Schlagwort-Archiv: Rhein-Zeitung

Hartes Paygate: Rhein-Zeitung.de im Herbst 2016

Die großen Linien im Digitalen der Rhein-Zeitung zeigen weiterhin nach rechts oben – zumindest wenn man auf jene Zahlen schaut, die sich in Euro bemessen und unterm Strich stehen. So gab es im Herbst bei uns erneut Steigerungen im Digitalumsatz, sowohl über den Verkauf von Inhalten als auch über den Verkauf von Werbung. Weiterlesen

Marcus Schwarze

Mehr Umsatz mit Content als mit Werbung: Das Paygate auf Rhein-Zeitung.de im ersten Quartal 2016

Bei der Rhein-Zeitung haben wir im Digitalen jetzt erstmals mehr Umsatz mit unseren Inhalten statt mit der Werbung gemacht. Seit Einführung der festen Bezahlschranke für so gut wie alle unsere Inhalte (das war im Februar 2015) legten wir nun bei nahezu allen wichtigen Kennzahlen im Jahresvergleich zu. Und das teilweise deutlich. Die Zahlen im Einzelnen:

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Marcus Schwarze

Rhein-Zeitung.de im September: Mit Blendle 15,1 Prozent plus bei verkauften Einzelpässen

Im September haben wir bei der Rhein-Zeitung erstmals Einzelartikel nicht mehr nur über die eigene Website, sondern auch über den frisch gestarteten Partner Blendle verkauft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Paywall

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Marcus Schwarze

Die fliegende Kamera: Mehr über den „RZ-Copter“

drohne_weber

Der RZ-Copter am Deutschen Eck Foto: Jens Weber

Schon lange sind sie auf dem Markt. Aber Drohnen, mit denen man aus der Luft Filme und Fotos machen kann, erleben gerade ihren großen Durchbruch. Profis und Hobbyfilmer heben mit den Fluggeräten ab, um aus der Vogelperspektive völlig neue Ansichten festzuhalten. Auf freiem Feld, am Strand, rund um die Dorfkirmes oder zur Darstellung von zu verkaufenden Immobilien – die Einsatzorte für Kameradrohnen sind vielfältig.  Weiterlesen

Jennifer de Luca

Ein Blick auf die Sterne: Unser Paygate der Rhein-Zeitung im April 2015

CDtAn-aUIAAl7uGDrei Dinge, die man mit einem Browser heute anstellen kann:

Manches davon mag absurd erscheinen. Andererseits ist das Internet voll von Dingen, über die …

Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat’s einfach gemacht.

(Autor unbekannt)

So geschehen damals, als ich an einem Newsdesk in einer Redaktion saß und für mich persönlich Google Earth entdeckte. Was für eine faszinierende Idee, jeden Ort der Erde in 3D virtuell anfliegen zu können, berechnet aus älteren Satellitenfotos. Heute Alltag. Oder ein paar Jahre früher, als jemand auf die Idee kam, Videos ins Netz zu übertragen: in Zeiten von Modemgeräuschen beim „Einwählen“ ins Netz eine unerhörte Idee! Heute Alltag. Oder, vorvergangene Woche, als mir jemand von Metaio eine Virtual-Reality-Kamera von Samsung aufsetzte und ich mich plötzlich inmitten einer 360°-Theater-Aufführung befand – vielleicht auch so ein nächstes großes Ding.

Zurück im Alltag bekomme ich dann mit der Google-Cardboard-Brille aus Pappe und etwas weniger filigraner Technik übers eingehängte iPhone zumindest einen 3D-Film einer anderen Zeitung aufgerufen, den ich mir zunehmend fasziniert anschaue.


Im Alltag eines Onliners aus Koblenz ist man wie vielerorts mit mindestens einem Auge und mit großem Interesse bei diesen globalen Neuheiten und Entwicklungen. In der Praxis schlagen wir uns aber auch damit herum,

  • warum Leser M. so häufig aus seinem Zugang Rhein-Zeitung.de herausgeworfen wird;
  • wie man für einen nicht so internetfirmen Kollegen in der Redaktion einen Kurzlink anlegt; oder
  • warum beim Einstellen eines Links auf Facebook neuerdings nicht mehr das Hauptbild des Textes dazu erscheint, sondern nur noch eine Karte des Verbreitungsgebiets. Gefühlt 15 Hin-und-Her-Mails waren dazu innerhalb weniger Stunden bei uns die Folge, multipliziert mit dem CC-Verteiler ergibt sich stets eine ganz hanebüchene Aufgabe: Wie sortiert man solche interne Massenkommunikation? Dienste wie Slack und in unserem Fall Hipchat sind eine mögliche Lösung, oder ein „Ticketsystem für Probleme“: Diese Dinge gehören anders abgearbeitet.

Jeden Tag gibt es so etwas in neu. Neue Techniken, neue Chancen, neue Herausforderungen (auch bekannt als „Probleme“). Einiges davon macht dann Spaß, wenn man positiv denkt und nach vorne blickt:

  • So experimentieren meine Kollegen Jennifer de Luca, Jens Weber und ich zurzeit mit einer professionellen Drohne (keinem Spielzeug), um schon bald die Niederungen eines „Antrags auf Erteilung einer allgemeinen Aufstiegserlaubnis für unbemannte Luftfahrtsysteme ohne Verbrennungsmotor mit einer Gesamtmasse bis 5 kg“ (hier das PDF) unter uns zu lassen. Unserem Chef-vom-Dienst-Büro sei dank, dass es dies weitgehend ohne uns Onliner erledigt, sich akribisch mit allem Notwendigen und gemeinsam mit Experten in unserem Verlag damit beschäftigt.
  • Wir experimentieren auch mit einer neuen App, die für die vielen virtuellen und schlicht erweiternden Möglichkeiten zu einem einzelnen Artikel im Blatt oder im E-Paper schon bald einen neuen Türöffner aus der Zeitung heraus bereitstellt (dazu künftig mehr).
  • Und wir experimentieren weiter mit diesem ganz elementaren, aber nicht ganz so schillernd präsentierbaren Dingens namens Bezahlen: Wie sollen auf Dauer Newsangebote wie das einer Regionalzeitung nachhaltig refinanziert werden? Unsere Abonnenten sind die einen, zusätzliche Einzelverkäufe im Netz das nächste.

Mit unserem verschärften Paygate sind wir bekanntlich dabei, und nach den ersten ermutigenden Zahlen aus den vergangenen Wochen erhalten wir auch aus der Leserschaft dazu Zuspruch wie zum Beispiel hier:

In konkreten Zahlen setzt sich die Entwicklung der ersten Wochen nach der Einführung im April fort. Im Detail:
Paywall-2015-05-Detail
Paywall-2015-05 Entwicklung-2015-05 Jahresvergleich-2015-05

In der Interpretation der Zahlen aus dem April bleibt festzuhalten:

  • Bei verkauften Einzelpässen haben wir in diesem Monat eine geringfügige Steigerung
  • Bei der wichtigen Zahl der Registrierungen zählen wir erneut ein Plus von weiteren 1399 Lesern, die sich einen Zugang zu Rhein-Zeitung.de verschafft haben
  • Die Zahl der verkauften Tagespässe ist ebenso wie der Zahl der Monatspässe stark zurückgegangen
  • Hingegen ist die Zahl der Jahrespässe deutlich gestiegen.

Was bedeutet das? Einige Dutzend Leser mehr sind auch in diesem Monat bereit, sich dauerhaft für unser Webangebot Rhein-Zeitung.de zu binden. Wir haben die Usability, also die Nutzbarkeit unseres Paygates erst im April überarbeitet, von einem SAP-Katasteramt-Formular hin zu einer gefälligeren Bezahlmöglichkeit – deswegen sind konkrete Aussagen zum Erfolg dieser veränderten Eingabemaske noch zu früh. Was wir aber lernen, ist, dass sich Lesegewohnheiten mit und in der Rhein-Zeitung und auf Rhein-Zeitung.de eher stetig verändern, um nicht zu sagen: träge. Monat für Monat zählen wir aus der Masse an 170.000 Abonnenten jeweils 1400 oder 1500 neue Registrierungen für Rhein-Zeitung.de. Mit jetzt 35.576 Registrierten ist hier noch viel Luft nach oben; aber es geht eben auch nach oben. Die Stetigkeit dieser Entwicklung ist positiv. Dass die gelegentlichen Leser lieber Einzelpässe zu Artikeln kaufen statt Tagespässe, deutet auf einen Kannibalisierungseffekt hin. Wahrscheinlich ist es noch zu früh für diese Interpretation, andererseits: Kannibalisieren wir uns besser kostenpflichtig selbst mit Partnern als kostenlos über andere ohne Ertragsmöglichkeiten. Google, Blendle, demächst wohl Facebook und noch einige weitere Plattformen bieten das an oder bereiten das vor. Da entstehen neue Kioske, die wir sehr genau beobachten.

Alle unsere 170.000 Abonnenten könnten sich ohne Zusatzkosten für Rhein-Zeitung.de registrieren und dann digital das Wichtigste unterwegs, am Desktop im Büro und in unserer App RZmobil lesen. Mehr und mehr Leser verschaffen sich dafür die Zugangsdaten. Diese Basisleserschaft gilt es weiter zu aktivieren. Via Social Media und in der gedruckten Ausgabe. Wer uns nur gelegentlich über Social Media bemerkt, dem bieten wir zumindest per Bezahlung von 50 oder 90 Cent ein Eingangstor. So absurd ist es jedenfalls nicht mehr, Leser zum Bezahlen im Web zu bewegen.

Was meinen Sie? Würden Sie einen einzelnen Artikel auf Rhein-Zeitung.de bezahlen? Bitte kommentieren Sie unter diesem Artikel.

 

Marcus Schwarze

März 2015: Rhein-Zeitung.de mit 43 Prozent Minus. Fühlt sich dennoch gut an

Entwicklung-2015-04

Seitdem wir bei der Rhein-Zeitung unser Paygate verschärft haben, ist das Interesse in unserer Branche groß: Wie wirkt sich die Reduzierung auf nur noch null Freiartikel im Monat auf unsere Zahlen aus? Lesen Sie hier das Update unserer Erfahrungen aus dem zweiten Monat: März 2015. Weiterlesen

Marcus Schwarze

Radiobeitrag auf BR 5: Harte Paywall – Das Beispiel Rhein-Zeitung

B5 aktuell BR

Mehr als 100 Zeitungen in Deutschland haben im Netz inzwischen eine Bezahlschranke. Bei einigen gibt es 10 bis 20 freie Artikel, andere sind ganz hart. Bei der Rhein-Zeitung in Koblenz muss zahlen, wer digital lesen will. Ein Artikel kostet 50 Cent, Abonnenten der gedruckten Zeitung zahlen nichts extra. Der Bayerische Rundfunk berichtet. Weiterlesen

Marcus Schwarze

Update: Unsere Zahlen zu Rhein-Zeitung.de im Januar 2015

Der Januar 2015 war für uns auf Rhein-Zeitung.de ein besonderer Monat: Zum Ende hin, am 30. Januar, senkten wir die Zahl  der freien Artikel von zwei auf null und ermöglichen erstmals den Kauf von Einzelartikeln – und widmen seitdem unser Digitalangebot vollständig den Abonnenten und Käufern von Zugangspässen. In der Januar-Statistik taucht diese Entwicklung noch nicht auf. Dennoch erhoben wir natürlich interessante Zahlen. Weiterlesen

Marcus Schwarze

So entwickelt sich Rhein-Zeitung.de seit Einführung der verschärften Bezahlschranke

Am 1. August haben wir bei der Rhein-Zeitung unsere Bezahlschranke im Internet verschärft. Bereits nach zwei Artikeln pro Monat werden Leser gebeten, sich als Abonnenten unserer Print- oder Digitalprodukte zu authentifizieren. Vorher lag die Zahl der freien Artikel bei zehn. Auch dpa-Texte gibt es nicht mehr frei. Jetzt, einen Monat später, werten wir erste Ergebnisse aus – und machen diese bewusst transparent.

Entwicklung der Visits auf Rhein-Zeitung.de im Jahresvergleich.

Entwicklung der Visits auf Rhein-Zeitung.de im Jahresvergleich.

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Marcus Schwarze