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Und dann fing die Erde an zu beben

Sobald sie Schleusen offen waren, habe ich mir erst einmal einen Überblick verschafft. Wo man auch hinsieht Zelte, Zelte und nochmals Zelte. Ein wenig komm ich mir so vor, als wäre ich auf einer großen Kirmes – Fressbuden und Merchandise-Stände dürfen auf der Nature One ja natürlich nicht fehlen.
Der Open-Air-Floor ist ziemlich beeindruckend. Eine riesige Konstruktion aus Stahlträgern, Lampen, Lasern und Lautsprechern ragt kuppelförmig über die Tanzfläche, die sich allmählich mit Techno-Fans füllt. Auf der Bühne gibt sich Daniel Kandi die Ehre an den Mixern. Dank großer Video-Wände vor dem DJ-Pult und an der Bühnenwand entgeht den Besuchern kein Handgriff des Künstlers: Kameras übertragen jede Einstellung, die die DJs vornehmen, um den Sound bestmöglich auf die Tanzfläche zu bringen. Einfach genial.
Allmählich fängt die Erde an zu beben und ich ziehe mich aus Respekt vor den starken Bässen auf einen der Bunker zurück. Von hier aus kann ich nahezu das gesamte Festivalgelände überblicken.
Wie Ameisen strömen die Leute durch die Straßen zwischen den Zelten und Floors. Die Bunker hoch, die Bunker runter. Was für ein Schauspiel. Ich setze mich ins Gras und spüre jetzt noch deutlicher wie der Boden unter mir zittert. Von hinten massiert mir der Bass von DJ X-Said den Rücken, von vorne weht mir der dröhnende Sound aus dem Koblenzer Vogue Club den Wind ins Gesicht. Und von überall her prasseln die Technoklänge nur so auf mich ein. Da muss ich mich erst einmal dran gewöhnen.

dmorcinek in Allgemein am 01. 08. 2009 » Kommentare sind für diesen Beitrag ausgeschaltet