Hartes Paygate: Rhein-Zeitung.de im Herbst 2016

Die großen Linien im Digitalen der Rhein-Zeitung zeigen weiterhin nach rechts oben – zumindest wenn man auf jene Zahlen schaut, die sich in Euro bemessen und unterm Strich stehen. So gab es im Herbst bei uns erneut Steigerungen im Digitalumsatz, sowohl über den Verkauf von Inhalten als auch über den Verkauf von Werbung.


Zwischenzeitlich haben wir die Preise für einzelne Pässe und Aboarten erhöht, was sich entsprechend auswirkt (siehe die Angaben in Klammern in der Tabelle oben). Außerdem haben wir mittlerweile einen weiteren großen Klickbringer, das RZ-Trauerportal, hinter das Paygate gestellt, so dass nur noch unsere Abonnenten und Käufer eines Tagespasses die dort veröffentlichten Anzeigen lesen können. Aus 1,1 Millionen abgerufen Seiten pro Monat wurden in diesem Segment nun nur noch 430.000 pro Monat. Jedoch spiegelt auch diese Entwicklung unsere klare Strategie, möglichst wenig „Content“ zu verschenken. Und weiterhin honoriert eine steigende Zahl der knapp 167.000 Abonnenten der Rhein-Zeitung dieses Vorgehen: 44.000 Leser haben sich mittlerweile eine Zugangskennung zu Rhein-Zeitung.de zugelegt, die für sie nichts extra kostet. Monat für Monat kommen im Schnitt rund 200 neue Leser hinzu.

Weiterhin ist das Interesse in der Medienbranche an den harten Zahlen unseres Paygate-Modells groß, wie ich kürzlich bei einem Treffen mit Redaktionsleitern und Chefredakteuren bei einer Gesprächsrunde in Goslar erlebte. Und wie wir immer wieder im Digitalen erleben: „Die Verkaufe“ muss stimmen. Dazu zählt neben der klickfördernden Ansprache in bewerbenden Facebook-Beiträgen noch viel mehr, etwa die Größe und Farbe von Kaufbuttons, die Anzahl der Schritte von hier nach dort und auch die Frage: Reichen die zwei Wege Paypal und eine Handy-TAN als Bezahlhilfen? Dazu bald mehr.

Es gilt für uns als Macher, die Site zu optimieren, Kaufmöglichkeiten weiter zu vereinfachen und aus den Zahlen zu lesen. Bieten wir die richtigen Zahlmodalitäten an? Machen wir es unseren Abonnenten einfach genug, sich eine Zugangskennung zuzulegen? Stimmen Menüführung, Ladezeiten und Übersichtlichkeit? Und wie reagieren wir auf den rasant wachsenden Trend, unsere Inhalte mobil abzurufen? Einmal mehr ist jede Woche im Digitalen ein neuer Anfang.

P.S.: Unsere Zahlen stellen wir in folgender überarbeiteten Grafik zusammen. Nächster Schritt dabei ist, auch grundlegende Änderungen bei den Modalitäten darzustellen. Gravierende Ereignisse stellen wir zunächst in einer Liste darunter dar. Erstmals sind hier auch die härtesten Zahlen über unsere Erträge im Digitalen einblendbar – separiert nach Content, Werbung und Summe.

Diese Grafik auf einer blanken Seite

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Ereignisse (Auswahl):

  • Januar 2011: Schweres Hochwasser am Rhein, gefolgt von umgekipptem Schiff
  • April 2011: Nach und nach Einführung von Social-Media-Accounts bei Facebook und Twitter für jede Lokalredaktion
  • Oktober 2013: Einführung mobile Website
  • November 2013: Einführung Bezahlschranke mit zehn Freiartikeln pro Monat
  • März 2014: Tornado-Absturz
  • Juli 2014: Einführung Pässe, Rebrush
  • Oktober 2014: Einführung Bezahlschranke mit zwei Freiartikeln (vorher zehn)
  • Februar 2015: Einführung harte Paywall (null Freiartikel)
  • Januar 2016: Bereinigung ungenutzter Registrierungen, Preiserhöhung
  • Juni 2016: Wetterkapriolen
  • September 2016: Umstellung Startseite auf regionale Inhalte
  • Oktober 2016: neuer Aboshop
  • November 2016: Vorläufige Abschaltung „Das könnte Sie auch interessieren“-Box unterhalb von Artikeln, Neues in Vorbereitung.

Von unserem Digitalchef Marcus Schwarze

Marcus Schwarze

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