Welt-Sicht

Knöllchen überschreiten Grenzen

05. Februar, 2010 von RZ-Korrespondenten

Bisher gehen deutsche Verkehrssünder bei Verstößen im EU-Ausland meist straffrei aus. Wenn Flic oder Carabinieri den Raser nicht gleich an Ort und Stelle zur Kasse bitten, wird es mit dem Bußgeld schwierig. Für Knöllchen ist in den meisten Fällen an der Grenze Schluss. Nur mit Österreich gibt es bisher ein funktionierendes Vollstreckungsabkommen. Eine Vereinbarung zwischen den Niederlanden, Spanien und Deutschland läuft dagegen ins Leere. Das wird bald anders: Heimische Behörden treiben von Oktober an Auslands-Knöllchen ab einem Betrag von 70 Euro ein. Die Bundesregierung setzt damit einen EU-Rahmenbeschluss von 2005 verspätet um. Demnach müssen Geldbußen und -strafen ab dieser Höhe in allen EU-Staaten anerkannt und vollstreckt werden. Berlin erhofft sich zusätzliche Bußgeldeinnahmen von mindestens neun bis zehn Millionen Euro jährlich. Dagegen stehen Personalkosten von rund sechs Millionen Euro – durch 99 neue Stellen im Bundesamt für Justiz.

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Querbeet

Urkunden – Die gedruckte Win-Win-Situation

08. Februar, 2010 von RZ-Volontäre

es volobloggt: Moritz Meyer
Mittlerweile dürfte es sich ja rumgesprochen haben, dass die Volos vor geraumer Zeit einen Preis für ihr tolles Wahlmobil erhalten haben. Bestandteil dieses Preises war auch eine äußerst fesche Urkunde. In den letzten Tagen habe ich jedem der 20 Wahlmobilisten sein persönliches Exemplar davon überreicht und war doch überrascht, dass die [...]

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Neues von den Agegroupies

Von den Busen und den Zicken

07. Februar, 2010 von Volker Boch

Noch fünf Tage bis zu den Olympischen Winterspielen. Warten, hoffen, bangen. Bloß keiner mehr soll sich verletzen, bloß keiner mehr soll von der Wiener Soko als Kunde der Blutbank Humanplasma bekannt gemacht werden. Dabei soll es da doch einige Deutsche geben, die zum Bluttanken an die Donau gereist sind. Soll günstiger gewesen sein als bei [...]

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Rang und Namen

Münchner (Sicherheits-)G’schichten

05. Februar, 2010 von Peter Lausmann

Wer mehrere Jahre auf einer einsamen Insel war, muss bei seiner Rückkehr nur kurz auf das Programm der Münchner Sicherheitskonferenz schauen, um zu wissen, wie Macht und Konflikte auf der Welt verteilt sind. Seit den 60er-Jahren war es ein Treffen der Transatlantiker, vor 20 Jahren kam auch der Ostblock hinzu. Diesmal dokumentiert das Protokoll, was [...]

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Ökonologie

Solarbranche leidet unter Subventionen

05. Februar, 2010 von Joachim Türk

Die Solarbranche geht auf die Straße, weil der Umweltminister die enormen Förderungen für Sonnenstrom kappt. Alles Show: Wenn es der Branche schlecht geht, dann liegt es gerade an den hohen Subventionen. Denn die Milliarden haben die Konkurrenz angelockt. Und die ist nicht nur preiswert, sondern auch gut.

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Familie Emily

Geschwisterliebe

05. Februar, 2010 von Sonja Roos

Wie immer, wenn ein neuer, kleiner Erdenbürger irgendwo Einzug hält, steigt die Zahl der wöchentlichen Besucher sprungartig an. Die halbe Familie und ein Großteil des Freundeskreises sind mittlerweile schon da gewesen, um Carolina zu bestaunen. Sehr zum Leidwesen von Emily. Denn normalerweise ist sie der ungekrönte Star, wenn Leute zu Besuch kommen. Das die jetzt [...]

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MoJane

Unsere Männer sind reinliche Burschen

04. Februar, 2010 von Katrin Steinert

Eigentlich ist es unfassbar, für was es nicht alles einen Gedenktag gibt: So hat die amerikanische Kosmetikindustrie vor drei Jahren den 3. Februar zum “Tag der männlichen Körperpflege” auserkoren. In den USA heißt das Ganze “National Men’s Grooming Day”. Aber was soll dieser Gedenktag überhaupt bewirken? Vielleicht, dass die Herren der Schöpfung öfter mal ans [...]

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Alles im Fluss

Von Ratten und Helden – der tiefe Fall von John Terry

02. Februar, 2010 von Alexei Makartsev

Die Medien beschreiben Sir Michael Tugendhat als einen Katholiken, vierfachen Vater und großen Fan von Sir Thomas More, von dem sich der Londoner Jurist für seine leidenschaftliche Verteidigung der Redefreiheit inspirieren ließ. Tugendhat erteilte dem „Tunichtgut“ eine Lektion und wurde damit selbst zum Helden. Dagegen wurde der bisherige Held schnell von der schadenfreudigen Presse entthront, die sich in einen brutalen Rachefeldzug gegen John Terry gestürzt hat.

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Im Bild(e) sein

Warum ist man eigentlich kein Volksmusiker?

31. Januar, 2010 von Jens Weber

Wenn man so einen Typen wie Hansi Hinterseer mal fotografiert, macht man sich ganz andere Gedanken über die Volksmusik. Irgendwie läuft da alles noch rund. Die Fans bezahlen ordentlich für ihre Stars, die Welt ist noch vollkommen in Ordnung, aber ein Fan dieser Mucke werde ich niemals.

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Studienblog

Warum die Erde eine Scheibe und das iPad ein Geniestreich ist

29. Januar, 2010 von Jochen Magnus

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal ein Apple-Fan werde. Mir war die Marke zwar schon immer sympathisch, aber nach meinem Abschied von Microsoft-Produkten – vor 15 Jahren als hochfrustierter Windows-Softwareentwickler – habe ich bei Linux meine Computerheimat gefunden. Fan geworden bin ich erst vor kurzem, nach dem Erwerb meines iPhone. nach der Vorstellung des „großen iPhones”, dem iPad bin sicher: Man kann es drehen und wenden wie man will, es ist Apples neuester Geniestreich. Denn weniger ist manchmal mehr. Und Steve Jobs weiß genau, wann das so ist.

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Gute Seiten, schlechte Seiten

Tichy, Twitter und die Provinz

23. Januar, 2010 von Christian Lindner

Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, hat sich geärgert – weil sein ICE in Limburg (oder war’s Montabaur?) anhielt. Er hat per Twitter verbreitet, dass er das nicht gut fand. Das führte für einen Tag zu einer munteren, teils hitzigen Kontroverse zwischen dem medialen Metropoliten und der Provinz – ausgetragen via Web2.0. Der Zoff mündete aber auch in etwas Realem: Tichy und ich haben ein Streitgespräch über den Sinn und Unsinn regionaler ICE-Haltepunkte angebahnt – eingefädelt und besiegelt via Twitter. Geplanter Ort: Montabaur.

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Doppelkopf

„Am Rosenmontag bin ich geboren.“ – „Kampmann…!!“ – „Was haben Sie, Kollege Defrancesco? Der Karneval steht vor der Tür! Wollen wir ihn reinlassen?“ – „Schließen Sie die Tür ab, Kampmann!“

22. Januar, 2010 von Kampmann/Defrancesco

Kollege Defrancesco, Sie haben ja lang nichts mehr von sich hören lassen.

Hab gearbeitet, Kampmann.

Sie meinen „seriöser Zeitungsjournalismus“ anstelle von bloggen?

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Audiovisionär

Ballonseide und Tanzmusik: 25 Jahre Modern Talking

21. Januar, 2010 von Tim Kosmetschke

Herzlichen Glückwunsch, Modern Talking: Vor 25 Jahren betraten Thomas Anders und Dieter Bohlen die Bühne der Popwelt. “You’re My Heart, You’re My Soul” war der erste Hit, der in die Charts kam und sich sofort auf Platz eins festsetzte. Es folgte eine unglaubliche Weltkarriere, die jedoch immer auch bespöttelt wurde. Thomas Anders kann heute darüber lächeln.

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Afrikanische Träume

Mit der WM wächst am Kap die Hoffnung

20. Januar, 2010 von Carsten Luther

Er ist so schwer wie neun ausgewachsene Elefanten: In 96 Meter Höhe schwebt Afrikas zweitgrößter Fußball über den Dächern Johannesburgs. Aus 150 Einzelteilen besteht die blau-weiße Glasfaserkonstruktion, die vor wenigen Wochen auf den Fernsehturm im Stadtteil Hillbrow gezogen wurde. Der großer Bruder des neuen Johannesburger Wahrzeichens wiegt so viel wie zwölf Elefanten – und erleuchtet 50 Kilometer weiter nördlich Südafrikas Hauptstadt Pretoria. Ein ganzes Land ist im Fußball-Fieber. Kein Werbeplakat, dass nicht irgendwie Bezug aufs Weltmeisterschaft-Jahr 2010 nimmt, kein Straßenecke, an der nicht die berüchtigten Vuvuzelas – Südafrikas Krachmacher Nummer 1 – an Touristen und Einheimische verkauft werden. Schon auf dem Weg zum Johannesburger Flughafen springt dem Autofahrer ein WM-Plakat nach dem anderen ins Auge. „Ayoba“ heißt der neue Schlachtruf. Ins Leben gerufen als originär afrikanische Werbebotschaft eines Telekommunikationsanbieters ist das nicht wörtlich zu übersetzende „Ayoba“ mittlerweile zum Synonym für jedes schöne, aufregende und freudige Ereignis geworden. Eben für die WM 2010. Ein Gastbeitrag von Julia Weber.

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Zünd-Stoff

Die Angst vor Amerika

20. Januar, 2010 von Dietmar Brück

Die USA können es keinem Recht machen. Hätten sie verhalten reagiert, hätte man ihnen unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Reagieren sie beherzt, unterstellt man ihnen Imperialismus. Dabei macht Obama das einzig Richtige. Er erklärt die Hilfe in Haiti zur Chefsache, sorgt selbst dafür, dass Amerika in Erinnerung ruft, dass es nicht nur eine militärische, sondern auch eine humanitäre Supermacht ist. Den Menschen in Haiti ist einzig und allein wichtig, dass ihnen schnell geholfen wird, dass ihre Wunden verbunden werden, ihr Hunger gestillt wird. Und da trauen die meisten Haitianer eher den Amerikanern als ihrer eigenen korrupten Regierung, die ohnehin in Auflösung begriffen ist.

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Kulturbeutel

Auf der Suche nach der Oper der Zukunft

12. Januar, 2010 von Claus Ambrosius

Die Theater dieser Welt suchen sie wie ein Ertrinkender das Wasser in der Wüste: Eine zeitgenössische Oper, die sowohl vor den Kritikern Gnade findet als auch “normales” Publikum anzieht. 2004 schien so ein Wunderwerk in London mit Thomas Adès “The Tempest” gefunden – jetzt wurde die Oper erstmals in Deutschland präsentiert. Die Oper Frankfurt wagt sich [...]

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Ruch regt sich uff

Der irre Streit um Nacktscanner

09. Januar, 2010 von manfredruch

Was leben wir doch in einer von Doppelmoral durchtränkten Welt! Wie ich ausgerechnet jetzt darauf komme? Der Streit um die Nacktscanner hat mich dorthin gebracht. Es macht mich nämlich geradezu fassungslos, wie sehr wir uns an der Frage festbeißen, ob diese Körperscannerei an Flughäfen in irgendeiner Form ein Eingriff in die Privatsphäre von Menschen darstellt. [...]

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Der Grasdackel der Woche

Deutsche Bahn: Nix da Erstattung

16. November, 2009 von Rena Lehmann

Die Bahn muss neuerdings für Verspätungen über eine Stunde einen Teil des Fahrpreises erstatten. Ein Bericht aus der Praxis:
Ein Wochend-Trip nach Berlin. ICE. Es soll schnell gehen. Geht es zunächst auch, bis Frankfurt. Der Anschlusszug allerdings hat 40 Minuten Verspätung. Kaffee, Zeitschriften, Telefonieren, nicht so schlimm. Doch es kommt schlimmer. Kurz vor Berlin bleibt der Zug [...]

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Gegen den Strich

Mehr Mut, Charlotte Roche

13. September, 2009 von Christian Kunst

Wenn einmal im Monat das Klavier von Gottfried Böttger im dritten Fernsehprogramm von Radio Bremen erklingt, dann blicken nicht nur viele Norddeutsche gebannt auf die Mattscheibe: “3 nach 9″ ist ein Heiligtum des deutschen Fernsehens. Die Liste der Moderatoren ist ebenso illuster wie die der Gäste. Mit seiner neuen Partnerin Charlotte Roche harmoniert Giovanni di Lorenzo viel besser als zuletzt mit Amelie Fried. Und dies liegt vor allem an Charlotte Roche. Doch sie hat auch einige Schwächen gezeigt.

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