252]"><img class="alignnone size-medium wp-image-18261" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_0391-300x225.jpg" alt="Poet_039" width="300" height="225" /></a></p>
<p><strong>Putin-Satire in London: Der Mann aus der Banja (russ. Dampfbad) gehört dazu.</strong></p>
<p>Sie marschierten nicht, sie schwenkten keine Fähnchen, ballten keine Fäuste und lieferten sich keine Straßenkämpfe mit der Polizei. Sie schrien sich nicht mit den harten, sehr direkten russischen Schimpfwörtern den aufgestauten Frust aus dem Bauch heraus. Nein, sie lachten nur. Doch das befreiende Lachen über die arrogante, korrumpierte und unkontrollierte Staatsmacht hatte wohl die gleiche Wirkungskraft wie jene wütenden Protestdemos in Moskau, mit denen im Herbst Tausende Russen ihre &#8220;gelenkte Demokratie&#8221; vor der ganzen Welt bloßgestellt haben. Wer lacht, hat keine Angst. Wer sich offen manipuliert fühlt, verliert den Respekt und das Vetrauen in die Machthaber. Wenn sich heute Wladimir Putin im größten Land der Welt erneut zum Präsidenten wählen lässt, wird nicht alles wie früher sein.</p>
<p>Die Eintrittskarten kosteten 32 Euro oder 330 Euro, wenn man sich in der Pause mit  Champagner und Kaviar stärken wollte. Das sowjetische  „Dissidentengefühl“ vom hemmungslosen Lästern über die Strippenzieher im  Kreml gab es kostenlos dazu. Am Wochenende versammelten sich in London etwa 2000  Menschen, um bei zwei satirischen Bühnenshows gemeinsam den  unschlagbaren Präsidentschaftkandidaten Wladimir Putin zu verspotten.</p>
<p>Der von den Regimegegnern finanzierte Lachangriff auf  den zurückkehrenden Kremlchef sollte nicht nur  Putin blamieren, er galt auch als ein Mittel, um den Ausgang der russischen Wahl  am Sonntag zu beeinflussen. Angeblich sind zahlreiche wohlhabende Russen extra  nach Großbritannien gereist, um die populäre Satire <a href="http://f5.ru/pg/">„Graschdanin Poet“</a> (etwa: Bürger und  Dichter) zu genießen und am heutigen Sonntag in ihrer Londoner Botschaft den  Präsidentschaftsambitionen des 59-jährigen Ex-Geheimdienstlers eine Absage zu  erteilen. Es heißt, dass die Wahlzettel hier nicht so leicht gefälscht werden  können wie in Moskau oder Jakutsk. Bei den Parlamentswahlen im Dezember hatte Putins Partei „Geeintes Russland“ in London  jedenfalls nur zehn Prozent aller Stimmen erhalten, fünf Mal weniger als im  russischen Durchschnitt.</p>
<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_044.jpg" rel="lightbox[18252]"><img class="alignnone size-medium wp-image-18257" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_044-300x230.jpg" alt="Poet_044" width="300" height="230" /></a></p>
<p><strong>Satireabend im Methodist Central Hall in London.</strong> <strong>Fotos: alm</strong></p>
<p>Sie nennen sie „Londongrad“: Seit Jahrzehnten zieht die  weltoffene und liberale Metropole an der Themse Russen an, die hier ihren  Wohlstand mehren, studieren, siedeln oder aber der Verfolgung in ihrer Heimat  entkommen wollen. Nach neuen Schätzungen sollen in London 400 000 Russen leben.  Eine Handvoll – nach Botschaftsangaben sind es 21 Personen – genießen hier  politisches Asyl, weil ihnen nach Überzeugung der Richter in Russland Gefahr  oder Unrecht droht. „Großbritannien ist eine Art Reservat für Schwerverbrecher,  die sich vor unserer Justiz verstecken”, kritisierte 2009 der damalige  Botschafter Jurij Fedotow manche dieser Menschen, die der Spitze der so  genannten „Machtpyramide“ in Moskau das Leben schwer machen. Dazu gehören neben  den Sowjet-Dissidenten wie Wladimir Bukowski und Überläufern wie der  Ex-KGB-Oberst Oleg Gordijewski auch der Milliardär Boris Beresowski, der  tschetschenische Rebellenchef Achmed Zakajew, die kremlkritische  Journalistin Jelena Tregubowa und der Mobilfunkunternehmer  Jewgenij Tchitschwarkin, der „Graschdanin Poet“ nach London geholt hat.</p>
<p>Der  37-jährige Millionär hält es für seine „Bürgerpflicht“, Putin als den Paten der  weitverbreiteten russischen Korruption zu entlarven, weswegen er für die Shows  aus eigenen Mitteln zwei Konferenzsäle um die Ecke vom Westminster-Palast  gebucht hatte.Um die Machthaber in Moskau noch mehr zu ärgern, hatte  Tschitschwarkin  zum ersten Satireabend das Publikum in das   Queen-Elizabeth-Konferenzzentrum eingeladen, in dem einst die russische   Regierung auf einem hochkarätigen Wirtschaftsforum um ausländische  Investitionen  geworben hat.</p>
<p><a href="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_0541.jpg" rel="lightbox[18252]"><img class="alignnone size-medium wp-image-18256" src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/03/Poet_0541-300x247.jpg" alt="Poet_054" width="300" height="247" /></a></p>
<p><strong>Am Ende der Show kommen die Dichter mit Anti-Putin-T-Shirts auf die Bühne</strong></p>
<p>Die politische  Poesie des bekannten Moskauer Journalisten und Autors Dmitrij Bykow sorgt seit  etwa einem Jahr für <a href="http://ru-ru.facebook.com/grazhdanin.poet">Furore in Russland</a>. Bykow füllt die russische  Dichter-Klassik mit aktuellen Inhalten, um Putin und den Noch-Präsidenten  Dmitrij Medwedjew als machtgierige und dumme Autokraten lächerlich zu machen.  Der bekannte Schauspieler Michail Jefremow trägt die messerscharfen Parodien auf  der Bühne vor. Nachdem die Anti-Kreml-Kunst zensiert und aus dem russischen  Fernsehen verbannt wurde, entwickelte sie sich im Internet zu einem Hit: Mehr  als 15 Millionen Menschen haben sich bereits über die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=omudS4fzlB0&amp;feature=related">frechen Videoclips</a> auf  ihren Bildschirmen amüsiert. Die auf Konzetrbühnen live aufgeführte Putin-Satire war zuletzt in Russland restlos  ausverkauft. Gestern bekamen die Londoner eine Chance, um über den „stillen KGB-Oberst aus dem  Sumpf“ herzlich zu lachen.</p>
<p>Die Methodist Central Hall war voll. Im Saal sah ich viele junge Gesichter. Der &#8220;KGB-Oberst&#8221; wird die Wahl gewinnen, doch er kann auf ihre Sympathien nicht mehr zählen.</p>
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		<title>Trailer des Tages: &#8220;Die eiserne Lady&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 22:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
				<category><![CDATA[Großes Kino!]]></category>
		<category><![CDATA[Academy Awards]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18204'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/4556_xxl-210x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>"And the oscar goes to… Meryl Streep!” Alle guten Dinge sind drei, hat sich die Schauspielerin wohl gedacht, als sie am Montag ihren dritten Oscar entgegen nahm. Sie bekam den Goldjungen für ihre Rolle als Margaret Thatcher in “Die eiserne Lady”. Morgen läuft der Film bei uns in den Kinos an, einen Vorgeschmack darauf gibt's im Trailer …
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/4556_xxl-210x300.jpg" alt="Eiserne Lady Filmplakat" width="210" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18210" />
<p style="margin-bottom:12px"> &#8220;And the oscar goes to&#8230; Meryl Streep!&#8221; Alle guten Dinge sind drei, hat sich die Schauspielerin wohl gedacht, als sie am Montag ihren dritten Oscar entgegen nahm. Den Ersten bekam die mittlerweile 60-jährige US-Amerikanerin 1979 für <a href="http://www.cinema.de/film/kramer-gegen-kramer,1298574.html">&#8220;Kramer gegen Kramer&#8221;</a> als beste Nebendarstellerin. Nur wenige Jahre später erhielt sie auch schon ihren zweiten Goldjungen &#8211; diesmal als beste Hauptdarstellerin in <a href="http://www.cinema.de/film/sophies-entscheidung,1297994.html">&#8220;Sophies Entscheidung&#8221;</a>. Insgesamt 17 Mal wurde <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000658/">Meryl Streep</a> in ihrer Karriere für den Oscar nominiert, womit sie den Rekord als meistnominierte Schauspielerin hält. Nun, fast 30 Jahre nach ihrem letzten Oscar bekam sie wieder den Titel als beste Hauptdarstellerin, und zwar für ihre Rolle in &#8220;Die eiserne Lady&#8221;, der morgen bei uns anläuft. Für einen Vorgeschmack habe ich mal den Trailer herausgesucht &#8230;</p>
<p><p style="margin-bottom:12px"><strong>Inhalt:</strong><br />
Bei dem Streifen handelt es sich um eine Filmbiografie über das Leben der britischen Premierministerin <a href="http://www.biography.com/people/margaret-thatcher-9504796">Margaret Thatcher</a>, die den Spitznamen &#8220;Die eiserne Lady&#8221; trägt. Thatchers Karriere wird rückblickend erzählt, aus der Perspektive einer gealterten, an Alzheimer erkrankten Margaret Thatcher. In Errinerungsschüben wird erzählt, wie sie es als Tochter eines Kolonialwarenhändler zur ersten weiblichen Regierungschefin Europas schaffen konnte, wie sie verehrt, gefürchtet und gehasst zugleich wurde und wie sie ihr Amt 1990 schließlich niederlegen musste. Es geht aber nicht nur am Thatchers politisches Wirken, sondern vor allem um ihre Person, ihr Leben und ihre Probleme.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Kinostart in Deutschland:</strong> <em>1.März 2012</em>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Filwebseite: <a href="http://eisernelady-derfilm.de/">www.eisernelady-derfilm.de</a><br />
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		<title>Das Kind vom Bahnhof Paris</title>
		<link>http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18173</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 22:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Nover</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href='http://blog.rhein-zeitung.de/?p=18173'><img src='http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/Hugo1-225x300.jpg' class='imgtfe' hspace='10' align='left' width='100'  border='0'></a>Heute Nacht werden in Los Angeles die Oscars vergeben - Der Film mit den meisten Nominierungen heißt „Hugo Cabret“. Unter anderem steht er auf der Liste für den „Besten Film“ „Beste visuelle Effekte“ „Beste Kamera“ und Martin Scorsese möchte natürlich den Oscar für die „Beste Regie“ abstauben. Ganze 11 Nominierungen hat „Hugo Cabret“ bekommen – das waren 11 gute Gründe für mich, den Film mal näher unter die Lupe zu nehmen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/Hugo1-225x300.jpg" alt="Hugo1" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-18175" />
<p style="margin-bottom:12px">
The Oscars are coming… Heute Nacht lecken sich in Los Angeles wieder alle die Finger nach den goldenen Staturen. Der Film mit den meisten Nominierungen heißt „Hugo Cabret“. Unter anderem steht er auf der Liste für den „Besten Film“ „Beste visuelle Effekte“ „Beste Kamera“ und Martin Scorsese möchte natürlich den Oscar für die „Beste Regie“ abstauben. Ganze 11 Nominierungen hat „Hugo Cabret“ bekommen – das waren 11 gute Gründe für mich, den Film mal näher unter die Lupe zu nehmen. <strong>Mein Urteil:</strong> Hugo bekäme von mir zumindest den Oscar für die beste Gutenachtgeschichte.
<p style="margin-bottom:12px">Hugo Cabret ist zwölf Jahre alt und wohnt in den verwinkelten Geheimgängen hinter den Mauern des Pariser Bahnhofs. Sein Vater kam bei einem Feuer ums Leben und sein versoffener Onkel, der sich eigentlich um ihn kümmern sollte, ist verschollen. Wenn er nicht gerade eine der vielen Uhren des Bahnhofs wartet, <img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/hugo41.jpg" alt="hugo4" width="172" height="192" class="alignright size-full wp-image-18186" />dann schleicht er zwischen den Passagieren herum, klaut sich dampfende Croissants vom Blech und beobachtet die Bahnhofsmitarbeiter. Sein ärgster Feind: der Bahnhofsvorsteher, der mit seinem Rottweiler auf der Jagd nach Unruhestifter und Waisenkindern ist.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Der geheimnisvolle Apparat</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Und Hugo hat ein Geheimnis. Denn er ist im Besitz eines Automaten-Menschens, den sein Vater einst in einem Museum fand. Doch die Maschine ist kaputt und Hugo weiß nicht, wofür das aufwendige Stück eigentlich da ist. Da es sie das Einzige ist, was ihm von seinem Vater geblieben ist, setzt er alles daran, sie zu reparieren. Dafür braucht er jedoch viele Ersatzteile und einen herzförmigen Schlüssel – zu beidem verhilft ihm unverhofft seine Bekanntschaft mit dem schrulligen Besitzer eines Spielzeugladens.
<p>
<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/hugo3-300x199.jpg" alt="hugo3" width="300" height="199" class="alignleft size-medium wp-image-18188" /></p>
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Och, wie süß!</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Es dauert, bis der Film an Fahrt aufnimmt &#8211; es ist mehr wie ein langsames Anfahren eines Zuges, der dann gemächlich durch eine zauberhafte Landschaft tuckert. Ab und zu holpert er ein bisschen, wird schneller, nimmt ein paar Kurven, bevor er im nächsten Bahnhof die Zuggäste wohlbehalten absetzt. Die Geschichte ist niedlich, mit Figuren, wie aus einem Kinderbuch. Der heruntergekommene Straßenjunge mit den strahlend blauen Augen, der vermeintlich böse Stationsvorsteher, das naiv fröhliche, herzensgute Mädchen und natürlich der verschrobene, alte Mann aus dem Spielzeugladen, der eigentlich ein ganz anderer ist.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Exkurs in Filmgeschichte</strong>
<p style="margin-bottom:12px">Zunächst dachte ich, dass sich die Geschichte hauptsächlich um den Jungen und seinen geheimnisvollen Automaten dreht. Doch im Laufe des Films ist mir bewusst geworden, dass die beiden eigentlich nur eine charmante Brücke zum eigentlichen Thema des Films sind, nämlich einer kleinen Lektion in Filmgeschichte.<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/hugo7-300x200.jpg" alt="hugo7" width="300" height="200" class="alignright size-medium wp-image-18190" /> Martin Scorsese nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu den Anfängen des Kinos, den Stars der Stummfilme und beschreibt den Zauber, wie Träume auf der Leinwand wahr werden können.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>Abschließendes Urteil:</strong><br />
&#8220;Hugo Cabret&#8221; ist die perfekte Gutenachtgeschichte zum Anschauen. Der Film bringt weder den Puls zum Rasen noch andere Gefühlswallungen hervor, hat markante Hauptfiguren, eine klare, detailverliebt gestaltete Kulisse und eine Stimmung, die mitschwingt, wie ein Wiegenlied. Mir persönlich war das Ganze ein bisschen zu langweilig, die Figuren zu übertrieben in ihrer Art und die Geschichte etwas zu konstruiert. Dennoch, der Einblick in die Anfänge des Films ist sehenswert und &#8220;Hugo&#8221; tut sicher niemandem weh: Groß und Klein können hier eine schöne Zeit verbringen.
<p style="margin-bottom:12px"><strong>3-D-Check:</strong><br />
Als die Bilder laufen lernten, reichte es noch aus, auf der Leinwand einen Zug in den Bahnhof einfahren zu lassen, um die Zuschauer, vor Angst überrollt zu werden, aufspringen zu lassen. Heute lässt selbst 3-D die meisten Menschen schon wieder kalt. Bei „Hugo Cabret“ hat mich die Technik auch nicht vollends überzeugt – allerdings: Setzt man die Brille auf, tut sich ein Fenster in eine andere Zeit auf. Der Zuschauer wird entführt in eine detailverliebt gestaltete, verwunschene Version des Paris der 30er Jahre. Herausschnellende Effekte gibt es kaum, „Hugo’s“ 3-D-Effekte sind unterschwelliger Natur. Da sind gut gelungene Überblendungen, herumwirbelnde Blätter und jede Menge rotierender Zahnräder, die einem das Gefühl geben, mitten in einer Uhr zu sitzen. Ich glaube, der Film wäre auch gut ohne 3-D-Technik ausgekommen, aber es ist sicherlich eine schöne Gelegenheit, Kinder an die neue Art des Filmeschauens heranzuführen.
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<img src="http://blog.rhein-zeitung.de/files/2012/02/Hugo-Bewertung.jpg" alt="Hugo Bewertung" width="535" height="339" class="aligncenter size-full wp-image-18200" /></p>
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